Ein Tausendsassa der Sozialen Arbeit blickt zurück und nach vorne – Fachgespräch mit Stefan Ribler
Stefan Ribler, ein Tausendsassa der Sozialen Arbeit, blickt zurück und nach vorne
Expert*innen der Ostschweizer Fachhochschule aus dem Departement Soziale Arbeit unterhalten sich über aktuelle, relevante und innovative Themen im Feld der Sozialen Arbeit. Sie beleuchten fachliche, wissenschaftliche und praxisorientierte Entwicklungen und zentrale Projekte. Sie nehmen Bezug auf konzeptionelle und methodische wie auch forschungsspezifische Dimensionen und diskutieren darin Veränderungsprozesse und konkrete Anforderungen an Professionelle, ihre Handlungsfelder und entsprechende Adressaten*innen.
Die Gespräche sind mit Bild auch auf Youtube verfügbar unter
https://www.youtube.com/channel/UCCgGvY2FQ32Z-dV_4zHh4eg
Stefan Ribler, ein Tausendsassa der Sozialen Arbeit, blickt zurück und nach vorne
In diesem Fachgespräch der Sozialen Arbeit spricht Stefan Ribler mit Kerstin Bronner über das Konzept der Intersektionalität – also das Zusammentreffen und sich Überschneiden verschiedener Diskriminierungsformen. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich unterschiedliche Diskriminierungsformen – etwa in Bezug auf Geschlecht, soziale Klasse, Herkunft oder Körper – überschneiden und gegenseitig verstärken, anstatt einfach nur zusammenzukommen. Anhand von Beispielen und Praxisbezügen diskutieren sie, welche gesellschaftlichen Zuschreibungen und Bilder wirksam sind und wie diese das Erleben von Betroffenen prägen.
Die Ansprüche an die Fachpersonen der Sozialen Arbeit nehmen immer weiter zu. Damit einhergehend steigt auch die psychische Belastung in der Alltagsbewältigung. Der Fokus der psychischen Gesundheit erhält eine besondere Bedeutung und kommt dabei nicht nur den Fachleuten zugute, sondern hat auch einen unmittelbaren Mehrwert für die Adressat*innen der Sozialen Arbeit. Es geht darum, entsprechende Aufmerksamkeit und wichtige Ressourcen für diese Anforderungen zu gewinnen, und zudem auch die Studierenden in der Ausbildung darauf zu sensibilisieren und die entsprechende Forschung voranzutreiben.
Die Jugendarbeit befindet sich im ständigen Wandel. Durch die zunehmende Digitalisierung werden Jugendliche immer früher mit herausfordernden Themen konfrontiert. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Sozialarbeitende den Jugendlichen begegnen können. Und dies ohne ihre Freiräume einzuschränken, die für wichtige Lernprozesse notwendig sind. Dabei geht es nicht nur darum, Jugendlichen Raum zu geben, sondern auch Räume zu schaffen, die sie aktiv gestalten und nutzen können. In solchen Räumen können Lernfelder entstehen, indem auftretende Probleme gezielt angesprochen und bearbeitet werden.