«Psychische Gesundheit in der Sozialen Arbeit» – Fachgespräch mit Stephan Dettmers
Shownotes
In den Fachgesprächen unterhält sich Stefan Ribler mit Expertinnen der Ostschweizer Fachhochschule aus dem Departement Soziale Arbeit über aktuelle, relevante und innovative Themen im Feld der Sozialen Arbeit. Sie beleuchten darin fachliche, wissenschaftliche und praxisorientierte Entwicklungen und zentrale Projekte. Sie nehmen Bezug auf konzeptionelle und methodische wie auch forschungsspezifische Dimensionen und diskutieren darin Veränderungsprozesse und konkrete Anforderungen an Professionelle, ihre Handlungsfelder und entsprechende Adressateninnen.
Die Ansprüche an die Fachpersonen der Sozialen Arbeit nehmen immer weiter zu. Damit einhergehend steigt auch die psychische Belastung in der Alltagsbewältigung. Der Fokus der psychischen Gesundheit erhält eine besondere Bedeutung und kommt dabei nicht nur den Fachleuten zugute, sondern hat auch einen unmittelbaren Mehrwert für die Adressat*innen der Sozialen Arbeit. Es geht darum, entsprechende Aufmerksamkeit und wichtige Ressourcen für diese Anforderungen zu gewinnen, und zudem auch die Studierenden in der Ausbildung darauf zu sensibilisieren und die entsprechende Forschung voranzutreiben.
Profil von Stephan Dettmers https://www.ost.ch/de/person/stephan-dettmers-7517
Zu finden sind die Fachgespräche auch auf Youtube https://www.youtube.com/playlist?list=PL2YvS91Bzqrr71_iHqDWK8ctDHrxIENeS
Weitere Informationen zum Fachgespräch der OST – Ostschweizer Fachhochschule unter www.ost.ch/
Transkript anzeigen
00:00:00: Zum heutigen Fachgespräch begrüße ich ganz herzlich Stefan Detmers.
00:00:04: Hallo, schön, dass du da bist!
00:00:05: Hallo
00:00:06: Stefan, danke für die Einladung.
00:00:07: Sehr gerne.
00:00:08: Das Thema, das wir miteinander behandeln und so haben wir uns auch getroffen in diesem Turm ist psychische Gesundheit.
00:00:15: Ich würde gern einsteigen mit einer Erkenntnis, die ich in den letzten zwei oder drei Jahren habe... in Coaching von Fachleuten aus den Handungsfeldern, aber auch in der Studieberatung von Studierenden, die soziale Arbeit studieren.
00:00:46: Merke ich, dass das Thema der psychischen Belastung immer größer wird – immer diffiziler und wichtiger und immer belastender.
00:00:56: Erlebst du das auch?
00:00:57: Und gibt es Gründe oder Erklärungen, warum das so ist?
00:01:03: Ich erlebe es auch, aber ich will das gar nicht auf mich ... als Erlebnisfokus beziehen, sondern es gibt ja auch genügend Hinweise über die Gesundheitsberichterstattung der Kantone und so weiter das dann zu Wachs zu verzeichnen ist.
00:01:17: Gründe sozusagen gibts vielfältig.
00:01:19: man muss natürlich überlegen dass sind nicht nur psychische Dimensionen, die dann eine Rolle spielen.
00:01:23: Sondern muss das Ganze verstehen als auch eine biopsychosoziale Perspektive also als einer Fragestellung was passiert eigentlich in meinem sozialen Leben?
00:01:33: oder was passiert über körperliche Beanspruchungen?
00:01:36: Oder über psychische Belastungen damit es dazu kommt?
00:01:41: und zweite Frage die sich dann stellt, sind Menschen genügend vorbereitet um mit den Herausforderungen dieser Alltag auf sie zuzukommen.
00:01:50: Ja
00:01:50: und dort steige ich jetzt als erstes ein.
00:01:53: Du bringst es ja auch nur schon mit der Umschreibung auf den Punkt dass es im präflichen Alltag von Menschen, Fachleuten in der sozialen Arbeit unglaubliche Drucksituationen gibt Ich erwähne Fachäftemangel, die dazu führt, dass ich nicht genügend Ressourcen habe.
00:02:13: auf den zweiten Punkt komplexe Situationen, in denen Menschen, die im Unterstützungskontext sind, entsprechend reagieren können.
00:02:21: Und dann gibt es durchaus Erwartungshaltungen, die fast nicht mehr erfüllbar sind und zusätzlich noch außerberufliche Lebenssituationen, die auch belastend sein können.
00:02:33: dass man am Schluss auf den Punkt kommt, wie er dreht.
00:02:36: Wie dreht diesen Mensch das überhaupt?
00:02:39: Bist du jetzt bei den Kolleginnen und Kollegen in der sozialen Arbeit eher
00:02:43: sozusagen... Jetzt bin ich mal lötter.
00:02:44: ja!
00:02:44: Genau, dass wir uns da einmal hinbewegen ist ja die wesentliche Frage warum sozialer Arbeit so hoch belastet ist, dass es auch abbildbar ist über zum Beispiel Daten zur Fragestellung Burnout als eine wesentlich frage Stellung der psychischen Belastungen.
00:03:01: Das heißt Themen angesprochen wie Fachkräftemangel und Belastung im Job.
00:03:08: Das sind Trigger, die natürlich noch Rolle spielen aber möglicherweise muss man das ein bisschen auch mal aus einer anderen Perspektive sehen.
00:03:16: was sind denn nachher am Ende eben auch belastungsmomente, die man vermeiden könnte?
00:03:22: Also wo geht es?
00:03:22: nicht nur um das Thema Fachkräftenmangel oder Belastungen sondern um die Frage, wie kann man eigentlich mit einer vernünftigen Ausstattung und einer vernüftigen auch persönlichen Kompetenz aber auch den strukturellen Rahmenbedingungen so arbeiten, dass es funktioniert?
00:03:39: Sag doch noch etwas.
00:03:41: Jetzt hast du drei Elemente erwähnt, sonst verlieren wir da ein Stück Rit.
00:03:44: Ausstättig.
00:03:46: oder was müssen wir denn an der Ausstätigung... Was müssen wir hier beachten, damit die belastenden Situationen nicht gleich wirken?
00:03:58: Wir brauchen mehr Erkenntnis darüber, was notwendig ist um Bedarf und Bedürfnisse zu erfüllen.
00:04:05: Die sind notwendig, um Klientinnen und Klienten vernünftig zu beraten oder zu begleiten.
00:04:10: Das heißt der Zugang zu Kennzahlen, der Zugung zu valide Instrumente... zur Darstellung, was ist denn am Ende angemessen quasi in Beratungssettings?
00:04:23: Die Frage ist nicht beantwortet.
00:04:25: Das es in vielen Arbeitsfeldern eben relativ schätzwert, was angemessen ist quasi mit Komplexitäten umzugehen.
00:04:34: Wir brauchen also ganz konkrete Hinweise, was brauchen wir an Zeitstruktur und Qualitätskriterien, um gut arbeiten zu können?
00:04:44: Also wie funktioniert gute soziale Arbeit in welchen Settings?
00:04:48: Da heißt Vorschick über Arbeitssituationen oder über Arbeitsstrukturen vor sozialer Arbeit – egal mal, wie viele Handlingsfälle es euch gefällt!
00:04:58: Wir
00:04:59: haben nicht genügend Erkenntnis.
00:05:00: Also wir haben sozusagen zu der Fragestellung, was sind eigentlich die Komplexitäten mit denen wir zu tun haben in einer Praxis?
00:05:08: In einer Beratung – in vielen Arbeitsfeldern!
00:05:10: Nicht gelöst.
00:05:11: also wir haben ja sozusagen eine Logik von Input und Output und outcome und so.
00:05:16: aber was es dazwischen an Komplexität gibt.
00:05:19: das haben wir nicht erfasst Und die soziale Arbeit ist durch ihre holistische, ganzheitliche Perspektive natürlich sehr empfänglich für Komplexitäten.
00:05:29: Das heißt das was wir bearbeiten teilweise erarbeiten, bearbeiten andere Profession nicht – es müssen sie auch nicht!
00:05:35: Aber wenn ich den Alltag fokussiere, die Lebensführung und die Frage der Lebensweltbegleitung dann sind das hochkomplexe Fragestellungen mit denen wir unsere Kollegen alleine lassen.
00:05:47: Die sind teilweise alleine in einem Fallbezug und müssen damit umgehen.
00:05:52: Und das ist echt eine wirklich große Belastung auch inhaltlich!
00:05:58: Was dazu kommt, ich glaube dass die der Bachelorstudiengang allein nicht ausreicht um diesen Komplexitäten zu genügen?
00:06:06: Auf da komme ich noch an Stefan oder hier ist natürlich etwas wo du mich abholst.
00:06:10: Warum musst du die Ausbildung zur Verfügung stellen?
00:06:14: zum Tierbelastung
00:06:15: nachher.
00:06:16: Ja, auf das komme ich noch.
00:06:17: Ich würde gleich noch zurückkommen.
00:06:19: Du hast vorhin so gesagt, ausstattig, du sagst ... Es fehlt uns wirklich nachvollziehbare, in sich griffige Forschungsergebnisse, die wir ableiten können, aber auch der Konsequenz im Veränderungsbedarf.
00:06:33: Der zweite Punkt hast du noch gesagt?
00:06:35: Wie sieht es denn überhaupt aus mit den individuellen Beschaffenheiten von diesen Fachleuten?
00:06:42: Das aufnehmen?
00:06:43: Also wie komme ich an die individuellen Beschaffung, da würde ich auch ein Stück wissen.
00:06:47: Warum muss jemand mitbringen zu einer soziale Arbeit im Sozialpädagogischen und sozialarbeiterischen Kontext machen?
00:06:53: Wie
00:06:53: komme ich denn auf das?
00:06:56: Mir geht es weniger um eine Frage gibt es so etwas wie Voraussetzung, die man mitbringt charakterlich oder von der Haltung oder so alleine.
00:07:04: Das ist gar nicht mein Thema dass die Frage wird sein Wie muss ich mich aufstellen im Studium und was muss ich sozusagen am Ende langfristig in den Blick nehmen, wie ich relativ gut dadurch komme und auch gesundheitlich stabil arbeiten kann.
00:07:19: Also ich muss eine eigene Frage von Gesundheitsförderung aktiv für die Sozialarbeit im Blick nehmen – auch für mich selber wenn ich dort tätig bin!
00:07:28: Die Themen, die unsere Klienten betreffen, auch für sich übertragen.
00:07:33: Also wie kann ich mich so aufstellen?
00:07:35: fachlich?
00:07:37: Aber auch in der Frage der Reflexion, dass es mir gelingt diese Herausforderung zu bewältigen.
00:07:43: Und da gibt es einige das eine ist haben wir eine Spur wo wir folgen können.
00:07:47: Das ein ist zum Beispiel das Trippelmandat von Storbenas Goni, die sich überlege wie muss ich mich fachlich so aufstellen?
00:07:53: Es ist professionell gelingen gut zu arbeiten und wie kann ich mit einer guten ethischen Haltung quasi dem begegnen was auf mich zukommt?
00:08:02: Und ich glaube, vieles von dem was in der Praxis passiert ist nicht reflektiert.
00:08:07: Das macht die Sache schwer.
00:08:09: Ja... Ich meine du machst natürlich jetzt unglaublich viele Fässer auf mit deinen Äusseren und ich liebe viele offene Fässern.
00:08:17: Da war doch deine Absicht!
00:08:18: Ja
00:08:19: klar!
00:08:21: Jetzt hast du gesagt wir müssen uns noch überlegen ...mit Waffeerausgangslag Machst du einen Unterschied zwischen der Studiemotivation und der Studieeignung?
00:08:39: Es gibt eine Eignung, und es gibt eine Motivation.
00:08:42: Die Eignungen werden nicht geprüft.
00:08:47: Herrleid war am Anfang des Studiums.
00:08:49: Also ich würde mir nicht anmaßen zu definieren, ob beim Bezwanzig geeignet ist, Wege zu gehen, sondern das zeigt sich im Rahmen des Verfahrens.
00:08:58: Das merken ja auch in anderen Berufen.
00:09:01: Professorin merken wir dass Menschen die zehn Jahre Medizin studiert haben plötzlich merken sie können gar nicht so gut mit Menschen arbeiten und sind da gar nicht sozusagen geeignets für sich selber eine Selbstwahrnehmung das tun und gehen neue Wege.
00:09:14: Weil dieses prosoziale Verhalten oder die Idee etwas Sinnhaftes zu tun, das betrifft ja viele Studierende.
00:09:20: Die kommen ja nicht hierher weil sie das nicht suchen sondern die wollen ja was Sinnhafts tun.
00:09:25: so aber es wird unterschätzt dass ein Studiumsoziale Arbeit eben nicht nur das fördert was prosocial ist sondern es ist ein hoch anspruchsvolles akademisches Studium wo eben auch mit einer hohen Reflektion und wissenschaftlichen Fundierung Intervention abgeleitet werden.
00:09:42: das heißt ich Die Erwartungshaltung ist eine Ruhe, die wir an Studierende stellen.
00:09:46: Es geht aber gar nicht um die Qualität des Studiums sondern am Ende was kommt dabei rum für Adressatinnen und Adressaten?
00:09:54: Ja also die bestmögliche Intervention sozialer Arbeit ist das Ziel Und da sind wir alle nur ja quasi Katalysatoren.
00:10:02: Wir sind nur diejenigen, die das übertragen.
00:10:04: aber eigentlich wollen wir Studierende dazu bringen auch in Selbstverständnis zu entwickeln dass sie die bestmögliche Leistung erbringen für unsere Adressaten.
00:10:13: und das ist manchmal mal ein Eindruck ganz kritisch und selbstkritisch dass uns das nicht immer gelingt selber über die Lehre.
00:10:21: Also es ist jetzt keine Frage dieser Hochschule, sondern grundsätzlich ob wir wirklich so aufgestellt sind dass uns das gelingt über die Lehre und ob die Haltung und Einstellung von Studierenden auch immer diesbezüglich funktioniert.
00:10:34: Das heißt da sind wir dann eben weg von der Motivation.
00:10:37: kommen hier zu einer Fragestellung der Haltung aber auch der Eignung.
00:10:42: Und wer nicht bereit ist zu reflektieren, wer nicht bereit ist sich sozusagen diesen Müser halt zu ergeben sich damit zu beschäftigen, dass es auch anspruchsvoll ist in der sozialen Matze wirken hat aus meiner Sicht keine genügend Eignung dieses Studium zu absolvieren.
00:10:59: Da ist ja dann der Teil wo man den Spannungsbogen sicher am Schluss von dem Fachspreuch noch einmal schliessen.
00:11:04: Wo sind denn die Punkte, die zu diesen psychischen Belastungen führen?
00:11:10: Bis zur Krankheitsbildung, bis zu Situationen, in denen jemand aus dem Beruf rauskommt.
00:11:18: Weil er einfach die belastenden Momente nicht mehr ertragen kann.
00:11:21: Ich komme noch mal zurück.
00:11:22: Du hast die drei Punkte erwähnt, der dritte Punkt, wo du gesagt hast, das für mich sehr erleuchtend ist und ich würde aber von dir gerne hören, wie es in deinen Differenzierungen ist.
00:11:33: Nämlich so ... die strukturelle Bedingung, wo Sozial- und Arbeitssozialpädagogik stattfindet.
00:11:39: Ich zeig noch etwas
00:11:40: dazu.
00:11:40: Gerne!
00:11:43: Wir haben ja vielfältige Arbeitsfelder, Praxisfelder.
00:11:47: Die haben jeweils eigene Rechtsgrundlage und Strukturen
00:11:51: usw.,
00:11:51: aber trotzdem gibt es eine Ähnlichkeit in der Belastungssituation.
00:11:54: Das sehen wir durchaus im vielen Arbeitssettings.
00:11:59: Und möglicherweise ist es einfach nochmal deutlich zu prüfen Es hat sich was verändert in der Sozialgesetzgebung, es ändert sich permanent etwas Durchstrukturierung von Maßnahmen, der gewollten Dimensionen von Wirkung.
00:12:18: Die aber nicht valide.
00:12:19: dann auch abgebildet wird wie man es machen könnte und die Verantwortung für das Gelingen wird der einzelnen Fachkraft zugeordnet.
00:12:29: Der einzelne Sozialarbeiterin, Sozialpädagogen in ihrer Verantwortung mit Klientinnen was zu tun sind aber ganz andere Rahmenbedingungen die sich da erschweren.
00:12:39: Wir haben heute ganz andere Verwerfungen in der Gesellschaft, wir haben höhere Fluchtbewegung und Armutsdimension.
00:12:46: Die soziale Ungleichheit wächst.
00:12:48: Das heißt die Belastung für unsere Klientinnen und Klienten wächst an und damit aber auch die Komplexität, die auch wiederum durch soziale Arbeit bearbeitet wird.
00:12:58: Gleichzeitig haben wir aber nicht zwingend immer die Arbeitsbereiche und Arbeitgeber, die das in den Blick nehmen zu überlegen, wie können wir hier über eine fachliche Weiterentwicklung, eine Professionalisierung unserer Mitarbeiter fördern und schulen?
00:13:15: Wir sehen das in vielen Settings, dass man eher auf Fluktuation setzt.
00:13:19: Also dass man sagt okay mehr nach drei Jahren ausgebrannt ist der geht, kommen ja immer wieder welche nach.
00:13:23: Das ist ja nicht sozusagen unser Problem.
00:13:25: jetzt aber ein Verbindung mit dem Fachkräftemangel.
00:13:28: müssen die Träger in Zukunft anders agieren.
00:13:31: Ja da ist schon auch so ein Teil wo ich mal überlege wie und in welcher Form die Grundlagen der Arbeitssättung sind, den Mitmärkungen über diesen Menschen, die im Unterstützungs-Kontext sind oder unsere Expertise brauchen, auch von dem profitieren können.
00:13:49: Man weiss ja, dass dort, wo diese Grundlagen nicht gegeben sind, immer mehr Menschen werden, die in Betreuung, Beratung und Begleitung verwaltet sind, administriert.
00:13:59: Das ist ein Gefahr, das dann bei den Adressaten der sozialen Arbeit ankommt Bevor wir den Link machen, wo die Entwechselwirkung zwischen den Adressaten ist.
00:14:11: Da können ja Kinder und Menschen mit der Behinderung, mit dem Verhaltensmuster sein.
00:14:16: Ich möchte noch gerne mit ihr uns auch nachher an psychische Gesundheit.
00:14:22: Das ist auch so etwas, das fast inflationär überall aufgelobt ist.
00:14:27: Ich würde gern dich fragen, was sind denn Indikatoren von einer psychischen Gesundheit?
00:14:32: Gibt es da ... Kann man hier ... Da kann man überhaupt das irgendwie rahmen, was man denn meint unter der psychischen Gesundheit?
00:14:41: Also jetzt gibt es verschiedene Wege wie wir da rangehen.
00:14:47: Man könnte eine medizinische Logik ansetzen also ein biomedizinisches Modell sag ich mal.
00:14:53: dann haben wir quasi den Zugang auch in einer klassische psychiatrischen Versorgung.
00:14:58: Das wäre eine Perspektive.
00:15:01: Das ist aber gar nicht für uns in der sozialen Arbeit der einzige Weg, um das nochmal vernünftig zu prüfen sondern es geht ja auch über die Frage gibt es noch weitere Erklärungsmodelle und so weiter, die dazu führen also Stress-Vulnerabilitätsmodelle oder andere Aspekte, die da bei der entstehenden Rolle spielen?
00:15:17: Eins ist klar Der Zusammenhang zwischen sozialer Unterstützung, sozialer Koalition und der Entstehung von psychischen Störungen scheint im Moment eine ganz wesentliche Frage zu sein.
00:15:29: Das heißt Menschen die vereinsamen, die alleine ihre Sachen bewältigen müssen, die nicht mehr die Unterstützung haben aus dem Kontext ihrer Familie, aus dem Freundeskreis, aus ihrem Ehrenangehörigen, die haben ein höheres Risiko, psychische Erkrankungen zu erleiden der Gesellschaft, die Wignungsstatus aber immer mehr Menschen nicht mehr in sozialen Bezügen in der Form leben.
00:15:51: Das ist ganz deutlich.
00:15:53: Quantitativ
00:15:54: nimmt manche Menge zu?
00:15:57: Ja.
00:15:58: Nimmt sie auch qualitativ, also von der qualitativen Frage zu?
00:16:01: Na ja das verlagert sich!
00:16:03: Also die Verbindung in Strukturen, in soziale Netzwerke verändern sich.
00:16:11: Das kann man ja ganz klar auch anhand von Zusammenhängen zwischen psychischer Störung und sozialer Unterstützung.
00:16:19: Es gibt ja ganz viele Studien, die das auch belegen nochmal darstellen.
00:16:23: Also der soziale Faktor, die soziale Dimension spielt also eine relativ große Rolle bei der Frage ob psychisch Krankheiten und Störungen, in welchem Ausmaß auch immer entstehen.
00:16:36: Also das ist nicht nur eine genetische Disposition oder es ist nicht nun eine psychische bewältigungsfehlende Bewältigungstrategie oder Kubingsstrategies sondern es geht um soziale Dimensionen.
00:16:47: Und die sind gerade für uns in der sozialen Arbeit relevant weil wir ja auch quasi diese soziale Koalition diesen Zusammenhalt normativ im Blick haben.
00:16:57: Das ist ja auch die internationale Ausrichtung der International Federation of Social Work.
00:17:02: Die sagt das ja ganz klar, dass der soziale Zusammenhalt eine ganz wesentliche Zieldefinitionssozialerarbeit ist und das ist das was tatsächlich auch durch soziale Arbeit geleistet wird in der Praxis.
00:17:15: Probiere die nochmal festzunageln.
00:17:17: wenn ich jetzt jemandem erkläre wo nicht aus dem Fachbereich Soziale abekommt gibt es allgemeingültige allgemein zugewiesene Kriterien was unter psychischer Gesundheit überhaupt verstanden wird.
00:17:32: Ja, also du kannst dich jetzt dann, wenn du konkret werden willst in diese Definition, da kann man über die Weltgesundheitsorganisationen oder WHO-Definitionen gehen.
00:17:42: Was ist Gesundheit?
00:17:44: Was ist Krankheit?
00:17:45: Das ist psychische Gesundheit und da kommst Du immer wieder auf die Spur biopsychosoziales Verständnis.
00:17:52: Oder du kannst das auch einordnen über eine Gesundheitssystemlogik.
00:17:57: Dann arbeitest du aber mit Klassifikationen, zum Beispiel ICD-X oder ECD-I.
00:18:02: Also wo man Symptom orientiert über Diskription beschreibt?
00:18:06: Was gibt es für die und die Störungen für Symptome, die man dann zuordnet?
00:18:13: Das ist sozusagen auch die Grundlage für die Zuordnung in die Hilfesysteme.
00:18:18: Ja
00:18:19: oder ich frage so genau... Und dann auch für unsere Logik greifbar und abhandelbar.
00:18:32: Nämlich die Frage, was muss ich machen?
00:18:34: Woran merke ich, woran merkt mein Partner oder das Umfeld, dass ich psychisch gesund bin?
00:18:40: Dass ich stabil unterwegs bin, dass Ich tragend bin, leistungsfähig bin ... Das sind Bezüge, wo man sagen kann, wann muss ich tun, damit ich wieder leistingsfähig war.
00:18:50: Ja, genau.
00:18:50: Also da drehst du das jetzt um?
00:18:55: Was helpe ich denn gesund?
00:18:56: Da werde
00:18:57: in den Höchststreet!
00:18:59: Das ist auch ziemlich raffiniert gerade zu drehen aber in Richtung... noch mal was hält den Leuten psychisch gesund?
00:19:06: Aber bevor man das macht muss man ja auf die andere Seite kennen.
00:19:09: also die Frage was sind denn die Belastungssituationen?
00:19:12: und wenn ich weiß dass zum Beispiel soziale Isolation ein Problem ist dann ist ein Aspekt wenn ich merke Isoliere.
00:19:21: Wenn ich merke, dass ich isoliert werde von anderen weil psychische Störungen ist auch häufig geworden mit Stigmatisierung und mit Ausgrenzung.
00:19:30: Das sozusagen geht von zwei Seiten aus.
00:19:33: dann gibt es einen Hinweis wenn Menschen leiden, wenn sie subjektiv leiden und sagen ich habe ein Leidensdruck und ich fühle mich nicht mehr wohl und das geht ihr um Wohlbefinden was mich in meinem Alltag behindert.
00:19:45: Dann ist es ein Hinweis darauf, dass da möglich was Unterstützungsbedarf notwendig ist.
00:19:51: Und jetzt bleibe ich noch einmal bei dir.
00:19:53: Wenn man jetzt so definiert sei das über die WHO oder die Klassifizierungen ... Was sind denn diese Symptome?
00:20:01: Was sind die Symptomatiken, die ein Stück weit benannt worden sind?
00:20:05: Was bedeutet dann für mich, der im Fall von der sozialen Arbeit tätig ist und ich nehme an mir solche Symptomen
00:20:15: wahr?
00:20:16: Also ich kann nicht mehr schlafen, ich habe Angst wenn ich zur Arbeit gehe.
00:20:20: Ich führe mich vor bestimmten Standortbestimmungen, vor Einzeldienst wo ich habe, vor Situationen von Teamsitzung wo es war oder du merkst also das ist ganz stark
00:20:31: so.
00:20:31: Wobei sozusagen du da den Grauzhunder ansprichst.
00:20:34: also nicht alles was du beschreibst automatisch geht jetzt in psychische Störungen oder sowas.
00:20:39: aber es gibt Belastungsmomente die man merkt.
00:20:42: die kriege ich jetzt nicht mehr bewältigt.
00:20:45: Also muss ich mir überlegen in meinem Job, wer sind jetzt meine richtigen Ansprechpartner und habe den Mut?
00:20:50: Habe ich den Zugang das mal zu öffnen.
00:20:54: Nicht im Team zwingend aber... in der Gesundheitsversorgung.
00:20:58: Also ich bin auch selber jetzt in der Situation, mir da Unterstützung zu
00:21:01: wollen.".
00:21:02: Das ist im Übrigen eine völlig normale Geschichte weil psychische Störungen sind epidemiologisch so bedeutsam dass wir sowieso in irgendeiner Weise häufig in einer Familie oder einen Bekanntenkreis damit zu tun haben.
00:21:15: Ja also niemand wird von uns sich ernsthaft darüber aufregen wenn ein Kollege eine Grippe hat sich ein Bein gebrochen hat, das wird niemand interessieren.
00:21:25: Aber die psychische Störung ist schon eine Geschichte von.
00:21:27: sofort wird gefragt wo war die Belastung?
00:21:31: Was hast du nicht auf die Reihe gekriegt?
00:21:33: Wo warst du nicht gut noch resilient aufgestellt?
00:21:36: und so weiter.
00:21:36: also diese Zuordnung von Verantwortung über psychischen Störungen ist relativ schnell gegeben.
00:21:41: Noch schlimmer bei Sucht und Abhängigkeit da wird ja noch ne Charakterschwäche ausgemacht quasi was natürlich totaler Unsinn ist.
00:21:49: Ja, der psychische Störung ist nichts anderes wie eine somatische und es betrifft viele Menschen.
00:21:54: Und wenn ich es merke... Ich gehe doch auch mit einer anderen Erkrankung, mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt oder zu Zahnärzten.
00:22:01: Damit habe ich kein Problem.
00:22:03: Und da tun wir uns merkwürdigerweise schwer.
00:22:06: Mit der Sorge entstehen daraus Folgeprobleme die ich jetzt noch nicht übersehen kann.
00:22:12: Ich komme nochmal ganz zum Anfangsdruck wo du gesagt hast, uns fehlen eigentlich auch wirklich diese gute Zahlen oder die wissenschaftlich beleiten Zahlen hinsichtlich, warum und in welcher Form entstehen welche Störungen oder drinnen welche psychischen Belastungen.
00:22:28: Jetzt meine Frage.
00:22:30: Gibt es keine Zahlen, die feststellbar sind, dass z.B.
00:22:33: im Bereich der sozialen Nebenfälle von den Handlingsfeldern zum Beispiel die Krankheitsthege stärker geworden sind?
00:22:39: Und diese Krankheitsteige in einen Kontext oder in einer Kausalität gebraucht worden ist, wären dann nicht Zahlen, wo wir sagen könnten ... Ein abrufbarer und belegender Stück weit.
00:22:50: Das belastende Moment in dem Handlungsfeld, den Brustfeld ... Wo man möchtet?
00:22:54: Ja, es gibt die Zahlen der Werbsunfähigkeits-Tage oder der AU-Tag.
00:22:59: Also wo Menschen sozusagen nicht arbeitsfähig sind.
00:23:02: Da gibt's ja über die Krankenversicherung Statistiken und es gibt in vielen Ländern also quasi über die Krankenversicherung das abgebildet wird.
00:23:10: Interessanterweise ist beim Thema Burnout die soziale Arbeit als Berufsgruppe, als Professionszugang relativ weit oben.
00:23:17: Also da haben wir Daten!
00:23:19: Aber nicht qualitativ.
00:23:20: Also wir wissen nicht genau, was sind denn am Ende in der Komplexität des Alltags die Belastungsmomente?
00:23:27: Wir haben quantitative
00:23:29: Zahlen.
00:23:29: Wir können aber nicht genau sagen, was ist die elementare Bestandteile und es werden keine einzelnen Faktoren sein und das wird ein Zusammenspiel von Unzufriedenheit, hohen Belastungen oder einer hohen Empathie, die auch Folgen hat immer mit den Leuten mitspielen und mitzuschwimmen.
00:23:49: Emotional hat auch ein Belastungsmoment, auch zu sehen permanent dass ich in Klienten klären habe.
00:23:56: In schwierigen Lebenssituationen das macht ja auch was mit mir.
00:23:59: Und dann hab' ich möglicherweise noch einen Trigger Zuhause, dass die Familienstruktur nicht so richtig optimal läuft, dass ich vorgesetzt hab', die da auch irgendwie nicht so wirklich mitspielten.
00:24:08: Unten Collegium war's irgendwie auch nichtens... einen richtig guten Zusammenhalt bietet.
00:24:14: Also da kommen die Sachen zusammen und ich glaube, es geht eher darum in Zukunft zu überlegen wie müssen sich die Einrichtungen so aufstellen dass sie auch gesundheitsförderlich für ihre Mitarbeiterinnen mit dabei sind?
00:24:25: Und jetzt mache ich nochmal ein bisschen oder den Link Ich weiss aus Coachings von Kadermitgliedern wo sagen ich merke das meine Mitarbeiter sicher stückweit schwierige Berufssituationen entziehen.
00:24:42: Zum Beispiel Krankheitsdeck, wo man sagt, ich bin krank und sie wissen genau auch am nächsten Tag in einem schwierigen Dienst eine schwierige Prüfsituation.
00:24:53: oder dass sie sagen, sie stellen darauf fest, dass sie nicht mehr proaktiv präsent sind sondern sich zurückzieht.
00:25:02: Sie erleben solche Situationen und das war schon spannend für sie.
00:25:07: die Bewältigungsstrategie um mit solchen belastenden Momenten umzugehen.
00:25:13: Ist das ein Teil, was wir sagen können?
00:25:16: Da müsste man berücksichtigen, wenn es um diese Situation geht.
00:25:20: Irgendjemand macht's denn noch?
00:25:22: Also irgendjemand ist dann da!
00:25:25: Und dafür führt wieder zu einer Kommunation von Belastendemonten.
00:25:30: Aber die Frage wird dann sein ... Was ist die Strategie?
00:25:34: Die Strategie damit umzugehnen professionell Und die einen Denkfehle, den wir häufig haben in dem Psychosozialen Arbeitsfördernis.
00:25:43: Dass das runtergebrochen wird auf die Person, die es betrifft.
00:25:46: Also dass wir sagen jetzt kriegst du noch ein bisschen Coaching und dann kriegste noch mal eine Stunde Supervision und dann machst du ein bisschen Sport und dann gehst du... Machst eine gesunde Ernährung und dann fährst du in Urlaub und gehst wandern und dann achtest du mehr auf dich diese Achtsamkeitsdimension Die verleiht dazu die Rahmenbedingungen nicht mehr im Blick zu nehmen.
00:26:05: Also die Leute kommen ja nicht nur in diese Situation, weil sie persönlich das nicht auf die Reihe kriegen.
00:26:09: Das ist ja gar nicht nur das Thema und das ist möglicherweise auch gar nicht das große Thema sondern wie sind die Settings?
00:26:16: Wie sind die Arbeitsbedingungen oder die Rahmenbedingung?
00:26:19: Und da ist sozusagen der Organisationsgrad der Kolleginnen und Kollegen das zu formulieren, Forderungen zu stellen natürlich relativ gering.
00:26:27: aus meiner Sicht aus einer Kontext der gesundheitsbezogene sozialen Arbeit geht es auch darum die die Rahmen bedingungen stärker zu beforschen, zu überlegen was bedeutet das im Kästbereich oder in der Arbeit mit behinderten Menschen oder einer Sozialpsychiatrie tätig zu sein.
00:26:45: Mit diesem Arbeitsumfeld, mit diesen Belastungen und so weiter.
00:26:49: also da brauchen wir mehr Zugänge.
00:26:51: Und jetzt sprich ich natürlich etwas an.
00:26:53: und jetzt sind wir im Jahr zwanzig, fünfezwanzig und merken und wissen und erfahren und gehören von überall her ein Sparprogramm Sparprogramm in die Bildung, im sozialen Arbeit.
00:27:04: Und da wo du sagst, impliziert ja ganz klar wir brauchen auch Ressourcen zum Dachwünnen entsprechend aufzufangen.
00:27:12: Wir brauchen personelle Ressource, strukturelle finanzielle Ressen und diese haben wir nicht.
00:27:17: Die haben wir noch nicht weil wir uns nicht darum gekümmert haben.
00:27:19: ich weiß nicht wie hoch der Forschungsanteil von Einrichtungen Trägern ist sozusagen die sich da auf dem Weg machen.
00:27:28: Plizite, Nachteil von Fachhochschulen und auch von Kontextsozialarbeit ist im Vergleich zu Medizin oder Psychologie.
00:27:33: Weil wir Gesundheitsdimensionen betrachten.
00:27:35: Wir haben bestimmte Töpfe nicht die wir nicht anzapfen können.
00:27:38: Ja wir haben strukturelle Benachteilung in der Drittmittel-Einwerbung.
00:27:42: Wir habe nicht die Zugänge nach Pharmaindustrie zum Beispiel ob man es will das eine andere Frage aber uns fehlen die Ressourcen die Mittel um auch diese Sachen auf den Weg zu bringen.
00:27:51: Das können wir aus den Bordmitteln der Hochschule nicht gestalten.
00:27:55: Die Träger haben möglicherweise gar nicht das Interesse daran, was zu verändern.
00:28:00: Weil es natürlich auch kolossale Strukturveränderung mit sich bringen würde.
00:28:05: Zum Beispiel Master-Absolventinnen und Absolventen der Hochschulen sind kaum substanziell eingebohnt in den Trägern bei den Anbietern Und er wird überhaupt nicht darüber nachgedacht, was die für Benefit hätten in der Entwicklung von Einrichtungen zum Beispiel.
00:28:19: Also wir haben einen Ein durcheinander, eine Grauzone in der psychosozialen Versorgungslandschaft weil die Profession nicht sauber beschrieben sind.
00:28:30: In ihren Fähigkeiten Aufgaben und Zuständigkeiten.
00:28:34: Und da wo du jetzt beschreibst dir die Sparmaßnahmen umgleitet auf Bildungsorganisation von einer Fachhochschule.
00:28:45: aber das Gleiche betrifft ja auch die Leistungersteller oder wie die Einrichtungen, die Sozialdienst.
00:28:51: Die sind ja auch ganz massiv in den Spark-Konzepten mitgedenkt.
00:28:56: und wenn dort der gleiche Spardruck ist, dann sagt noch oft jemand zu umkühlen auch diese Settings, die Arbeitssettings zur Verfügung stellen, die nicht zu belastenden Momente führen.
00:29:09: Die können wir nicht, weil unsere Ressourcen fehlen.
00:29:11: Wir können keine zwei Ausbildende ... Und wir können nicht einmal ein Master ... Anstelle, wie sollen wir denn das sagen?
00:29:18: Ja aber das Bild was du zeigen ist ja quasi wie so ein Naturgesetz.
00:29:21: Also das Spanen ist ein Naturgesetz.
00:29:23: was jetzt kommt.
00:29:24: Das sind politische Entscheidungen und entscheidende Menschen.
00:29:28: Was ist zu tun?
00:29:29: also ich muss doch in irgendeiner Weise aus der sozialen Arbeit mal rauskommen aus dieser Opferhaltung hin zu einer Fragestellung Gestaltung.
00:29:36: Wo sind die Verbände wo sind die Fachverbände um auch noch mal substantiell zu argumentieren Belegen mit Forschungszugängen, mit einer Evidenzfragstellung.
00:29:49: Was denn am Ende soziale Arbeit für einen Einfluss hat?
00:29:52: Für ein positiven Einfluß um am Ende möglicherweise auch Gelder einzusparen durch eine gute Versorgung.
00:30:00: Das schließt sich ja nicht aus.
00:30:01: Eine hohe qualitative Versorgungen auch Folgen für eine Nachhaltigkeit in der Versorgungslandschaft.
00:30:08: Und das wird nicht gesehen, weil viele Entscheidende – und das würde ich jetzt einfach einmal darstellen – den Zugang nicht gefunden haben zu den Inhalten die soziale Arbeit erbringt.
00:30:19: Das heißt, die Brücke fehlt.
00:30:21: Das hängt damit zusammen, weil wir gewerkschaftlich allgemein in einer sozialen Arbeit schlecht organisiert sind.
00:30:27: Das ist die eine Dimension!
00:30:31: international in der Schweiz, in Deutschland und Österreich relativ schlecht aufgestellt sind im Bereich von Evidenzorientierung.
00:30:39: Also wenn ich jetzt... Beispiel ich mache gerade was zum Thema Krebs, Onkologie- und soziale Arbeit und habe eine Arbeitsgruppe und wir checken grade weltweit die Evidenzen für psychosoziale Beratungsleistung und sozialer Arbeit.
00:30:51: Da finde ich in China mehr ein Sozialarbeitsforschung als bei uns!
00:30:56: Wie kann das sein?
00:30:58: Ja, also warum ist das hier substanziell und strukturär nicht aufgebaut?
00:31:03: Das heißt um Einfluss zu nehmen sag ich mal fachpolitisch brauchen wir auch eine Argumentationslinie.
00:31:09: Und die Argumentation ist Forschungsbasiert und dann bin ich mir ganz sicher dass auch Entscheidende einer Kommunalpolitik, in der Kantonspolitik.
00:31:21: In der kantonalen Zuordnung und der Bundespolitik, da möglicherweise beeinflussbar sind im Sinne von wir machen mal einen anderen Weg?
00:31:27: Ja.
00:31:28: Weisst du, hier bin ich wirklich bei dir und würde jetzt eher sagen, dass ich nicht aus den Opfer rohe argumentiere, sondern ich auch Realitäten erlebe.
00:31:38: Und ich finde die Realitäten, die man beinahe.
00:31:40: Wir müssen sie klar benennen, wir wollen hier innen vielleicht auch den Referenzkamen benennen.
00:31:46: Warum ist die Realität, wo wir jetzt leben?
00:31:49: In diesen Einrichtungen und Leistungserstellern oder bei denen, die da drin sind, diese arbeitende Basisarbeit machen?
00:31:57: So!
00:31:57: Und jetzt stellen wir fest, dass wir wissen, was man machen muss um die psychischen Belastungen von diesen Leuten, die in diesem Bereich arbeiten können minimieren.
00:32:08: Ich rede nicht mehr ganz aus.
00:32:12: Aber da, wo wir wissen, können wir nicht entlang von den Ressourcen machen, die wir jetzt dafür verdient
00:32:17: haben?
00:32:18: Also ich sage mal so – das ist alles belegt!
00:32:21: Wie psychische Störungen entstehen, der Zusammenhalt mit biopsychosozialen Dimensionen ist relativ gut dargestellt.
00:32:29: Es gibt sozusagen einige, also wichtige Studien noch mit höchster Güte die das darstellen.
00:32:37: Die WHO benennt das.
00:32:39: Die Ausrichtung der Gesundheitspolitik in der Schweiz ist in die Richtung fokussiert und trotzdem gelingt es nicht am Ende des Hebels das so umzustellen dass es sozusagen
00:32:50: auch
00:32:52: Arbeitsbedingungen, Rahmenbedingung gibt, dass Menschen damit gut leben können, gut arbeiten können.
00:32:58: Da, wo wir einspannen werden hat das unbedeibbare Folgen für die Fragestellung der Menschen, die es betrifft.
00:33:04: Alleine in der Sozialpsychiatrie wenn du da den Sparhebel ansetzt in einer psychiatrischen Versorgung dann hast du am Ende möglicherweise in Zuwachs zehn Jahre später im Kontext von Obdachlosigkeit vor Nichtversorgen.
00:33:18: ist das gesellschaftlich gewollt?
00:33:20: Macht das Sinn?
00:33:21: Also, wir denken Menschen so was zu entscheiden, frage ich mich.
00:33:25: Das macht mich auch ein bisschen an der Stelle wirklich wachsam, weil ich denke, dass wenig nachhaltig wird dann entschieden.
00:33:33: Absolut!
00:33:34: Da rennst du doch bei mir auf die Türe rein.
00:33:36: oder ich weiss, wenn man im Sozialkrat zwischen Kontext probiert einsparen hat noch nicht mehr Kuttbereich... unglaublichen Nachwerken.
00:33:43: Und das sind ja dem viel dürrige Ansätze und strukturelle...
00:33:47: Stefan, ich gebe dir noch mal ein Beispiel aus Deutschland weil ich da lange gearbeitet habe.
00:33:51: Da gibt es im Sozialrecht des Krankenversicherungsrechts eine Leistung die nennt sich Sozialtherapie oder Soziotherapie.
00:34:01: Soziotherapie also für die Sozialbahn ausgerichtet.
00:34:04: Das wird kaum verschrieben Und man hat damals über, sonst wäre das nicht ins Gesetz gekommen.
00:34:11: Das ist total lange geprüft und auch auf Evidenz und Aufsinnhaftigkeit und habe festgestellt mit dieser Leistung spart man auch an anderer Stelle unglaublich viel Geld ein und es wird nicht umgesetzt.
00:34:21: wieder besseren Wissen so das sind für mich wenn man so will Kunstfehler das sind Handlungsfehler von politisch entscheidenden, wenn man das nicht berücksichtigt.
00:34:32: Das heißt und ein wichtiger Punkt wird sein in Zukunft die soziale Arbeit muss in Gremienarbeit sie muss auch in die Funktion gehört werden bei hearings Sie muss eingebunden werden wenn es um Gesundheitsentwicklung geht.
00:34:44: Auch bei Sparmaßnahmen müssen die Folgen bedacht werden.
00:34:47: Ja und Sparmaßnahmen aufgrund von aktuellen Haushaltssituationen vorzunehmen ohne die Nachhaltigkeit zu berücksichtigend sind für mich fahrlässig.
00:34:57: Ja, ich nehme noch mal auf.
00:34:59: In einem solchen Sitzsatz muss man ja jetzt verbinden oder diese Zuständigen müssen.
00:35:05: da drinnen die Rahmenbüten zum Können dieser Dimension und der Herausforderung angehen.
00:35:12: Jetzt komme ich und sage, es müsste nicht ein Schulterschluss zwischen der Bildung einer Fachhochschule, der Departement Soziale Arbeit oder von mir aus eine Departementsgesundheit mit ihnen verbinden.
00:35:26: Und zwar auf dieser Ebene.
00:35:28: Wir müssen klar anschauen, was da drin ist, Forschungsansätze, die wir genau anschauen müssen, ökonomische Bedingungen und Fachentwicklungen, damit man diese Situation auch nachhaltig können
00:35:43: kann.
00:35:43: Ich sehe das genauso wie du, dass man diesen Schulterschluss genau braucht?
00:35:49: eine bürgerliche Bewegung entwickeln für genau diese Dimension.
00:35:54: Das machen wir ja nicht für uns, es geht ja nicht nur um die Arbeitsbelastung oder es geht auch nicht nur über die Arbeitsbedingungen für die Tätigen in der Sozialarbeit.
00:36:02: das ist ein wichtiger Faktor.
00:36:04: aber wenn das nicht mehr funktioniert dann gibt es Verliererinnen und Verlierern.
00:36:08: das sind unsere Adressaten.
00:36:11: Das heißt, ich habe ein Interesse wenn ich fachlich argumentiere dass wir eine gute Qualität, eine gute soziale Arbeit.
00:36:17: Wenn wir eine fundierte Sozialarbeit entwickeln und uns professionalisieren weiterhin hat das ja dann auch einen positiven Effekt und das ist ein gesellschaftlicher Auftrag.
00:36:27: Wir machen das ja nicht zum Selbstzweck, sondern wir sind hier in einem Sozialstaat.
00:36:31: In einem Rechtsstaat!
00:36:33: Das ist rechtlich kodifiziert dass es hier so passiert und darauf müssen wir sozusagen gemeinschaftlich wirken also in der normativen Argumentation und wir müssen aber mehr Hausaufgaben erfüllen in der sozialen Arbeit und Studien auf den Weg bringen, die das noch mal besser belegen.
00:36:50: Weil das macht es dann in Entscheidern auch leicht zu sagen okay, den Weg können wir nicht gehen weil damit die und die Risiken gebunden sind?
00:36:57: Ja
00:36:59: drei Punkte, wo ich jetzt gerne mit dir noch möchte anschauen oder aussifferenzieren.
00:37:05: Der eine Punkt ist Es gibt ja so Erfahrungswert.
00:37:09: Oder es gibt Leute, die lange im Bereich arbeiten, die in dem Berufsfeld arbeiten, in der Handlungswelt arbeiten, Zum Beispiel haben wir immer weniger Zeit zu verfügen.
00:37:21: Es muss alles schneller gehen, es muss alle schneller sein.
00:37:24: Ich war irgendwo in einer Logik wie das Auslösen von Prof.
00:37:29: Hilf.
00:37:30: Nachhaltigkeit ist fast nicht mehr gegeben.
00:37:33: Mit weniger Nachhaltigkeiten gibt es die Drehdürre-Patienten.
00:37:36: Es gibt Erfahrungswerte, die man fassen kann und in einen Sprach bringen.
00:37:43: Die sind aber nicht wissenschaftlich ... Von dir, den Klang auch von einer entsprechenden Logik.
00:37:49: Wie können wir mit denen Erfahrungswert um?
00:37:52: Ich nehme an Dreieck einen vom Kopf also das sozusagen.
00:37:55: es gibt drei Dimensionen der evidenzorientierten sozialen Arbeit.
00:37:58: Das eine ist der Erfahrungswert.
00:38:00: was du sagst von unseren Kolleginnen und Kollegen Den müssen wir echt mal uns angucken weil er wird häufig nicht ernst genug genommen.
00:38:08: Also ich finde die Erfahrungswerte von Kolleginnen und Collegen Die sind ein unfassbarer Schatz in der Bewertung dessen was angemessen ist.
00:38:18: Warum?
00:38:19: Weil sie über Beziehungsarbeit kommen, weil sie häufig Jahre brauchen mit einzelnen Klienten damit die mal schaffen von einer Bushaltestelle zu anderen zu fahren.
00:38:28: Ja das verstehen andere gar nicht was dahinter an Arbeit ist und wenn man es nicht gemacht hätte werde er sozusagen eine ganz andere Qualität drin.
00:38:36: Das heißt die Erfahrungswerte unserer Kolleginnen dies systematisch zu erfassen ist die eine Medaille oder die eine Seite.
00:38:43: Medaillen hat nur zwei, also ich habe ja drei.
00:38:46: Merkst du, ne?
00:38:47: Also der eine Zugang ist, also das RfHs-Wissen zu bearbeiten.
00:38:52: Das andere wo wir zu wenig wissen, ist participationsorientiert.
00:38:55: was es denn das RFHs Wissen unserer Adressaten zum Beispiel, Adressatinnen in der sozialen Arbeit und in der Sozialpsychiatrie.
00:39:03: Wissen wir da viel?
00:39:04: Also haben wir eigentlich...wissen wir etwas über ihre Lebensführung, was für den gutes Leben ist, was die wollen.
00:39:10: Wie ihr Leben sozusagen organisiert wird sind die eingebundenen Entscheidungen ja.
00:39:15: Sie dürfen in der Einrichtung mit den Scheiben in die Küche gestrichen werden aber wie ihr Lebensentwurf am Ende entwickelt wird das würde ich gerne wissen.
00:39:23: Das wäre die zweite Ebene.
00:39:24: und das dritte und da sind wir wirklich nicht gut aufgestellt ist die Frage der externen Evidenz.
00:39:31: Was ich eben erzählt habe mit weltweiten Studien also mal zu prüfen.
00:39:34: gibt es eigentlich Strukturen oder Erfahrungswerte, die man über kontrollierte Studien auf den Weg gebracht hat.
00:39:43: Und wir haben total viel.
00:39:44: Wir haben total viele Erkenntnisse aber die wird nicht systematisch zusammengetragen.
00:39:48: Das sind die drei Dimensionen wo ich sage würde Joa!
00:39:51: Wir nehmen die Erfahrungs-Werte von unseren Kollegen total ernst.
00:39:56: Wir kombinieren das mit den Erfahrungswerten der Adressaten und das bringen wir in einen Vergleich mit einer Studienlage und wir werden feststellen dass die soziale Arbeit in vielen Arbeitsfeldern trotz dieser niedrigen Umständen der total gute Arbeit leistet, total bedeutsam ist als gesellschaftlicher Kitt.
00:40:17: Ohne sozialer Arbeit wäre ich in vielen Arbeitsfeldern völlig... Katastrophe angesagt.
00:40:23: und die machen es trotzdem, die Kollegen.
00:40:25: Und sie lassen sich trotzdem drauf ein und das zollt uns hohen Respekt.
00:40:30: Wir müssen aber das auch zurückspielen den Kolleginnen und Kollegen in der Praxis, auch den Studierenden.
00:40:34: Das ist nicht nur ihre Verantwortung ist gut arbeiten zu können sondern das sind politische Rahmenbedingungen und auf die müssen wir Einfluss nehmen so wie du sagst über Verbände in der Kombination mit
00:40:46: Hochschulen.
00:40:48: Der zweite Punkt, den ich mit dir noch ausdifferenziert anschauen möchte.
00:40:52: Wir haben hier ganz kurz besprochen und gesagt, da findest du, machen wir nochmal auf.
00:40:57: Warum müssen wir investieren in die Ausbildung?
00:41:00: In die Bildungssituationen von zukünftigen Fachleuten im Bereich der sozialen Arbeit?
00:41:06: Sozialpädagogik, was müsste man machen?
00:41:09: Also wenn man das Gerügel umentwickelt, wenn man Bedingungen zur Verfügung stellt ... Zulassungen, wie du sagst.
00:41:18: Was wollen wir machen?
00:41:19: Damit wir in Zukunft diesen Moment, der so belastend sein könnte und vielleicht ich meine, dass sie sogar noch verschärft werden, was müssen wir in der Ausbildung im Bett schlanken?
00:41:33: Ich bin ziemlich jetzt mal auf, die Sasser hat noch etwas veröffentlicht zum Thema Qualifikationsdimension oder es gibt das international.
00:41:42: Es ist Ausrichtung gebt.
00:41:43: was ist denn nötig am Ende?
00:41:45: Ich glaube es gibt ein paar Punkte die man benennen muss.
00:41:47: ich glaube wir müssen sehr viel Wert darauf legen dass die Leute hier gut rausgehen und zwar qualitativ mit der hohen Friedenheit im Sinne von sie können was.
00:41:55: Darf ich ganz kurz aufhauen?
00:41:58: Ich sage immer, eines meiner Statements ist unsere Ausdreizqualifikation.
00:42:01: Unsere Ausdrehkriterien müssen auch ausfällig sein an die Dritzkriterie der Brüssen.
00:42:07: Wo sieht es aus?
00:42:09: Da wäre so ein... Hätte
00:42:11: ich gerne selber gesagt aber das ist okay.
00:42:15: Danke vielmals!
00:42:19: Aber genau das ist der Punkt.
00:42:20: Das heißt wir müssen ja überlegen wie gehen die Leute raus?
00:42:24: also nach drei Jahren und nochmal ganz klar realistisch auch realistische einschätzen.
00:42:28: Ich mache ihn Bachelor, drei Jahre oder sowas... Und dann werde ich in einem Arbeitsfeld gegeben wo ich mit hochkomplexen Fragestellen, wo ich Psyologinnen und Ärzte sind alle schon seit Jahren die Zähne ausgebissen haben an dem Fall und jetzt komme ich mit Dreiundzwanzig und soll das lösen?
00:42:43: Das Problem ist nicht realistischer!
00:42:45: sondern was ist realistisch, um hier gut rauszugehen und ich glaube wir sind da gut auf dem Weg aber es ist immer Luft nach oben.
00:42:53: das heißt eine Handlungsautonomie.
00:42:54: Eine totale Sicherheit in dem was ich tue mit den Methoden, mit den Theoriebezügen dass sich begründen kann was ich tu also fachlich gut aufgestellt wird macht zufrieden Es macht sicher Das bringt mich in der Selbstwirksamkeit die Gut ist.
00:43:08: So Und nicht immer die kritische Frage stellen Was ist denn, was fehlt in der sozialen Arbeit?
00:43:14: oder warum ist sie unprofessionell?
00:43:16: Oder warum hat sie ein Technologiedefizit oder was weiß ich.
00:43:22: Das bringt ja die Studierenden nicht weiter.
00:43:24: am Ende um selbstwirksam und auch mit dem Selbsthörerssein gut in die Praxis zu gehen.
00:43:31: So dass es eine das andere ist.
00:43:32: wir müssen möglicherweise überlegen wie kriegen wir hier auch
00:43:36: eigene
00:43:37: Gesundheit mehr an den Blick?
00:43:38: also Selbstfürsorge die Themen, die notwendig sind um in meinem beruflichen Alltag mich gut aufzustellen.
00:43:47: Auch deutlich zu machen Empathie heißt nicht dass es deine Probleme sind sondern Empathia heißt ich gehe ein Stück weit mit um die Sachen sozusagen auch nachvollziehbar zu gestalten.
00:43:57: aber ich muss Wege finden dann auch da wieder los oder davon wegzukommen in der eigenen psychischen Stabilität.
00:44:04: also wir brauchen Instrumente
00:44:06: um
00:44:07: Gesundheitsfördern zu wirken
00:44:09: um
00:44:09: salutogenetisch zu wirken, um Risikofaktoren abzuwählen und präventiv zu arbeiten.
00:44:15: Das können wir einbinden – wir haben genug Expertise!
00:44:17: Wir haben genügend Kolleginnen und Kollegen, die das draufhaben.
00:44:20: Wir haben ja genügt Optionen, das zu machen.
00:44:23: Wir müssen es aber substanziell in diese leere Stärke einbinnen.
00:44:28: Das haben wir bisher nicht ausreichend an den Fachhochschulen hingekriegt.
00:44:33: Wenn du es so schaffst frei wählen, in einem zukünften Korrektolum?
00:44:38: hinsichtlich der psychischen Gesundheit.
00:44:41: Ja.
00:44:42: Was wirst du für einen Unterrichtsein halt gerne wählen?
00:44:45: Du wärst völlig frei!
00:44:47: Ich bin ja völlig frei... Du wärdest noch freier
00:44:52: als frei Stefan, du könntest jetzt frei wählen, du hast alle Ressourcen.
00:44:56: Genau also...
00:44:57: Wer wär's?
00:44:58: Wenn ich das Thema psychisch gesund hat nehmen und ich nehme das mal, ich gehe mal weiter sondern grundsätzlich Gesundheit und Störung sozusagen mal den Blick nehme, dann brauche ich als Studierende die Idee von was ist denn überhaupt gesundert und was krank hat.
00:45:13: Also ich muss eine Idee kriegen.
00:45:14: wie kann ich es einordnen?
00:45:16: Ich muss mich da aber auch mit Themen beschäftigen wie zum Beispiel Psychopathologie.
00:45:20: also was heißt denn der Depression zu haben?
00:45:23: Was ist in einer Antriebsstörung?
00:45:25: oder was heißen informale Denkstörungen oder so?
00:45:28: und wie kann das mein Leben beeinträchtigen?
00:45:30: Das muss ich ja wissen.
00:45:31: Dazu gibt es Erkenntnis.
00:45:33: Also bezugswissenschaftlich aus der Psychologie, aus der Medizin nochmal zu überlegen aber auch was heißt das Stigmatisier zu sein?
00:45:42: Aus der Soziologie Aspekte zu übernehmen die dort hoch bedeutsam sind?
00:45:47: Das sind Aspekti, das würde ich mir wünschen so etwas einzubinden Aber da nicht stehen zu bleiben, sondern überlegen die Übertragungen.
00:45:55: Wie kann ich das nachher am Ende verbinden mit Theorien und sozialer Arbeit?
00:45:59: Und was heißt das konkret für mich in meiner Aufgabe?
00:46:03: Was ist meine Aufgabe als Sozialarbeiterin hinsichtlich der sozialen Teilhabe, der soziale Sicherung von Menschen, der Navigation vom Mensch in schwierigen Lebenssituationen?
00:46:13: Was heißt es konkret mit so einer Störung begleitet zu werden?
00:46:16: Was heisst das für mich im Grunde auch mich selber zu schützen?
00:46:21: Ich höre da immer wieder von Studierenden den ganzen Schluss des Studiums, dass sie sagen, und wir hätten uns gewünscht ganz konkret um unsere Ansätze mit Krankheitsbildern.
00:46:31: Das ist jetzt auf Rene, wie du gesagt hast, bipolarische Störungen, manisch-depressionen ... Wirklich mal ganz konkret!
00:46:38: Und dann auch Fragen, was sich daraus für mich als möglichen Auftrag generiert?
00:46:44: Was sind hier in ihnen Begegnungsmöglichkeiten oder auch Zugänge?
00:46:50: und der Schwierdetail fällt.
00:46:52: Und jetzt zurück, da wäre er da, wo du wirst in Unterricht sein.
00:46:56: Weil ich das ja an dieser Stelle verbinden kann.
00:46:58: Also ich kenne ja sozusagen bezugswissenschaftliche Perspektiven.
00:47:02: also was ist ICD-X oder ELF?
00:47:04: Was ist DSM?
00:47:06: Was is ne psychische Krankheit?
00:47:07: Ich würde es auch erweitern auf... andere epidemiologische Bedeutung im Erkrankungen wie Krebserkrankungen, Schlaganfall.
00:47:13: Egal was das in der exemplarischen Zugänge aber das miteinander verbinden uns.
00:47:18: jetzt um daraus abzuleiten?
00:47:20: Was sind denn konkret die Beiträge sozialer Arbeit am Ende dass es diesen Menschen im Kontext ihrer Familie in ihrer Netzwerke und die nehme ja mit besser gehen kann.
00:47:32: also was ist das?
00:47:33: die Optimierung Abgrenzung, sag ich mal zur Medizin, zur Psychologie zum Pflegewissenschaften.
00:47:41: Um dann am Ende wieder multiprofessionär gemeinsam zu überlegen – was machen wir damit?
00:47:45: Aber wir haben eigenständige Aufgaben und eigene Zugänge.
00:47:49: Zum Beispiel die soziale Sicherung von Menschen, dass sie überhaupt finanziert werden, dass Sie Alimentierungsstrukturen haben oder einen Zugang zum Arbeitsleben finden.
00:47:58: Wir machen das sonst.
00:47:59: Ganz ehrlich, ist es eine ärztliche Aufgabe?
00:48:01: Glaubt nicht!
00:48:02: Ja die Frage der sozialen Unterstützung also aktivieren Kinder von psychisch kranken Menschen begleiten.
00:48:07: ja wir machten dass doch Sozialarbeit theoretisch alles gut begründet.
00:48:12: Also wir haben genügend Baustellen, theoretische Begründung das zu machen.
00:48:16: aber um das miteinander in Verbindung zu bringen brauche ich in der Lehre mehr Kompetenz, mehr Wissensspekte und zudem was Störungsbilder nicht aus sind.
00:48:25: Ja
00:48:26: und du sagst natürlich etwas und da werde ich in den dritten Teilen, wo ich gerne mit dir noch so ein Abschluss will differenzieren wer macht denn das?
00:48:35: Und es gibt ja Vertreter die sagen ja das ist zukünftig Kehrarbeit Dass das von Freiwilligen gemacht wird, dass da wieder zurückgespiegelt wird in die Familiensysteme.
00:48:48: Also es gibt schon ... Das sind Verwerfungen, die ich gerne mit dir anschauen möchte.
00:48:53: So gesellschaftliche Verwerfen.
00:48:55: So ökonomische digitalen Transformationen, wo ich dich frage, ob das nicht auch einen Einfluss hat?
00:49:08: zum Selbstverständnis und zur psychischen Gesundheit.
00:49:10: Und hat da nicht einen Einfluss oder eine grosse Wirkung in der Steigerung von psychischer Belastungssituationen?
00:49:18: Bis
00:49:18: hin, mehr Krankheiten psychisch bedingt mehr dort drinnen auch Unterstützungsbedarf des Menschen, die psychisch einfach nicht mehr stabil unterwegs
00:49:29: sind.".
00:49:30: Also die Kehrarbeit ist ja Realität!
00:49:35: Es ist ja nicht so, dass sie neu erfunden wird.
00:49:37: Sondern wenn du auch überlegst wie viele Menschen pflegebedürftig sind und wieviel sie im häuslichen ambulanten Kontext versorgt werden durch ihre Angehörigen.
00:49:45: Ja gerade bei älteren menschen die dann ihre Partner in ihrer partner haben Die selber über siebzig sind und die ganzen kehrarbeit leisten
00:49:53: Schwierige oder mit
00:49:55: Absolut Oder psychischen störung.
00:49:58: also das dass die dass die Symptome die folgen aus dieser krankung wenn Angehörige nicht mehr schaffen, den Tag zu strukturieren.
00:50:09: Ja was bedeutet das für einen minderjährigen Kinder?
00:50:12: Was bedeutet es für Partner in ihm?
00:50:13: Familienleben finde ich abenteuerlich.
00:50:16: zu sagen Das ist ein Ersatz ja sondern eher im Sinne von die soziale Arbeit ist hier gefordert eigentlich noch mehr zu investieren um auch Angehöre und die sozialen Umfelde im Blick zu nehmen.
00:50:30: also wir brauchen weniger in Zukunft nur den Blick auf den Fall im Sinne von personenfallbezogene Perspektive, sondern wir brauchen wirklich eine Perspektiv auf den Sozialraum.
00:50:42: Wir brauchen eine Perspective auf das Leben in der Gemeinschaft.
00:50:45: also ich sage mal über hundert Jahre alt in der sozialen, aber diese Perspektiven Mary Richmond, Person and Environment ist unser Spiel Das haben wir drauf da sind wir gut aufgestellt.
00:50:57: und dass es in Zukunft total erforderlich und gleichzeitig Angehörige, Stärken, Empowerment-Strukturen aufbauen.
00:51:05: Menschen in den Situationen bringen selber Entscheidungen zu treffen und deswegen ist so etwas wie Peerbegleitung oder Genesungsbegleitung durchaus total berechtigt.
00:51:14: Da wäre ja auch ein Link.
00:51:15: wieder zurück, die Studium.
00:51:18: Wir haben hier Projekte in anderen Feldern zum Segel Team beim Thema Behinderung.
00:51:23: Super finde ich total bedeutsam!
00:51:25: ... wäre auch viel psychische Störung und für andere Bereiche total bedeutsam, das zu machen.
00:51:30: Aber das ersetzt ja in keiner Weise... ... ärztliche medizinisch-psychologische oder auch sozialarbeiterische Interventionen.
00:51:38: Das ist eine Ergänzung!
00:51:40: Und wie du sagst, dass Risiko wenn man das so einseitig sieht um Kosten zu sparen oder irgendwas anderes,... ...du belastest eigentlich nur die jeweiligen kleinen Subsysteme der Familie ohne nennenswert Vorteil.
00:51:53: Sagt noch jetzt zum Abschluss Gleich noch etwas zu den übergeordneten Transformationsdimensionen, die wir drinstecken.
00:52:02: Wir sind in einer digitalen Transformation und wo mehr als nur eine Veränderung ist, sondern es ist wirklich ein transformiertes Arbeitswelt, ein transformierter Bezirksfragen, ein transformeder Bereich der Finanzen.
00:52:16: Also da drinnen steckt man.
00:52:18: Gibt's hier irgendwo schon ... Bezugswert oder Referenzwert, wo man sagen kann.
00:52:25: Und da merken wir natürlich, dass die psychische Gesundheit wirklich darunter leidet und muss neu definiert werden.
00:52:33: Die wird neu definierter?
00:52:35: Der wird neu definitioniert, es wird auch neue Störungsbilder geben... Die gab es schon nicht, also das wissen wir noch nicht in welchem Ausmaßes passiert.
00:52:43: Eins ist klar, wo die... Es ist sehr deutlich dass wie gesagt sozialer Zusammenhalt eine Rolle spielt.
00:52:49: wenn ich die Welt digitalisiere, ist das quasi über eine andere digitale Struktur.
00:52:55: dann erfolgt Ob das die gleiche Qualität hat bezweifelig?
00:52:59: Was fehlen ja wesentlich zwischenmenschliche Faktoren.
00:53:03: Das heißt auch hier gilt Digitalisierung ist kein Naturgesetz Und die soziale Arbeit wird auch nicht entbärlich sein, weil sie eben nicht über Algorithmen ersetzbar ist.
00:53:13: Sondern es läuft die Beziehungsarbeit im Vordergrund – die vertrauensvollen Beziehung, die Verlässlichkeit und die Begleitung in schwierigen Lebenssituationen.
00:53:21: Das kannst du über andere Strukturen nicht abfangen!
00:53:25: Die psychischen Belastungen werden sich verändern, ob die mehr werden weiß ich gar nicht... Es wird eine neue Justierung geben, möglicherweise hinzu auch der Fragestellung.
00:53:38: Wie viel muss ich eigentlich im Leben entscheiden am Tag?
00:53:42: Über Algorithmen über digitale Welt.
00:53:47: Wie viele Entscheidungsgremien oder Strukturen gibt es für mich in meinem Alltag?
00:53:52: und warum hat das gerade so eine Bedeutung dass Menschen nach drei Stunden ohne Mobiltelefonen unruhig werden?
00:53:59: Also was ist da passiert, dass es nicht mehr möglich ist auf Dinge zu verzichten.
00:54:04: Und das ist etwas wo die soziale Arbeit total wach sein muss und sie muss auch verstehen wie digitalisiert der Welt funktioniert, wie KI funktioniert und Sie muss auch KI mitgestalten also für Informationsweitagaben, für Aufbereitung von Apps und so ist es notwendig die sozialen Arbeit damit proaktiv tätig ist.
00:54:26: Also als Sozialinformatiker meine ich, wir müssen diese Prozesse mitgestalten.
00:54:30: Und nicht reagieren, wenn sie gestaltet sind im Sinne einer Integration, sondern wir müssen ein inklusiver Teil in der Ausgestaltung sein von dem.
00:54:38: Darf ich dich noch fragen?
00:54:40: Ich schaue wirklich auf die Uhr, dass man da ist und nicht ... Wir haben ja oft gesagt, wir könnten Ahenken, Ahenke, Ahingen.
00:54:48: Noch mal ... die Transformationen, in denen wir drin sind.
00:54:54: Jetzt hast du den Digital-Transformationsprozess angesprochen.
00:54:59: Hast du nicht das Gefühl, dass diese Digitalität auch unsere Lebensentwürfe so beeinflusst?
00:55:07: Dass da vor zehn Jahren, falls es psychische Störungen ist, z.B.
00:55:12: Aufmerksamkeit und Aufmerke sein.
00:55:14: Das Spannende im digitalen Kontext nimmt immer mehr ab!
00:55:20: dass auf einmal da, wo früher als Aufmerksamkeitsstörung dort wird einfach den Norm entspricht wie die Digital-Transformation funktioniert.
00:55:30: Also weißt du das es auch.
00:55:30: verschiedene Begegnungen nicht noch hinsichtlich Gesundheit sondern das ist etwas, was vor zehn Jahren als kranke Störung definiert worden
00:55:38: ist?
00:55:38: Ich finde jetzt ... Du hast gesagt, du hast nicht mehr viel Zeit aber jetzt machst du ja gerade selber einen Fass auf.
00:55:44: Also psychische Störungen sind eben nicht in sich geschlossene Objekte, sondern die sind abhängig vom Kontext.
00:55:52: Das heißt, die Ausprägung psychischer Störungen war immer auch ein Abbild der jeweiligen Gesellschaft.
00:55:57: Denkt mal an Hysterie Anfang des neunzehn Jahrhunderts, wo Menschen einfach theatralisch irgendwo umgefallen sind – das gibt es ja heute so gar nicht mehr.
00:56:05: oder dass man irgendwann quasi ... über theologische Strukturen Schizophreniestrukturen erkannt hat und so weiter.
00:56:15: Das ist immer abhängig gewesen von der jeweiligen
00:56:18: Kultur, von den Gesellschaftsstrukturen.
00:56:20: Das wird bei psychischen Störungen nicht anders sein.
00:56:22: Möglicherweise werden einige Störung wegfallen.
00:56:25: Andere kommen dazu.
00:56:26: aber vom Grundsatz her geht es wirklich um die Frage sind Menschen in ihrem Wohlbefinden klar?
00:56:33: Also psychisch sozial und körperlich?
00:56:36: wenn das zusammenkommt die drei Sachen dann sind sie relativ gut aufgestellt auch für die zukünftigen Belastungen.
00:56:42: Ich habe da keine Angst vor, sagen wir mal diese Wege entgegenzugehen.
00:56:47: aber wir müssen Menschen anders vorbei und die soziale Arbeit muss möglicherweise in den Studiengängen sich auch neu justieren und vielmehr auf diese Veränderung über das Change Management die Transformation wie du sagst nochmal Rücksicht nehmen, weil es ist gerade eine immense Veränderung.
00:57:07: Ich glaube seit der industriellen Revolution haben wir das in der Geschwindigkeit nicht mehr erlebt.
00:57:12: und die dieser Wucht und jede
00:57:14: Woche was Neues.
00:57:15: Und das was jetzt auf dem Markt mit KI ist ja im Grund schon alter Hut diese Labors ja schon wie weiterer.
00:57:21: wer weiß ob du grade echt bist
00:57:24: genau mit dem dass ich nicht
00:57:27: echt bin
00:57:28: sondern dass ich wirklich einfach noch ein Spiegelbild bei von langen Jahren innerhalb von diesem Brustfeld.
00:57:37: Stefan, danke für immer, dass du hier bist!
00:57:39: Ich wünsche dir alle physische und psychische Gesundheitsmomente, die du brauchst, damit du das umsetzen kannst, was du uns kritisiert hast – wo ich finde, es ist wichtig – und da können Sie tatsächlich auch hinsichtlich deiner Menschen, die mir begleitet und beteilt.
00:57:53: Danke fürs Gespräch!
00:57:54: Das
00:57:55: war
00:57:57: das Fachgespräch von der Ostdepartement Soziale Arbeit.
00:58:01: Ihr findet die Fachgesprüche auf dem YouTube-Kanal und ihr könnt es dort abonnieren, wenn ihr am nächsten Fachgesproch empfolgt.
00:58:09: Ihr könnt es auch als Podcast loslassen auf Apple Podcast oder Spotify und auch dort abonniert für das nächste Fachgesprecher.
00:58:16: Danke vielmals, dass Sie dabei gewesen sind
00:58:19: und bis zum nächsten Mal!
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