Ein Tausendsassa der Sozialen Arbeit blickt zurück und nach vorne – Fachgespräch mit Stefan Ribler
Stefan Ribler, ein Tausendsassa der Sozialen Arbeit, blickt zurück und nach vorne
Stefan Ribler, ein Tausendsassa der Sozialen Arbeit, blickt zurück und nach vorne
In diesem Fachgespräch der Sozialen Arbeit spricht Stefan Ribler mit Kerstin Bronner über das Konzept der Intersektionalität – also das Zusammentreffen und sich Überschneiden verschiedener Diskriminierungsformen. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich unterschiedliche Diskriminierungsformen – etwa in Bezug auf Geschlecht, soziale Klasse, Herkunft oder Körper – überschneiden und gegenseitig verstärken, anstatt einfach nur zusammenzukommen. Anhand von Beispielen und Praxisbezügen diskutieren sie, welche gesellschaftlichen Zuschreibungen und Bilder wirksam sind und wie diese das Erleben von Betroffenen prägen.
Die Ansprüche an die Fachpersonen der Sozialen Arbeit nehmen immer weiter zu. Damit einhergehend steigt auch die psychische Belastung in der Alltagsbewältigung. Der Fokus der psychischen Gesundheit erhält eine besondere Bedeutung und kommt dabei nicht nur den Fachleuten zugute, sondern hat auch einen unmittelbaren Mehrwert für die Adressat*innen der Sozialen Arbeit. Es geht darum, entsprechende Aufmerksamkeit und wichtige Ressourcen für diese Anforderungen zu gewinnen, und zudem auch die Studierenden in der Ausbildung darauf zu sensibilisieren und die entsprechende Forschung voranzutreiben.
Die Jugendarbeit befindet sich im ständigen Wandel. Durch die zunehmende Digitalisierung werden Jugendliche immer früher mit herausfordernden Themen konfrontiert. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Sozialarbeitende den Jugendlichen begegnen können. Und dies ohne ihre Freiräume einzuschränken, die für wichtige Lernprozesse notwendig sind. Dabei geht es nicht nur darum, Jugendlichen Raum zu geben, sondern auch Räume zu schaffen, die sie aktiv gestalten und nutzen können. In solchen Räumen können Lernfelder entstehen, indem auftretende Probleme gezielt angesprochen und bearbeitet werden.
Digitale Transformation und damit die Schwerpunkte Künstliche Intelligenz, Large Language Model, Chatbots. Inhalte, um die man heutzutage nicht mehr herumkommt. Ein Thema, das darum natürlich auch die Soziale Arbeit stark beschäftigt und verändert. Wie kann man diese neuen Werkzeuge proaktiv und nutzbringend einsetzen, ohne dabei ethische Grundsätze oder Gefahren und Risiken zu vergessen? Welche Entwicklungsansätze und Chancen bringen sie dabei mit sich? Und wie transformiert KI die Gesellschaft weiter, und damit auch den Bereich der Sozialen Arbeit?
Wie können Fachkräfte und Klient:innen der Sozialen Arbeit mehr Einfluss auf Entscheidungen nehmen, die sie direkt betreffen? Mitbestimmung und Selbstvertretung spielen eine zentrale Rolle für gerechte Strukturen und nachhaltige Veränderungen. Doch oft stehen institutionelle Hürden oder gesellschaftliche Machtverhältnisse im Weg. Welche Strategien und Modelle fördern echte Partizipation? Und wie kann Soziale Arbeit Räume schaffen, in denen Betroffene ihre Anliegen selbstbewusst vertreten können?
Hohe Arbeitsbelastung, emotionale Herausforderungen und begrenzte Ressourcen – die mentale Gesundheit von Fachkräften in der Sozialen Arbeit steht oft auf dem Prüfstand. Zwischen Engagement und Erschöpfung stellt sich die Frage, wie ein gesunder Umgang mit Stress und Belastungen gelingen kann. Welche strukturellen Veränderungen sind nötig, um nachhaltige Arbeitsbedingungen zu schaffen? Und wie können Fachpersonen ihre eigene mentale Gesundheit stärken, ohne die Bedürfnisse der Klient*innen aus dem Blick zu verlieren?
Wie steht es um die Männer in der Sozialen Arbeit? Zwischen Stereotypen und wandelnden Rollenbildern ist auch in der Sozialen Arbeit die Funktion von männlichen Fachpersonen stetig im Umbruch. Dabei steht oft die Herausforderung zwischen fachlicher Distanz und menschlicher Nähe im eigentlichen Widerspruch. Wie können sich Männer in der Sozialen Arbeit diesen Aufgaben stellen und dabei die gesellschaftliche Entwicklung mitgehen?
Was ist lebenswertes Leben? In der Ethik gibt es auf viele Fragen keine klare Antwort. Diese Frage sowie die Geschichte der Abwertung von Menschen mit Behinderung und der damit einhergehenden Konsequenzen werden in diesem Fachgespräch vertieft. Was geschieht, wenn Menschen ein Wert in der Gesellschaft zugewiesen wird und welche Rolle spielt dabei der Ableismus?
In der Sozialen Arbeit prallen ethische Grundsätze auf ökonomische Komponenten. Dieses Spannungsfeld bietet die Ausgangslage für dieses Fachgespräch. Wo setzt man den Fokus und in welchen Situationen kann die Ethik unterstützend und wegweisend wirken?
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