«Krisenhafte Zeiten (2/3): Politik und Systemkritik» – Fachgespräch mit Roman Hugentobler
Shownotes
Aktuelle Krisen, gesellschaftliche Umbrüche und wachsende soziale Ungleichheiten stellen auch die Soziale Arbeit vor neue Herausforderungen. Im zweiten Fachgespräch der Reihe «Krisenhafte Zeiten!? Ist die Zeit für Veränderung, auch für die Soziale Arbeit, gekommen?» spricht Nina Stern mit dem Sozialarbeiter, Fachspezialisten für Sozialraum und Quartierentwicklung und Politiker Roman Hugentobler darüber, was Soziale Arbeit in krisenhaften Zeiten leisten kann und soll.
Wie viel Systemkritik ist notwendig – und wann trägt Soziale Arbeit selbst zum Erhalt bestehender Verhältnisse bei? Und welche Möglichkeiten und Herausforderungen entstehen, wenn sozialarbeiterisches und politisches Engagement zusammenkommen?
Ein Gespräch über Spannungsfelder, Handlungsspielräume und die Frage, wie Soziale Arbeit gesellschaftliche Veränderung mitgestalten kann. Roman Hugentobler beleuchtet die vielfältigen Perspektiven auf eine Soziale Arbeit zwischen Gegenwart, Zukunft, Systemerhalt und Veränderung.
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00:00:18: Herzlich willkommen zum zweiten Fachgespräch von unserer Reihe mit dem Titel Krisenhafte Zeiten ist die Zeit für Veränderung auch für die soziale Arbeit gekommen.
00:00:30: Wir sind hier am Debattement Soziale Arbeit der Ost, der Ostschweizer Fachhochschule.
00:00:37: Ich freue mich auf das Gespräch mit dir, Roman Huggentobler.
00:00:41: Du bist Sozialarbeiter und auch Politiker.
00:00:45: Aber wie was?
00:00:47: Warum?
00:00:47: Wieso?
00:00:48: Verzähl doch kurz, wer bist du, Roman?
00:00:52: Genau, ich bin Roman.
00:00:53: Ich arbeite zwei Fälle in der sozialen Stadtentwicklung als Fachspezialist Sozialraum- und Quartierentwicklinge.
00:01:01: Ich bin nebenbei noch eine Politischstätik, ich bin im Stadtparlament Winterthur für die Alternative Linke jetzt schon seit über sechs Jahren.
00:01:11: Also ein Fachmann der sozialen Arbeit und ein Fachman von der Politik.
00:01:17: Ich freue mich, wenn wir miteinander den Fragen rund um die Rolleaufgaben der soziale Arbeit in krisenhaften Zeiten nachgehen.
00:01:30: Dort fängt eigentlich auch schon die Beobachtung an.
00:01:33: Die Eingangsbeobachtungen der Matthias Weber und ich haben am ersten Fachgespräch gemacht, das wir uns befinden in einer Art Multiplen-Krise.
00:01:46: Wenn man so in die Welt schaut, sehen wir Konflikte, Kriege, bekannte Vergessene.
00:01:51: Wir sehen gesellschaftliche Spanien und politische auseinandersetzige Klimakrisen usw.
00:01:58: Ich denke, wir könnten die Liste fortführen.
00:02:01: Und eben auch in der Predation dieser Lage wäre das eine Art Krise ... Eine Zeit der Übergang von der Transformation.
00:02:12: und Antonio Gramsci, die auch dir gut bekannt ist.
00:02:17: Er hat gesagt, so eine Zeit der Krise ... Das ist diese Zeit, in der das Alte stirbt.
00:02:23: Aber es ist noch nicht auf der Welt.
00:02:26: Es ist eine Zeit des Unklares, ein Stück weit vom Unheimlichen.
00:02:31: Würdest du diese Eingangsbeobachtung, die Diagnose von Krisenhaftigkeit?
00:02:38: Wie siehst du das?
00:02:40: Ich glaube, gerade auf dem Level der Weltpolitik sieht man ganz klar, dass es Kriege gibt, die nötig und unnötig erscheinen, je nachdem wie man das argumentieren will.
00:02:55: Dass es mehr Spannungen gibt zwischen den Nationalstaaten, aber auch in der Bevölkerung, oben gegen unten, aber seitwärts auch wieder ... rassistische Homophobie-Themen plötzlich wieder aufs Baguette kommen, wo man eigentlich das Gefühl hatte in den Anfang zweitausender Jahren.
00:03:16: Das hat man jetzt so etwas hinter sich.
00:03:18: Jetzt sind wir quasi alle farbeblind sozusagen.
00:03:22: und dass es mit einer extremen Polarisierung und Härte wieder zurückkommt, spürt man in der Politik wie auch in der sozialen Arbeit.
00:03:32: Es gibt aber auch Stimmen, die sagen ... Objektiv gesehen, geht es uns so gut wie noch nie.
00:03:40: Wie würdest du dem entgegen?
00:03:44: Ich glaube das stimmt ein Stück weit.
00:03:47: Wir sehen natürlich die Teilung des Richtums, wo immer grässer wird, aber auch die bestimmende Generation in der Schweiz.
00:03:59: Also wir sind eine sehr alte Gesellschaft und wie den älteren Teil ... von der Bevölkerung, die jetzt so langsam Richtung Pensionäre geht oder in Pensioniere kommt.
00:04:08: Ich habe das Gefühl, sie spüren das noch weniger als wenn ich auf die politische Seite schaue, gerade junge Menschen, die die Krise viel mehr gespürt und auch viel aktiver werden wie der politisch war vor zehn bis fünfzehn Jahren.
00:04:26: Im ersten Gespräch ... sind Matthias Lindner auch.
00:04:31: Und ich begreife der Utopie oder dem utopischen Denken nachgegangen, als eine Möglichkeit zu reagieren auf die Krisenhaftigkeit von der Welt.
00:04:43: und dort kam ein Stück weit heraus, dass wir auch unsere Möglichkeiten sind.
00:04:48: Das Gegenstück des Wirklichkeitssinn müssen aktiviert wieder öfter werden sollten auf das, Auch noch möglich wäre, im besten Fall auch besser.
00:05:03: Meine Frage an dich ist, braucht man mehr Möglichkeit sein?
00:05:09: Braucht man mehr utopien- und autobisches Denken in der sozialen Arbeit?
00:05:15: Ich glaube, dass es im popkulturellen Aspekt eher umgekehrt ist.
00:05:21: Man hat gerne Dysstopie und Weltuntergangsgeschichte, die sich eine Person durchschlagen gegen welche Zombiearmee oder irgendwelche Dürren oder was weiss ich.
00:05:32: Und gerade aus einer politischen Perspektive ist es enorm wichtig, positive Zukunft zu planen die gestalterisch und nicht nur in einem ständigen Abwehrkampf ist, sondern dass man auch alternative Lebensrealitäten, die möglich werden, aufzeigt.
00:05:55: Der Mensch tut einen sehr grossen Teil seiner Kultur und meiner Leibt letztendlich selber entscheiden als Gemeinschaft.
00:06:08: Du hast zwar vielleicht gerade etwas angetönt in deinem letzten Satz, von wem sollen die Utopie, die Vorstellungen vom Gut oder eben vom besseren Zusammenleben kommen?
00:06:20: Wer soll dich aufzeichnen?
00:06:25: Letztendlich von jedem Mensch an jedem Ort.
00:06:28: Ich glaube es ist ganz wichtig, dass nicht nur Politiker irgendwo voneinander stehen und sagen so und so ... Machen wir es jetzt, sondern dass jeder Mensch sich überlegt, wie ich eigentlich leben will.
00:06:42: Wie ich meine Mitmenschen leben könnte und so dann auch in eine Umsetzung letztendlich kommt oder möchte daran arbeiten, dass das besser werden
00:06:53: kann?
00:06:54: Das ist häufig die Politik genannt, dass es eben ein Ziel oder ein Auftrag, ein Aufgabe ... Wie kann es sein von Politik?
00:07:05: Wie ist das mit der sozialen Arbeit, wie ist die in der Pflicht?
00:07:09: oder soll sie sich auch mit Utopien beschäftigen.
00:07:14: Oder ist das quasi gleich wie bei der Politik?
00:07:20: Die soziale Arbeit ist ein enormer Spannungsfeld, weil entstand ist ja durch die soziale Frage ... also durch die Industrialisierung und durch das Aufkommen vom kapitalistischen System, so wie wir es jetzt haben.
00:07:34: Eigentlich als Antwort auf all diese Krise, was in diesem System gibt und hat sich dann nach dem Zweiten Weltkrieg institutionalisiert.
00:07:45: Und bis jetzt ist es eigentlich eher ein Medikament gegen die Beschwerden des aktuellen Systems ... wo wir jetzt drin sind.
00:07:58: Ich glaube, es gibt ganz viele verschiedene Felder der sozialen Arbeit, die man stets näher und fern agiert.
00:08:06: Und entsprechend kann man dort auch mehr Spielraum aus Nutzameien oder anderen Orten.
00:08:14: Das ist jetzt schon ganz viele interessante und wichtige Aspekte angesprochen.
00:08:18: Da können wir unbedingt auch noch dazu, aber vielleicht wirst du die soziale Frage auch angesprochen hast – diese problematischen Auserforderungen, die sich ergeben haben aufgrund der Industrialisierung, die Massenverehlendung, das Auseinanderklaffen von unterschiedlichen Klassen?
00:08:39: Da war auch so ein Hochkonjunktur an utopischem Denken.
00:08:45: Eine davon, eine Protagonistin von sozialarbeiterischen Utopien zu dieser Zeit.
00:08:51: Das war die Helene Simon.
00:08:54: Wir haben im ersten Fachgespräch mit Matthias Linden kennengelernt Und von Ihren Stammt-Zitaten muss ich jetzt schnell auf meine Notizen schauen.
00:09:04: Sie sagt, dass soziale Arbeit eben auch schöpferisches Pfadfinder-Tum im Vorauswandern soll sein.
00:09:15: Sehst du dich hier wieder in diesem Bild vom vorauswandernden Pfadfinder?
00:09:20: Wenn du an dich als Sozialarbeiter
00:09:23: denkst... Nicht wirklich und ich glaube ... Das hat viel damit zu tun mit der Instituzionalisierung von diesem Beruf.
00:09:33: Wir sind nicht nur anwaltschaftlich für unsere Klientinnen oder im Fall für die Bevölkerung der Stadt Frauenfeld zuständig, sondern ich arbeite im Hintergrund einer städtischen Verwaltung und ich bin auch ihr verpflichtet es so zu handeln dass ich sie nicht untergraben oder hintergehen oder eben nicht politisch agieren, im Sinne von aufstacheln dieses oder jenes zu machen.
00:10:04: Und am Schluss bin ich auch davon abhängig, dass ich meinen Lohn bekomme und auch sonst wenn ich mal den Job wechseln möchte wieder eine Anstellung finde.
00:10:13: Entsprechend gibt es da einen gewissen Druck nur schon deswegen, damit ich nicht hier agitieren kann und Leute zu revolutionär erinnern.
00:10:26: im Rahmen des Jobes.
00:10:29: Das heisst, eigentlich soziale Arbeit erscheint als relativ zähmend?
00:10:36: Sie ist in einem institutionellen Kontext einbunden und die meisten sozial arbeitenden Personen sind ... in mehr oder weniger festen Kontext von Institutionen mit entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen, entsprechenden finanziellen Rahmenbedienungen ja auch einbunden.
00:11:00: Nichtsdestotrotz haben wir einen anderen Auftrag oder eine bestimmte Klientel.
00:11:06: Das sind häufig Menschen, die sich im Krisen befindet Menschen, die von der gegenwärtigen sozialen Verhältnis oder gesellschaftlichen Verhältnisse im negativen Betroffen sind.
00:11:20: Du hast Anwaltschaftlichkeit genannt.
00:11:24: Jetzt mit Blick auf unsere Klientel nicht zu dessen Trotz wie Renitant, wie Nervig sollen wir trotzdem sein?
00:11:34: Oder können wir trotzdem in den sozialen Arbeiten?
00:11:37: oder sind wir hier ein Stück weit auch mit Bunden?
00:11:42: Ich glaube, es ist eine sehr kulturfreie Frage.
00:11:44: Im Rahmen des Studiums gab es einen Seminar, in dem man keine soziale Arbeit in der Romande hat und dass ich mir die sozialarbeiterische Projekte in Losan und Genf angeschaut habe.
00:11:57: Das hat mich wohl nur drei Tage sehr prägt bei meiner beruflichen Identifikation, weil ich dort gemerkt habe, man kann soziale Arbeiten ... schon einmal etwas aktivistischer und radikaler Leben, als wir das jetzt in der Deutsch-Schweiz so handhaben.
00:12:15: Also wie im soziokulturellen Bereich, wo ich jetzt auch herkomme, ist man, finde ich ... In der Deutschschweiz schon sehr zurückhaltend.
00:12:27: Ich habe zum Beispiel auch schon in den Zürcher Gemeinschaftszentren gearbeitet.
00:12:34: Auf die Gemeinschaftszentren hat schon gesagt, wir helfen den Leuten.
00:12:40: Aber die Leute müssen zu uns kommen und in Lausanne gab es ein bisschen Sozialarbeiter, der auch Quartierarbeit gemacht hatte.
00:12:49: Dann ging es zum Beispiel um das Thema Gentrifizierung und einen Stadtteil aufgewertet wurde.
00:12:56: Und dann ist eher diese Leute aufgeklärt in diesem Quartiere, was für sie bedeutet und was da auf sie zukommt Und hat so am Schluss die Leute animiert ein Stück weit, um sich vernitzen zu können.
00:13:09: Hat ihnen dann auch geholfen, sich vernetzen zu können, wo das Bedürfnis quasi da war, dass sie sich gegen diese Pläne wehren konnten.
00:13:19: Das ist natürlich eine ganz andere Art von Lebens- und Sozialerarbeit.
00:13:25: Aber in der Westschweiz haben wir gewisse Strukturen geschaffen, damit es auch etwas einfacher möglich ist als ... als das der Fall ist, z.B.
00:13:34: in den Deutsch-Schweiz?
00:13:37: Wenn man sich etwas bös aufnehmen würde ... Oder meine Frage ist an dich unter diesen institutionellen Begebenheiten.
00:13:49: Ist die Soziokultur nicht ein Stück weit auch so?
00:13:52: Es ist ein Managementtool.
00:13:54: Ein städtisches Managementtool mit Menschen vom Quartier zu einladen.
00:14:00: mitgestalten, zu partizipieren.
00:14:03: Aber schlussendlich kommt dann eben gleich der Fachmann oder die Fachfrau, hat es eben du und den Kolleginnen und Kollegen und erklärt den Leuten schon wie eigentlich lebenswärts Leben in der Stadt im Quartier soll ausgesehen werden, wie Gemeinschaft auch soll gestaltet werden.
00:14:25: Ist da etwas dran an dem Vorwurf?
00:14:27: Oder wie würdest du auf... so etwas reagieren.
00:14:31: Das stimmt ein Stück schon, ja?
00:14:33: Und gerade wenn man die Rolle passiv ausführt, dann muss man sehen, dass die Leute, die partizipieren und kommen sind, Menschen, die sich das leisten können, die Zeit haben, die einen gewissen Know-how oder eine gewisse Bildung haben, der ihnen das einfach ermöglicht.
00:14:54: und für andere Leute ... sind das ganz grosse Hürden, überhaupt mal irgendwo an zu gehen.
00:14:59: Überhaupt mal nur schon den Mut haben, irgendwo mitzumachen.
00:15:05: Und da kann man halt die Rolle dann ganz unterschiedlich ausfühlen.
00:15:08: Man kann sagen ja wir machen einen Abi, der offen ist für alle und dann schaut man, wer er kommt.
00:15:14: oder man hat aktiv auf die Leute zu und sagt hey!
00:15:17: Wir machen das und das Projekt, wir hätten dich und dein Umfeld dabei.
00:15:23: Es wäre schön, wenn du kommst.
00:15:25: So kann man sich ein ganz anderes Arbeitsumfeld schaffen und am Schluss entstehen dann auch andere Projekte.
00:15:33: Dort gibt es noch viel mehr Spielräume in der Deutsch-Schweiz, die ich finde, die besser ausspielen oder auszuholen.
00:15:44: Das würde dafür sprechen, dass wir auch mehr interkulturellen Austausch zwischen den unterschiedlichen Schweizer Regionen müssten?
00:15:53: Förderer schlussendlich.
00:15:55: Ja, ich finde es immer sehr spannend und bereichernd.
00:16:00: Ist das so ein bestandes Aufnahmen der Arbeit?
00:16:05: Wie ist denn die Deutschschweiz von Soziokultur, die etwas ernüchternd ist?
00:16:12: Nichtsdestotrotz hast du eine Möglichkeit zu räumen, auch schon anzutönt.
00:16:16: Wären dort die Momente auch ein Stück weit vom utopischen ... Denken oder den Möglichkeiten sind, ein wenig zu aktivieren?
00:16:27: Das ist noch schwierig.
00:16:28: Ich glaube ganz viele Leute kommen in dieses Studium von der sozialen Arbeit mit selber sehr utopischen Zielen und Ansprüchen einerseits als Studium auch an sich selbst.
00:16:42: Und ich glaube, viele kommen dann in diesem Studium sehr oft auf die Welt, dass eben das Spielraum relativ klein ist.
00:16:51: Für Utopia braucht es einfach noch mehr, als das, was die sozialen Arbeit leisten kann.
00:17:00: Wir sind doch am Schluss sehr reformistisch unterwegs und schauen innerhalb des Systems, wo wir etwas für unsere Klientinnen ausholen können, welche Schlupflöcher haben oder wo wir einen Platz schaffen können, bei dem sich Leute begegnen könnten ... Das ist die Meinschaftszentrum, in der man nicht kommerzielle Räume hat.
00:17:24: Manche können sich Sachen installen.
00:17:26: Hier gibt es schon so diese Nischen.
00:17:28: Aber zum wirklichen ... Das Wort ist nun eine revolutionäre Ausrichtung.
00:17:35: Da ist sicher die Sozialarbeit nicht das richtige Tool.
00:17:39: Zumindest nicht in diesem Fall, wie sie aktuell existiert.
00:17:44: Ich nehme das gerne gerade auf!
00:17:46: Aber weil du das Studium erwähnt hast, würde ich gerne auf diesen Aspekt zu sprechen kommen.
00:17:53: Wenn ich immer wieder mit den Studierenden der sozialen Arbeit rede aber schlussendlich auch mit Fachpersonen oder anderen Fachpersonern von der soziale Arbeit mich ausduschen, dann höre ich immer weiter die Rede davon.
00:18:10: Das System ist geschult an den gegenwärtigen Ungleichen, gegenwärten Ungerechtigkeitsverhältnissen.
00:18:18: Damit verbunden ist meine Vorstellung von diesem System als bösewichtin und man muss hier bekämpfen.
00:18:29: Etwas, das außerhalb uns ist und verbunden auch ein Stück weit mit dem Heilsversprechen, wenn dann dieses System ... gestürzt ist, dann wird alles gut.
00:18:43: Gleichzeitig höre ich dich auch den Vorreden des Eigensystems erhaltene Aspekts und der krisenbearbeitenden sozialen Arbeit, die schlussendlich dafür sorgt, dass es in einer Gesellschaft nicht explodiert.
00:19:04: Sind das die Spannungsfelder, wo man durchlaufen muss in der Ausbildung oder im See als Sozialarbeiter?
00:19:12: So eine Auseinandersetzung mit den eigenen Utopien und Visionen.
00:19:16: Die Auseinsatzung ist sehr wichtig.
00:19:19: Ich glaube, dass sich auch Sozialarbeiterinnen, die die Verhältnisse ändern möchten, sich organisieren sollen.
00:19:29: Ich denke einfach nicht, dass es ... Prüfliche Settings stattfinden.
00:19:34: Wir haben quasi das Glück als Sozialarbeiterinnen, dass wir nicht mühend hundertprozent arbeiten müssen und auch nach dem Studium im Vergleich zu anderen Jobs relativ gut verdienen.
00:19:47: Also dass man sich da etwas raumfreisch auflöchen kann, um dann halt politisch aktiv sein – natürlich auch im Rahmen der Profession, sicht es bei einem Brüsselband in einer Gewerkschaft.
00:20:01: oder sonst in Gruppen wie den Krisen, wo man auch sehr nahe an der sozialen Arbeit ist.
00:20:07: Oder im Fall von mir in einer Partei, die noch viel mehr Themen hat als nur sozialarbeiterische Themen.
00:20:18: Also in diesem Fall das Privileg ein Stück weit auch?
00:20:25: Als Sozialarbeiterin tätig zu sein ... Mit einer doch gewissen Absicherung kommt mit der Aufgabe, sich auch noch mehr einzusetzen in Räume, wo das mehr möglich ist.
00:20:37: Ich sage jetzt mal, sich zu einsetzen damit auch andere Verhältnisse und Möglichkeiten entstehen können.
00:20:46: Und natürlich auch für die Leute, wo es möglich ist – also auch Sozialarbeiterinnen sind nicht gefeilt von Krisen.
00:20:54: Und dann ist man vielleicht auch einfach mal froh, wenn man dann drei Tage in der Woche frei hat und sich regenerieren kann als in einem sonstigen Job, wo man dann nur die zwei Tage frei hat.
00:21:08: Also das finde ich auch mega wichtig!
00:21:13: Was ich immer wieder beobachte, dass viele Leute, die sich politisch engagiert, sehr schnell in ein Burnout rennen oder sich so verbrennen an dem.
00:21:23: Drei Jahre ja mega kassaktiv.
00:21:26: Und nachher sind sie einfach kaputt und werden von dem Ganzen gar nichts mehr wissen.
00:21:31: Und da plädiere ich auch immer dafür, dass man auf sich selbst mega Sorge hat.
00:21:35: Das ist wieso auch für einen wichtigen Schritt zum Nachhinein für andere
00:21:41: zu können.
00:21:42: Da schwingt fast so etwas die Frage mit, wie fest gehört auch Scheitern dazu?
00:21:48: Zu der sozialen Arbeit und auch zur Politik und den Umgang mit ...
00:21:55: Wenn man schittert, ist es immer wieder ein Lernfeld.
00:21:58: Ich finde es mega wichtig, dass man Sachen ausprobiert und ... Ja, dann kann man halt auch scheitern, aber von dem sollte man sich wie auch nicht aufhalten lassen.
00:22:09: Also wenn wir im Team etwas anstoßen wollen und die Zeit mal sehr wichtig ist, dass wir z.B.
00:22:17: mehr rausgehen und mehr mit den Leuten reden können Dann hat man es wenigstens probiert und dann muss man für sich am Schluss, aber auch konsequenten ziehen.
00:22:32: Wo die weiter machen, gibt es natürlich immer so kleinere Sachen, was nicht ganz so schlimm ist.
00:22:37: Wenn man mal scheitert bei gewissen Grundsatzfragen, muss man vielleicht den Job wechseln oder eine Karriere anstreben besser machen.
00:22:55: Das heisst, die soziale Arbeit muss nicht unbedingt im professionellen Rahmen stattfinden?
00:23:03: Ja ist halt noch schwierig.
00:23:06: So eine Gemeinschaft zu schaffen, finde ich, ist ein enorm wichtiger Aspekt auch von der sozialen Arbeit und auch von politischer Arbeit.
00:23:15: Und die sozialen Arbeiten haben natürlich durchaus ... Teil der Institution ist auch mehr Möglichkeiten, mehr finanzielle Möglichkeiten und mehr räumliche Möglichkeiten.
00:23:27: Um das zu machen, ansitzt es zum Beispiel eine kleine Partei wie die AL.
00:23:33: Wir können keine Gemeinschaftsraum mit den finanziellen Mitteln betreiben, die wir haben z.B.
00:23:39: Und ja, darum hat beides sich geführt und sie wieder.
00:23:46: Du hast gesagt, du bist in den AL, also eigentlich ein linksalternativer Parteier.
00:23:51: Gibt es sich das fast zwangsläufig als Sozialarbeiter?
00:23:56: Oder ist es auch denkbar, dass man sich beheimatet fühlt einer anderen Partei vielleicht nicht auf dem anderen Ecken vom Spektrum?
00:24:05: oder ja wie würdest du das
00:24:08: gesehen ... Ganz am Anfang des Studiums wurden wir damals mal gefragt wo wir uns politisch verordnet und Die meisten Sozialarbeiterinnen haben sich eher links verordnet, aber es hatte durchaus auch Sättige, die sich am rechten Spektrum zur Gehörung fühlten.
00:24:26: Und ich glaube, wenn man einfach daran glaubt, dass das System grundsätzlich okay ist und da noch ein paar Reformen gebraucht wird, dann kann man sich als Sozialarbeiterin in jeder Partei irgendwo wiederfinden.
00:24:45: Ich glaube eher, wenn man systemkritisch ist und nicht so wie wir zusammenleben, dann werden diese Probleme, die soziale Frage wird, weiter bestand bleiben und nur nicht auflösbar sein.
00:25:01: Dann muss man sich natürlich anders orientieren.
00:25:07: Die sozialen Fragen?
00:25:10: Die Herausforderung des ... Anfangs-Ninzehundert, muss ich fast besser sagen.
00:25:19: Die hast du jetzt so im Präsens erwähnt?
00:25:22: Ist die immer noch aktuell virulent oder gibt es da auch noch andere soziale Fragen, bei der Bearbeitung bedürfen sie sich von der Politik und der sozialen Arbeit?
00:25:36: Ja, es gibt natürlich ganz viele.
00:25:38: Wenn man mit dem System sagt, dann ist das ein Riesenbegriff, wo aber überhaupt nicht fassbar ist und da gibt's eine ganze Menge verschiedene Facetten von diesem System.
00:25:50: Da gibt es die patriarchale Facette, es gab die koloniale Facette und die kapitalistische Facette.
00:25:58: Also da gibt es irgendwie so ganz viele verschiedene ... Sachen, die einerseits ineinander greifen.
00:26:03: Aber das ist auch ganz unabhängig voneinander existieren.
00:26:06: Das ist ein kommunistischer System.
00:26:10: Kann es Rassismus geben?
00:26:11: Kann es Exismus geben?
00:26:14: Also da gibt's wie viele verschiedene Felder, wo man politisch arbeiten muss und nicht zwingend darum geht nur die sozialen Fragen zu lösen, sondern noch viel anders.
00:26:26: Wir sind gestartet ... bei den Krisen.
00:26:29: Unser erster Fachgespräch hat von der Utopie gehandelt, wir haben auch das utopische Denken ein Stück weit angesprochen.
00:26:38: Du bist Politiker einer links-alternativen Partei und ich höre jetzt von dir als Sozialarbeiter doch ein Stück weiter einen Realitätssinn.
00:26:52: So ist es... Das sind die Rahmenbedingungen.
00:26:58: Wir müssen auch ein Stück weit dran gebunden sein, sonst habe ich dann vielleicht morgen keinen Job mehr oder muss man einen anderen suchen.
00:27:07: Wo ist nichtsdestotrotz?
00:27:11: Wo ist es möglich?
00:27:13: Wie sieht deine Utopie aus?
00:27:17: Was willst du aufhinschaffen als Sozialarbeiter und ... als Politiker, wenn du einen Utopie entwerfen
00:27:27: kannst?
00:27:27: Das ist eine schwierige Frage.
00:27:32: Ich glaube, dass durch die Gemeinschaft sehr viel entstehen kann und in diesem Moment verschiedene Leute mit verschiedensten Lebensrealitäten zusammenbringt und positive Projekte gestalten können.
00:27:46: Und das ist sowohl in der sozialen Arbeit wie auch ... in der Politik möglich.
00:27:52: Und das ist wie so ein erster wichtiger Schritt, um wieder zueinander zu kommen.
00:27:59: Du hast ganz am Anfang die Vereinzelung angesprochen, wo eben im Jahrhundert durch die Industrialisierung aufgekommen ist.
00:28:08: und ich wollte jetzt überhaupt nicht die früheren Dörfliche Gemeinschaft irgendwie romantisieren.
00:28:15: Dort hat es dann auch ganz viel soziale Druck.
00:28:19: Aber ich glaube schon, dass wir ein Stück weit wieder etwas mehr zurückkommen müssen zu diesem gemeinschaftlichen und auch die modernen Tools, die wir haben.
00:28:28: Zum Beispiel die Queery-Community sehr davon profitiert hat, dass man sich über einen Dorf herausfindet und sich vernetzen kann und neue Familien und Gemeinschaften findet.
00:28:43: Und das muss im Allgemeinen und im Großen und Ganzen viel mehr ... Passieren.
00:28:49: Und so kann man vielleicht als Utopie quasi ein bisschen kizzieren, ja?
00:28:57: Also nicht irgendwie die grosse ... Das grosse Inhaltliche Ziel, wo wir uns alle orientieren müssen, sondern mehr wie finden wir in kleiner oder grösseren Gemeinschaften wieder mehr zueinander.
00:29:12: Verstehe ich dir hier richtig?
00:29:15: Ja, das ist wieder die erste... Schritt zu einer Utopie oder eine neue Gesellschaft.
00:29:24: Quasi wenn man dann zu den Gemeinschaften findet, kann man wie auch zusammen skizzieren, wo die Reise an geht.
00:29:33: Ich finde es ganz gefährlich, wenn einfach eine Person alleine sagt, so und so machen wir es jetzt – das ist der richtige Weg!
00:29:41: Es gibt natürlich gescheite Köpfe, die gescheiten Sachen gesagt haben wie ein Karl Marx, wie ein Antonio Gramschi, die gewisse Anhaltspunkte geben.
00:29:55: Aber am Schluss mit mir als Gemeinschaft und als Gesellschaft müssen wir einen Zusammenweg finden, sonst funktioniert es nicht.
00:30:02: Ich finde gerade, so wie die Union zum Beispiel gezeigt hat, dass man mit autoritären Mitteln das Ziel nicht erreichen kann.
00:30:11: Dort habe ich doch auch ein gewisses anarchistisches Herz, in dem ich finde ... Ja, wie nicht.
00:30:18: Ich kann mega Starr vorgeben, aber dass es natürlich gewisse Anhaltspunkte gibt und auch gewisse Aufklärung muss stattfinden von den Leuten um einen guten Schluss zu einem neuen System oder eine neue Utopie zu kommen.
00:30:36: Und wir bringen uns fertig alle mit ins Boot!
00:30:42: Wie bringen wir es fertig, dass man nicht nur unsere Adressatinnen und Adressate, unsere Klientel mitnimmt?
00:30:49: Sondern eben auch die Personen, die sich vielleicht auch wohl befinden in unserem heutigen System.
00:30:58: Da gibt's jetzt eine sozialarbeiterische Antwort oder eine politische Antwort.
00:31:03: Gern bei Sie!
00:31:05: Wo ich jetzt sagen würde, als Sozialarbeiter kann man quasi darauf hoffen... dass du positiv vorlebst und zum positiven Raum schaffst, dass auch die Menschen realisieren können, dass sie ein anderes Zusammenleben haben.
00:31:20: Da habe ich vielleicht noch einen gewissen Mehrwert davon.
00:31:25: Ich finde, vereinzelt findet ja nicht nur bei den Leuten, die kein Geld standen, sondern auch bei den Leute, die Geld haben.
00:31:34: Von einer politischen Perspektive glaube ich nicht.
00:31:39: daran, dass du jemals alle Menschen überzeugen kannst von etwas.
00:31:47: Es wird immer Leute geben, die es gerne anders hätten und so wollen wie es schon ist.
00:31:54: Selbst wenn du die Mehrheit hinter dir hast, bist du unter Umständen nicht sicher, wie man z.B.
00:32:01: in Chile unter dem Allienden gesehen hat, wo ja eigentlich eine Mehrheit der Bevölkerung den System stürzt?
00:32:09: und am Schluss weggeputzt wurde, dann ist es sehr gewaltsam von denjenigen, die gefunden haben.
00:32:14: Nein, wir finden das eigentlich gut so.
00:32:16: Und das ist natürlich jetzt ein politischer Tiergefahrer, der immer bestört.
00:32:24: Es geht dann einfach darum möglichst diese Leute quasi so klein zu machen, dass sie nicht mehr umschwenken
00:32:34: können.
00:32:35: Also kann das auch teutet werden im Sinne, dass wir eigentlich immer dran bleiben.
00:32:41: Wir können eigentlich gar nie angekommen.
00:32:44: Die Utopie bleibt so.
00:32:47: Work in Progress?
00:32:48: Oder wie gehen wir mit dieser Beobachtung um von dir?
00:32:53: Ich glaube schon, dass man am Schluss irgendwo in einer Utopia angekommen kann.
00:32:59: An der muss man natürlich ständig arbeiten.
00:33:03: Aber da kann ich ... Ich finde es schon so, dass wir eine maximale Perspektive haben.
00:33:08: Der Gegensatz zwischen Kapitalistinnen und Arbeitenden in der Klasse.
00:33:17: Es gibt Leute, die am Schluss verlieren werden.
00:33:20: Und Menschen, die gingen.
00:33:22: Wichtig ist einfach, auch diejenigen, die dann wieder verlieren können, mit ins Boot zu holen.
00:33:32: vielleicht ein gewisser Mehrwert gesehen und mit den anderen muss man dann schauen, die sterben dann hoffentlich irgendwann aus.
00:33:40: Da kommt mir eigentlich auch gerade John Rawls noch im Sinn einer der grossen Gerechtigkeitstheoretiker des zwanzigsten Jahrhunderts und er hat sich mit dem Gedanke auseinandergesetzt Ungleichheit in der Gesellschaft.
00:33:54: wie kann trotz oder mit Ungleichkeit von der Gesellschaft diese Gesellschaft als gerecht?
00:34:01: Geld.
00:34:02: Er ist auch der Ausgang der Ungleichheit, die wird es immer geben.
00:34:06: Er hat nicht von Gewinner und Verlierer gesprochen, aber eben von denen, die von den Verteilverhältnissen positiv betroffen sind und die, die negativ betroffen seien.
00:34:18: Und er sagte, eine gerechtige Gesellschaft sei es dann, wenn sie negativ von gegenwärtigen Verteilsvertretern betroffen worden sind, irgendwie noch einen Vorteil haben dieser Ungleichkeit.
00:34:30: Es ist enorm abstrakt und herausfordernd, aber es wäre wie auch deine Position ein Stück weit nachvollziehen.
00:34:42: Ja, wahrscheinlich ist so eine Gesellschaft, in der wir alle gleich sind.
00:34:47: Das wird tatsächlich utopisch im Sinne von nicht erreichbar.
00:34:52: Aber eben wie gehen wir mit den Unterschieden zwischen denen, die ja ganz unterschiedlicher Art sind um?
00:34:59: Das ist wahrscheinlich eine Frage, die uns auch noch weiter beschäftigen
00:35:04: muss.
00:35:05: Ich glaube wichtig in dieser Frage ist ... ... wo soll die Ungleichheit aufhören?
00:35:13: Oder was muss erfüllt sein, dass wir quasi eine gerechte Gesellschaft haben, obwohl es diese Ungleichheiten gibt?
00:35:20: Und meiner Meinung nach ist das
00:35:22: v.a.,
00:35:22: dass alle Grundbedürfnisse der Menschen abdeckt sind.
00:35:27: Dass ein Mensch ein Haus über den Kopf hat, dass er Essen auf dem Teller hat und eine Gemeinschaft hat, die einen Teil haben kann.
00:35:40: Und das alles ohne sich jemals in seinem Leben zu sorgen müssen, damit er es kann.
00:35:47: Das wäre meine Utopie im Sinne, dass man keine Miete bezahlen muss oder nichts für sein Essen bezahlt.
00:35:57: dass man nichts zahlen muss für kulturelle Veranstaltungen oder so, damit diese Bedürfnisse alle abdeckt sind.
00:36:07: Wenn es um Selbstverwirklichung geht, dann ist mein Mensch nicht gleich.
00:36:14: Einige Leute haben verschiedene Fähigkeiten, wo sie stärker oder schwächer sind und dort zeigt sich bei der Selbstverwirkung halt das.
00:36:27: dass es vielleicht eher irritiert, dass nicht alle Fußballprofis und nicht alle Musiker drin werden.
00:36:33: Aber das sind dann wie Dinge ... Da kann ich immer noch darauf finden, dass irgendwie der Jimmy Page besser Gitarre spielen kann als ich, aber das ist wieder nicht mehr so wichtig.
00:36:49: Ja, so seltsam es klingt wäre eine Utopie, die wir eigentlich alle als Menschen überleben können als Menschenwürdig auch existieren
00:37:01: könnte.
00:37:01: Genau, ja.
00:37:03: Dann vielleicht meine Frage zum Schluss ist, weil du auch ein Studium der sozialen Arbeit erwähnt hast.
00:37:11: Was möchtest du gerne den Studierenden von sozialer Arbeit aber auch sozial arbeitenden Menschen mitgeben?
00:37:19: In Bezug zu den Rollenaufgaben der soziale Arbeit in diesen Krisenhaften?
00:37:28: Ich glaube, es muss einem sehr bewusst sein, dass wenn man den Beruf macht und in den Beruf einsteigt.
00:37:35: Dass man in erster Linie ein Medikament ist zum Symptom lindern und nicht zur Krankheit heilen kann.
00:37:49: Und dann geht es darum kritisch zu sein, anzuschauen und sich organisieren.
00:37:58: in verschiedenen Gefäße, die für einen passen und so auf die Veränderung hin schaffen letztendlich.
00:38:07: Ja, Roman Huggentobler.
00:38:09: Danke vielmals für das Gespräch rund um Krise, Visionen, Utopie, soziale Arbeit und Politik.
00:38:17: Ich danke dir vielmals fürs Gespräch.
00:38:20: Danke, dass ich dafür sein
00:38:22: darf!
00:38:23: Ja, von diesem zweiten Fachgespräch nehme ich unter anderem mit so die Ambivalenzen wo sich eben auch eine soziale Arbeit drin befindet.
00:38:32: Es ist nicht schwarz oder weiss sondern es ist sehr facettere.
00:38:36: Ich zwischen Systemkritik und System erhalte dass wir eigentlich auch in diesen unterschiedlichen Aspekt uns müssen können orientieren mit einem Wirklichkeits aber eben auch mit dem Möglichkeit sein.
00:38:52: Ich freue mich aber auch auf uns das
00:38:54: dritte
00:38:54: Gespräch.
00:38:55: Dort werden wir mit zwei Menschen sprechen, die sich vielleicht ein Stück weit ihre eigene Utopie, ihre eigene Vorstellung vom guten Leben eingerichtet haben.
00:39:08: Ich bin gespannt und freue mich darauf bis bald!
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