«Intersektionalität in der Sozialen Arbeit» - Fachgespräch mit Kerstin Bronner

Shownotes

In den Fachgesprächen unterhält sich Stefan Ribler mit Expertinnen der Ostschweizer Fachhochschule aus dem Departement Soziale Arbeit über aktuelle, relevante und innovative Themen im Feld der Sozialen Arbeit. Sie beleuchten darin fachliche, wissenschaftliche und praxisorientierte Entwicklungen und zentrale Projekte. Sie nehmen Bezug auf konzeptionelle und methodische wie auch forschungsspezifische Dimensionen und diskutieren darin Veränderungsprozesse und konkrete Anforderungen an Professionelle, ihre Handlungsfelder und entsprechende Adressateninnen.

In diesem Fachgespräch der Sozialen Arbeit spricht Stefan Ribler mit Kerstin Bronner über das Konzept der Intersektionalität – also das Zusammentreffen und sich Überschneiden verschiedener Diskriminierungsformen. Ausgangspunkt ist die Frage, wie sich unterschiedliche Diskriminierungsformen – etwa in Bezug auf Geschlecht, soziale Klasse, Herkunft oder Körper – überschneiden und gegenseitig verstärken, anstatt einfach nur zusammenzukommen. Anhand von Beispielen und Praxisbezügen diskutieren sie, welche gesellschaftlichen Zuschreibungen und Bilder wirksam sind und wie diese das Erleben von Betroffenen prägen.

Die Folge geht insbesondere der Frage nach, wie ein intersektionaler Blick die Praxis der Sozialen Arbeit verändern kann: Braucht es stärkeres Bewusstsein für strukturelle Bedingungen statt individueller Zuschreibungen? Welche methodischen Zugänge sind hilfreich? Und wie können Fachpersonen sowie Organisationen diskriminierungssensibler arbeiten – etwa durch Schulungen oder strukturelle Anpassungen?

Profil von Kerstin Bronner https://www.ost.ch/de/person/kerstin-bronner-63

Zu finden sind die Fachgespräche auch auf Youtube https://www.youtube.com/playlist?list=PL2YvS91Bzqrr71_iHqDWK8ctDHrxIENeS

Weitere Informationen zum Fachgespräch der OST – Ostschweizer Fachhochschule unter www.ost.ch/

Transkript anzeigen

00:00:00: Zum jetzigen Fachgespräch vom Departement Soziale Arbeit der Fachhochschule Lost.

00:00:05: Ich bin ganz herzlich Kerstin Bronner, langjährige Kollegin an dieser Fachhochschule schon in Rohrschlach und jetzt hier in St.

00:00:14: Gallen.

00:00:15: Und das Thema, mit dem ich mit dir anschauen möchte ist Intersektionalität.

00:00:35: Du hast mit unserem Kollegen Stefan Paulus publiziert zweite Auflage zu diesem Thema.

00:00:41: Ich möchte gerne einsteigen, wo ich das erste Mal etwas verdieft angeschaut habe.

00:00:46: Da erinnere ich mich an eine Frau, die bei uns in die Institution eintritt ist.

00:00:51: Das war mein zweites Bus-Feld.

00:00:54: Die Frau hatte eine Diagnose von einer psychischen Krankheit und musste Medikamente nehmen.

00:01:05: Der Medikament hatte sofort wahnsinnige Gewichtszunahme.

00:01:09: Sie hat im Verlauf des Aufenthalts erzählt, dass sie immer abwertigen, immer Ausschluss und zum Teil auch ganz heftige Vorwürfe von Verordnungen bekommen haben.

00:01:22: Hinsichtlich ihrer Frau, hinsichtlich ihrem Gewicht, hingsichtlich ihrer psychischen Krankheit.

00:01:27: Und dann war sie nur Sozialhilfeempfängerin.

00:01:30: Jetzt frage ich dich natürlich, als Expertin gerade in diesem Thema wie kann man jetzt ... das Intersektionalitätsspezifisch Rahmen.

00:01:40: Stefan, danke!

00:01:42: Das ist mal für die I-Ladik und eigentlich hast du schon selber gerannt ich muss es nur noch in Fachbegriff fassen.

00:01:49: also intersectional kommt ja von Intersectionality Kreuzung und das heißt dass sich mehrere Diskriminierungsdimensionen kreuzen können in einer Lebenssituation bei einer Person in Lebensphase Und das heißt, gleichzeitig sind diese, sind es Ungleichheit-Dimensionen weil es ein gesellschaftlicher Bezug hin, in dem es Strukturen gibt und auch Stereotypen wo Zuschreibungen machen.

00:02:19: Ah dick und dünn, gesund und krank, Frau und Mann meistens relativ entgegengesetzt natürlich auf der Dimension.

00:02:28: aber ja und das eben wo ich noch studiert habe.

00:02:33: Er ging von Gender aus und noch Rays, und noch Glas.

00:02:36: Und hat sich gestritten was ist die schlimmste Diskriminierung?

00:02:40: Dimensionen und Intersektionalität.

00:02:43: versucht durch dieses Kreuzungsbild zu sagen, die treffelt aufeinander die Diskriminierungsdimensione.

00:02:50: und dann muss man überlegen in der Situation was bewirkt es für die Person also die Frau wo du beschreibst könnte man sagen Welche Bilder, Zuschreibungen gibt es gendermäßig bezüglich Frauen?

00:03:04: Und dann auch noch kategoriekörper-dicke Frau.

00:03:10: Sozialhilfeempfänger wäre kategorieklass.

00:03:13: Ah ja, welche Bilder gibt's da eigentlich in der Gesellschaft?

00:03:16: Wie sind die bewertet?

00:03:18: und dann auch welche Strukturen?

00:03:20: Was hat das für die Frauen ganz spezifische Folgen von ihr Leben?

00:03:27: Der Erklärungsvolk ist nicht einfach diskriminierend, weil jemand so ist wie er ist.

00:03:35: Es gibt verschiedene Facetten.

00:03:37: Das hat etwas mit der Biografie zu tun und auch mit dem kulturellen Umfeld zu tun.

00:03:42: Aber es hat aber auch etwas zu tun, wie die Außenwelt auf sie reagiert.

00:03:48: Was bedeutet das für diese Frau?

00:03:52: Es hat etwas mit ihrer Identitätsbildung zu tun, so wie jetzt die Diskriminierung oder wie sie sagt.

00:03:59: So die zum Teil ganz schlimmen Anwertungen, die sie erlebt haben.

00:04:04: Hat eine Identitätesbildende Wirkung zu tun?

00:04:07: Wenn du sagst, wofür eine Wirkung hätte diese Diskriminierung.

00:04:10: Da müsste jetzt die Frau besser kennen, aber Intersektionalität hilft mal zu analysieren, wie die Frau das gerade erlebt.

00:04:19: und wie können wir das erklären?

00:04:21: Also so wie du es geschildert hast oder hast du gesagt, sie hat viel abwertende Erfahrungen gemacht.

00:04:28: Da würde die Intersektionalität sagen das hängt wieder damit zusammen dass gesellschaftlich viele Vorurteile bestehen gegenüber dicke weibliche Kranke Menschen und die haben die Menschen mit denen ich sie zu tun hatte ja auch im Kopf Und reagiert dementsprechend.

00:04:50: Wenn sie diskriminierungssensibel sind, reagieren sie vielleicht hoffentlich nicht so abwertend.

00:04:57: aber sie hat jetzt viel abwertende Erfahrungen gemacht.

00:05:00: und wenn soziale Arbeit mit dem Intersektionalitätskonzept schafft dann ist eben die Chance dass es sie das sie es nicht persönlich nimmt.

00:05:11: Also dass sie nicht sagt, dass es bei ihr die Wirkung hat arm und keiner Kläre.

00:05:16: Das hat auch gesellschaftliche Zusammenhänge.

00:05:19: Dass sie die Erfahrungen macht.

00:05:20: Sozialhilfeempfänger sind nicht sehr angesehen in der Gesellschaft.

00:05:24: Da gibt's ganz viele Stereotype... Und so mit der Zeit von ihrer... Ent-individualisieren wird man in der Fachsprachsage sagen, ja?

00:05:35: Dass sie merkt, das ist nicht mal individuelles Versagen!

00:05:38: Das hat gesellschaftlichen Bezüge Und die bewirken, dass ich diese Erfahrungen mache.

00:05:45: Wenn ich noch so probiere zu dieser Frau zu gehen ... Sie sagte immer in der Gespräch, wenn ich abnehme, dann habe ich diese Form von Anwertung nicht mehr.

00:05:55: Diese Form von Beleidigungen nicht mehr!

00:05:57: Aber ich bleibe ja trotzdem psychisch krank und bin ja trotzdem eine Frau.

00:06:02: Ich bin trotzdem eine Sozialhilfeempfängerin oder sie hat wir ... den Link gemacht.

00:06:07: Ich wollte ja, wenn ich die multikulturelle oder multi-perspektivische Ausgangslage hatte, dass sie mehrfach diskriminiert werden.

00:06:16: Sie hat gesagt, egal was ich mache, ich geniege nie.

00:06:20: Aber das ist total spannend, was du sagst, oder?

00:06:22: Weil sie weiss genau so wie du erzählst, weiß sie genau um die gesellschaftlichen Bilder.

00:06:28: Sie kann es aber nicht so benennen!

00:06:30: Es ist eher ein emotionaler Zugang, vielleicht auch eine gewisse Form von Intellektualität.

00:06:36: Aber die Intersektionalität beschreibt genau diese Rahmenbedingungen und ihre Referenzbezüge.

00:06:44: Sie kann es nicht so benennen, aber durch Ihre Erzählungen merkst du, dass das Ihr Leben ist.

00:06:50: Ich würde sagen, mit Hilfe der Interseksionalität könntest du nach und nach mit ihr herausfinden ... Wo würde man Ansätze, um vielleicht eine positive Erfahrung zu machen?

00:07:03: Also sie weiß genau okay, Dünnsei ist auch noch kanter oder wäre Motivation zum Abnehmen.

00:07:10: Aber vielleicht muss es ja nicht abnehmen sein.

00:07:12: Vielleicht können wir sagen, dass es gewisse Bereiche gibt.

00:07:16: Das sind Frauen, das und das Herr Weger... angesehen oder gesucht.

00:07:21: Oder da wird mit psychischen Einschränkungen, Erkrankungen anders umgegangen und dazu überlegen, so würde die Intersektionalität schauen.

00:07:30: in welcher Kategorie gender-raised class body könnte man vielleicht jetzt ansetzen, um ihre Lebenssituation zu verbessern?

00:07:39: Gehe ich aber recht in den Annahmen, dass die mehrfach belastenden Lebenssituationsen wie eine Hebelwirkung sein könnte.

00:07:51: Ich hatte letztes Gespräch mit jemandem, der auf den Fluchten und Behinderungen war.

00:08:01: Er hat gesagt, er wird von einer Hebelwirkung geführt, dass ich nicht nur ausgefroren bin mit meiner Behinderung, sondern auch im Flüchtling.

00:08:09: Mit der Zuschreibung ... Oh, Wirtschaftsflüchtling.

00:08:12: Du bist uns auf den Taschen und wer bist denn du?

00:08:16: Und du hast mit der Vermindung von meinen Lebensqualitäten oder hat wie gesagt sein Tisch wieder Hebelmärkung noch für das andere?

00:08:23: Ja

00:08:24: jetzt müssen wir aber aufpassen weil es gerade nicht umesummieren.

00:08:27: also es heißt nicht wenn ich frau bin und psychisch krank und dick dann wird alles viel viel schlimmer.

00:08:33: oder Flüchtling unbehinderter?

00:08:34: es kann sein Aber es muss nicht sein, oder?

00:08:37: Es könnte auch sein, wenn der Kontext drehlt.

00:08:41: Der Geflüchtete... ...dann ist vielleicht die Behinderung bewirkt was Positives.

00:08:45: Je nachdem wo er ist!

00:08:48: Also das Net-Parsé.

00:08:50: man von einer Kategorie sagen kann, die wirkt sich immer negativ aus.

00:08:54: also mein Frau sein zum Beispiel hat in gewisse Kreise Nachteile zum Beispiel verdiene weniger als männliche Kollege hier.

00:09:03: Es kann aber sein, wenn ich hier rausgehe und in einen anderen Rahmen gehe, wo das sehr geschätzt wird, dann ist mein Frau sein nicht ... wirkt sich jetzt nicht negativ

00:09:15: aus.".

00:09:16: D.h.,

00:09:17: je nach Kontext, bei dem sich jemand bewegt mit den Persönlichkeitsprofilen, die er mitbringt, hat es eher negative oder positive Auswirkungen?

00:09:28: Oder es fällt nicht auf?

00:09:29: Genau!

00:09:30: Und jetzt die Frau, die in einer sozialpsychratischen Institution lebt und den Weg macht, Ausbildung, Umgang mit Krankheit.

00:09:37: Umgang auch mit Entwicklungsaufgaben, wo man entlang Existenzsicherungen hat.

00:09:44: Wer könnte nun die Fachpersonen, die diese Frau begleitet?

00:09:48: Intersektionität oder Theorie der Interseptionität?

00:09:51: Jetzt unterstützen wir sie.

00:09:52: Wo können wir das mitnehmen?

00:09:55: Das eine haben wir eigentlich schon angesprochen ... Weil das finde ich von meinem fachlicher Wertegang her oft ein Schlüsselmoment in der Arbeit mit Klientinnen, wenn man es wirklich entindividualisiert ist.

00:10:08: Wenn man Aufzeige keist liegt nicht an dir persönlich, dass du in dieser Situation bist.

00:10:14: Das kann ja totale Ressource freisetzen finden.

00:10:18: Aber diesen Bezug aufzeigen gibt gesellschaftliche Bezüge des Weiß-Unser-Klienten meistens.

00:10:25: sehr genau, welche Bilders über sie gibt und sage ja die gibt es.

00:10:29: Und deswegen erlebst du auch die Sache das mal als ersten Schritt.

00:10:36: Ich müsste jetzt ein bisschen mehr wissen aber würde ich in der Situation mit ihr logo wo könnte man aussetzen dass sich ihre, je nachdem was ihr zielisch oder aber weiß dass sich Ihre Chance verbessert?

00:10:49: Wer Bildung Könnte.

00:10:51: Bildung, also Kategorie Glas, könnte das was aufwiegen?

00:10:54: Vielleicht ... Du hast gerade Bildung angesprochen.

00:10:57: Ich weiß der Kontext nicht.

00:11:00: Ein Bildungsabschluss könnte vielleicht die psychische Erkrankung mit Chancern beim Arbeitsmarkt nachher ein bisschen aushebeln zum Beispiel.

00:11:09: Also könnte bedeuten dass nicht sein mit dem, was sie mitbringt.

00:11:13: Egal ob da ihre finanzielle Situation, ökonomische Situation ausmacht oder auch ihre psychische Gesundheit ausmachte und auch ihre gender-Position.

00:11:27: Es ist immer der Kontext, an dem sie lebt, die dann so abwertig zur Diskriminierung, zum Ausschluss führt, sei das Ressourcen, sei es Zugang, was auch immer.

00:11:39: Das wäre heiss für die Sozialarbeiter.

00:11:41: Und der Machin natürlich hat den Sprung, dass wir mehr mit dem Kontext schaffen.

00:11:46: Dass man nicht nur an den Verhalten unserer Anspruchsgruppe schafft oder in diesen Falten, sondern viel mehr Verhältnisse anschauen muss.

00:11:55: Ja?

00:11:56: Vielmehr Verhältnis und die konkrete Kontext.

00:11:59: Also es gibt ja... Oder das landet auch unsere Studierende im Studium.

00:12:03: Es gibt theoretische Beschreibungen über Glas Ökonomische finanzielle Situation hast du gesagt, über Gender.

00:12:11: Über Race, über Body als die Kategorie jetzt vom Intersektionalitätskonzept.

00:12:17: aber die wirken sich eben nicht bei alle Personen in jedem Kontext gleich aus.

00:12:21: Manchmal wirken sie sich vorteilhaft aus und manchmal zum Nachteil und deswegen ist es immer wichtig der Kontext anzuschauen.

00:12:33: also wo ist es vielleicht wichtig dass ich meine psychische Erkrankung verschweige?

00:12:39: Oder?

00:12:39: Könnte vielleicht manchmal wichtig sein und manchmal gibt es einen Kontext, da öffnet die mir vielleicht genauer Tür.

00:12:46: Weil ich komme in eine Maßnahme inne, wo mir ein Bildungsabschluss ermöglicht.

00:12:51: Das ist jetzt reine Fantasie!

00:12:54: Aber ich kann das nicht im Vorhinein wissen...

00:12:57: Ist denn überhaupt möglich so wie wir auch positioniert sind zum Beispiel in der Schweiz, wo Sozialarbe und Sozialpädagogik auch stattfinden, die Kontext einfach zu

00:13:08: wechseln?!

00:13:09: Oftmals sind die Menschen auch zwungen, in diesen Kontext zu bleiben.

00:13:13: Da können Institutionen sein, Einrichtigen sein, da können Regionen und Standards sein ... Weil sie gar keine andere Möglichkeit haben!

00:13:20: Sie sind ja den Auserfordern genau dort, wo sie sind, wo ihr Lebensmittelpunkt ist, wo einfach ihre Lehre, ihre Ausbildung stattfindet, wo Ihr System ... Und dort werden sie abgewertet aufgrund von dem, was sie mitbringen.

00:13:35: Ja, aber das ist ja ein Kontext wo sie sich bewegt Stefan.

00:13:38: Sie haben vielleicht auch noch Familie oder einen Freundeskreis wo sie auch nur hingehen, das meine ich mit Kontexte.

00:13:46: Oder da genau hin zu gucken jeden kleinsten Kontext, wo kann eine Aufwertung stattfinden?

00:13:54: Also das heißt nicht, intersektionalität redet es nicht schön immer in Mehrfachdiskriminierung

00:14:00: Die

00:14:01: ist doch.

00:14:02: Und die kann man auch nicht wegdiskutieren bei der Frau, aber ich würde in dem Fall genau schauen wo können die Ansätze?

00:14:08: Wo ist sie vielleicht mit ihrem Übergewicht nicht abwertet oder welcher Kontext könnte man nur erschließen dass sie andere Erfahrungen machen kann und dann natürlich zu schaue auch gut es ist menkisch nicht unser Auftrag.

00:14:23: aber wo können wir ansetzen auch mit den Menschen wo sie abwerten?

00:14:27: also Wo gibt es vielleicht auch Menschen in Institutionen, die offene Bilder haben?

00:14:34: Und wo?

00:14:34: ich weiss.

00:14:35: Auch im Sozialland gibt's vielleicht die und die Mitarbeitende ... Da wird noch wertschätzender behandelt.

00:14:42: Ja!

00:14:42: Weisst du, als ich das erste Mal mich auseinandersetzt habe mit der Idee, dem Ansatz, den Denkstruktur von die Intersektionalität, fand ich, ja, da ist für Sozialpsychiatrie, und ich denke auf viele andere Handlungsfelder unglaublich zentral, um zu wissen es gibt ihnen eben nicht nur einen Punkt wo die Menschen sich auseinander setzen sollen sondern es gibt den ganz verschiedenen Bereich von ihrem Leben das ihr Leben ausmacht wo sie dann wirklich in herausfordernden Lebenssituationen sind.

00:15:17: Gibt es denn entlang der theoretischen Fertigung und auch des analytischen Bereichs?

00:15:23: Gibt's dem methodische Zugang wie man mit dem Ansatz für die Intersektionalität zu schaffen.

00:15:28: Oder wenn ihr sagt, ja wir haben Sozialarbeit und sozialpädagogische, methodische Gerüstinstrumente wie man damit arbeiten

00:15:35: kann?

00:15:36: Also im Interseksionalitätsbereich gibt es ganz viele Methoden wo so diskriminierungssensible schafft.

00:15:43: Wo wir auch mit unseren Studierenden machen mal Übungen um mehrfach Diskriminierung und den Zusammenhang zu gesellschaftlichen Strukturen erst einmal aufzuzeigen wo auch sehr entlastend sein können für die Personen.

00:15:57: Oder zu sehen, ah, das ist nicht mal individuell versagt.

00:16:01: Das ist so der größte Methodopool, wo intersectionale Pädagogik hat und ansonsten gibt es jetzt nicht so eine spezifische intersectionale Methode.

00:16:14: weil's geht ja darum in dem methodischen Werkzeug, wo wir den intersectionalen Blick sagen jetzt mal einen lüsen Blick hinzuzufügen, weil oft gibt es den ja nicht.

00:16:24: Ich würde mir behaupten das passiert immer noch, dass Menschen in eine Beratung kommen und damit konfrontiert sind.

00:16:34: auch die haben Bilder über Frauen, die haben vielleicht Bilder über psychische Erkrankungen und mit denen bin ich konfrontierend.

00:16:41: Da wäre ich im Ungefährschluss, wie heisst es?

00:16:45: Es ist keine Idee von dieser Perspektive oder der Optik jetzt einfach nochmal zusätzliche... andere neue Methoden entwickeln, sondern die vorhandenen Methoden entsprechend zu modifizieren.

00:16:58: Unsere Stücke sind sensibel zu machen.

00:17:00: Wie setzen wir diese ein entlang dieser multi-perspektivischen Belastungen?

00:17:06: Das ist mein persönlicher Standpunkt.

00:17:10: Jedes methodische Handel, das wir machen, könnte man intersektional durchleuchten.

00:17:16: Und dann gibt es eine Modifizierung von diesen Instrumenten oder von den Ansätzen.

00:17:20: Oder eine Ausdifferenzierung, oder?

00:17:22: Genau!

00:17:24: Wenn ich jetzt so eine Methode in einem Klang, der bei uns ganz stark gelehrt wird und da auch weiterentwickelt ist die ganze Kommunikation-Gesprächsführung.

00:17:37: Also das würde heissen, dass ich mit diesem Blick darauf achten müsste, wo hole ich diese Menschen kommunikativ ab und könnte ihnen tatsächlich auch in eine nicht-bewusste Stigmatisierung fallen.

00:17:50: Weil ich genau einen Teil einfach nicht im Bewusstsein habe, unterdrehen zu sehen.

00:17:55: Was ist denn der Grund?

00:17:57: Es ist so ein Teil von mir genommen, dass die Intersektionalität oder das Bewusstsein dieser Interseksionalität in der Praxis noch nicht wirklich angekommen ist.

00:18:06: Was könnte in den Grund sein ... Also über dieses Thema wird ganz wenig geredet!

00:18:12: Ja, also ich habe ja den ersten Urste-Uflag von unserem Buch im Praxistournee gemacht, sage ich immer.

00:18:18: In der Ostschweiz bin ich mit dem Buch in zehn Praxisorganisationen verschiedener Felder zum Frage Kennet sie das Konzept?

00:18:26: und zum Einführung machen?

00:18:28: Und genau du hast recht!

00:18:30: Also jetzt ist die erste Uflage fast acht Jahre her.

00:18:36: Ich glaube es hat sich schon etwas getan aber... Es konzeptisch in alle Praxisorganisationen sehr positiv aufgenommen wurde, aber sie hence vorher nicht kennt.

00:18:45: Jetzt ist die Frage, wenn an unsere Studis jetzt so langsam rausgehen?

00:18:49: Ist es auch bekannter?

00:18:50: Aber ich glaube ein wichtiger Grund ist der Begriff also Intersektionalität.

00:18:54: einfach ein wahnsinnig sperriges Wort und mir auch Stefan Paulus und ich oder andere hin schon öfter darüber nachdenken, aber uns fällt auch kein knackiger anderer Begriff.

00:19:05: Ein Mehrfachdiskriminierung ist auch eher abschreckend.

00:19:09: Also ich würde auch denken, das ist dann hängt mit dem anderen Grundsamen.

00:19:14: Es ist in der Praxis auch oft unbequem sich mit Diskriminierungsfragen auseinandersetzen.

00:19:19: und ich muss mich selber als Sozialarbeitende auch noch reflektieren als Mitglied der Gesellschaft.

00:19:25: welche Stereotypen habe ich im Kopf wie du sagst wo kommuniziere ich vielleicht nicht so sensibel?

00:19:32: Und es ist ja nicht so bequem.

00:19:35: Das

00:19:35: sind andere Themen viel bequemer.

00:19:39: Ich finde es noch spannend, wenn du sagst, das ist ein sperriger Begriff.

00:19:43: Wenn ich einen kritischen Ansatzpunkt auf den Tisch lege und sage ... Es ist eine sehr akademische Form von Zugang.

00:19:53: Wie reagiert jemand, der sich so tief auseinandergesetzt hat?

00:19:57: Und also die Bezüge herstellen kann?

00:19:59: oder wenn ich diese zulassen, kannst du ganz klare Bezügen herstellen.

00:20:03: Jetzt kommt mich und sagt, sie sei akademisch.

00:20:06: Das stimmt.

00:20:08: Ja, das sind wir natürlich bei einem Punkt oder?

00:20:09: Wir sind ja ganz stark immer wieder der Kritik unterworfen und akademisch unterwegs.

00:20:13: Wir verlieren den Bezugspunkt zu unseren Handlungsfeldern.

00:20:17: Und wie können wir das auflösen, den Vorwurf von der Akademisierung?

00:20:21: Aber es heißt nicht, wenn wir akademische Unterwegs sind, dass wir den Praxisbezug verlieren.

00:20:26: Ich leere mit den Studiestudies Einheiten zur Intersektionalität ... Und die verstehen es nachher und gehen hoffentlich mit einer anderen Haltung in Praxis, oder?

00:20:37: Das finde ich als erst mal nicht schlecht.

00:20:39: Also das ist mein Job als Dozentin.

00:20:42: Ich muss die Übersetzungsleistung machen vom akademischen Konzept.

00:20:47: Im übrigen ist Intersektionalität aber auch ursprünglich gar kein akademisches Konzept sondern uns kommt aus dem Black Feminism.

00:20:54: Es kommt von Amerika.

00:20:55: Ja und es kommt aus der soziale Bewegung und Akademie.

00:20:59: also Wissenschaft hat sich... dem angenommen, aber es ist ein ganz macht- und herrschaftskritisches Konzept wo aus soziale Bewegungen kommt.

00:21:09: Aber also wie man's mehr in Praxis bringen kann?

00:21:12: oder was ist genau deine Frage?

00:21:14: Meine Frage ist das Praxis ja immer nach gewissen Handlungsoptionen sucht, weil sie auch unmittelbar... Ich bleibe bei der Frau.

00:21:23: Mit dieser Frau muss ich arbeiten, oder?

00:21:24: Im Alltag kommt sie und ist dort drin irgendwo auf verzweifelt und sagt, dass er nur noch reduziert wird – auf das, das und das!

00:21:33: Und ich höre immer wieder die Zuschreibung, die Ataketimisierung löst unsere Anforderungen aus der Praxis nicht aus.

00:21:43: Es schließt die Handlungsoptionen aus.

00:21:46: Das wird uns erklärt, aber nachher sind wir im Alltag alleine.

00:21:51: Und wie können wir jetzt den Gap, das Spannungsfeld ein Stückchen auflösen?

00:21:56: Also meine Erfahrung, wo ich in der Praxis war mit dem Konzept war.

00:22:01: Dass sie das sehr ansprechend findet und eigentlich gar mehr darüber wissen wollte oder ich hatte zwei Stunden die Einrichtung und habe Diskriminierungs- sensibilisierende Übungen gemacht, bei denen Sie sofort gesagt haben, boah!

00:22:14: Die muss ich mit meinen Jugendlichen machen.

00:22:16: Wie könnte man es schaffen?

00:22:17: Die Frage beschäftigt mich tatsächlich auch seit Jahren sich dem mehr annimmt.

00:22:23: Also ich kann denen nicht fünf Methoden geben und dann haben sie super-sichere, arbeitsweise intersektional.

00:22:30: Intersektonalität fordert schon raus dass man analytisch scharf denkt und das finde ich auch wichtig bevor man handelt.

00:22:38: also ich finde immer das analytische Denker ist schon Teil vom Handler so sage ich.

00:22:44: meine Studis da wird du mir vielleicht widersprechen aber Das Handeln kommt ja relativ am Ende.

00:22:50: Erstmal muss ich ganz viel verstehen und muss wissen, worauf soll mein Handel nachher zielen?

00:22:56: Und deswegen, wo setzt denn wann an?

00:23:00: Wenn ich dir folge und probiere jetzt den Gedankengang weiterzumachen, dann wäre es ja ein Schulterschluss zu der sozialen Diagnose oder zur verstehenden Diagnosen.

00:23:12: Warum reagiert die Frau jetzt so wie sie reagiert?

00:23:16: und dass da nicht nur auf ihre Krankheit zu begründen ist.

00:23:20: Vielleicht auch auf ihrer Frau, die halt einfach nicht mehr gleich ist, weil sie diese Medikamente nicht müssen.

00:23:28: Sie hat so wahnsinnig zugenommen.

00:23:31: Ihre Krankheit bekommt jetzt noch eine Körperlichkeit.

00:23:33: Und das ist abwertend!

00:23:35: Oder wir heißen unseres diagnostische Feldes, soziale Diagnose, verstehende Diagnosen wird erweitert sensibilisiert, verfeinert und ausdifferenziert durch die Intersektionalität?

00:23:47: Das ist richtig.

00:23:48: Und ich stimme dir natürlich zu, oder?

00:23:50: Wie kommt es in Praxis?

00:23:51: Also ich denke, es kommt viel durch unsere Studis im Praxis und dem was sie hier mitnimmt.

00:23:58: Und mir denkt ihr auch schon lang drüber nach, könnt man sehr erst machen, können wir Weiterbildung anbieten... Es ist aber eben immer die Frage wie Da geht es mal sexy.

00:24:09: Es muss ja auch Geld reinkommen, ist eine Weiterbildung zum Thema Diskriminierung, zum Thema ... Ja, da bin ich wieder bei vorher, wo einfach nicht so bequem ist für Sozialarbeitende.

00:24:23: Und jetzt mache ich das Fenster auf?

00:24:25: Wir erleben ja, ich würde sagen in den letzten zwei bis drei Jahren massiv... gesellschaftliche Verwerfungen.

00:24:33: Es gibt mehr Spaltungen, es gibt vielmehr auch gewollte Spaltung.

00:24:38: Früher haben wir sich hingewundert und geschaut, dass man Spaltung in einer Form vermieden kann oder die Gräben wieder auflösen kann.

00:24:49: Aber jetzt erlebe ich tatsächlich auch, dass diese Gewalt sind führt dazu, dass wir uns nicht mehr mit dieser Diskriminierung ... Logik auseinandersetzen, die einfach Menschen mitbringen von ihrer Herkunft und der Kultur, wo sie dann auch sich und ihre Persönlichkeit definieren.

00:25:11: Also erste Frage – Erlebst du diese Verwerfungen?

00:25:14: Und was hat dafür eine Konsequenz für das Verstorben oder den Ansatz fürs Konzept der Intersektionalität?

00:25:22: Die Verwaltung ... Erlebe ich zum Teil auch so wie du.

00:25:26: Ich würde aber ergänzen, dass – ich finde es gibt immer auf der anderen Seite wieder soziale Bewegungen oder es gibt auch Gegenbewegungen.

00:25:38: Also gerade bei Geschlecht da gibt's in meiner Wahrnehmung viel traditionelles wo wieder auftaucht, viel Festschreibung, aber es gibt ja auch die queere Bewegungen Wo Geschlecht infrage stellt, wo da ist ja ganz viel auch hingang.

00:25:57: Ich würde immer sagen das ist eine Gleichzeitigkeit aber das will ich ausser sehr.

00:26:02: sonst war der brutal pessimistisch.

00:26:08: und wenn du sagst es ist gewollt dann meinst du politisch?

00:26:11: Ja!

00:26:12: Und das wäre natürlich die andere Frage welchen Auftrag hat soziale Arbeit dann auch politisch aktiv zu werden.

00:26:20: In meiner Intersektionalität arbeitet mit der analytischen Trennung von Struktur-Symbol, wo man schon keinen Vorurteil zur Schreibung und das Subjekt ist selber jetzt der Frau.

00:26:32: Und dann werde ich fragen, wo muss man auch aktiv werden um Strukturen vielleicht zu benennen oder anzugreifen die nehmeverhebt?

00:26:42: Oder Verschaufungen?

00:26:44: Ich greife einfach nochmal Der Einstieg auch, das wir wie festgestellt haben.

00:26:49: Oftmals ist es ein wichtiges Kontext, wo sich die Menschen, die Diskriminierung erfahren, sich bewegen und dass es oftmals sehr wichtig ist und relevant ist, diese Kontext zu bearbeiten, diese Verhältnisse zu bearbeitet werden.

00:27:02: Und jetzt sage ich, ich erlebe so eine Schärfe da drinnen.

00:27:09: Wie kommen wir in dieser gewollten Schärfung?

00:27:14: Rassismus, oder?

00:27:15: Es ist nicht einfach nur verwerflich.

00:27:17: Sondern der wird politisch gelebt und eingefordert.

00:27:21: Wie kann ich die Kontext dann in einem solchen Bereich noch bearbeiten, wenn da keine Zugänge sind?

00:27:28: Ich würde ja gerne mit diesen Menschen, die krank und dick sind, die Sozialhilfe haben, mit ihnen umgehen.

00:27:37: Wer will das nicht?

00:27:38: Also es gibt ... Das Bereich, das ich im gesellschaftlichen Bereich sage mit diesen Menschen sind eine Belastung für uns.

00:27:47: Da haben wir keinen staatlichen Auftrag, die irgendwie zu unterstützen.

00:27:52: Also erleben wir mal mit ganz verschiedenen Sparprogrammen!

00:27:55: Und du fragst jetzt Stefan wie mir eine soziale Arbeit?

00:27:59: Mit dem Konzept der Intersektionalität oder wo wir festgestellt haben, es reicht nicht... Nur mit der Frau, nur mit den Jugendlichen.

00:28:08: Wir müssen auch mit den Umwältern bewegen, wo sie Diskriminierung erfahren.

00:28:14: Anwertungserfahrungen und Ausschlusserwärte.

00:28:15: Mit denen müssen wir auch arbeiten.

00:28:17: Auch sensibilisieren, aufklären, auf den Weg nehmen.

00:28:20: Aber wenn die Ränder immer schärfer werden?

00:28:23: Aber wir müssen ja in der sozialen Arbeit bleiben oder?

00:28:27: Also deine Frage ist ja riesig!

00:28:29: Und ich kann nicht sagen, okay, ich kann jetzt die Verwaltung von hinterher mit der Intersektionalität.

00:28:34: Also das ist ja riesig, wo setze ich denn dann an?

00:28:37: Aber bei Danur Frock zum Beispiel kommt mir gerade Masterstudientin in Sinn.

00:28:40: Wobei wir ein Masterarbeit schreibt die ist bei Stendin und schafft mit Minderjährige Geflüchtete.

00:28:47: Und die hat eine total scharfes Denke, die sagt es ist ja Wahnsinn mit was die hier konfrontiert sind.

00:28:52: Die kommen aus oft islamische Länder, die haben ihr Leben lang noch nie in den Augen geguckt, weil das ist dort respektvoll.

00:29:01: Jetzt kommen sie hierher, haben weibliche Lehrkräfte und Beraterinnen.

00:29:06: Und so laut auf einmal wird gefördert gesellschaftlich Respekt unsere Werte, unsere Normen.

00:29:12: Dann sind die hier hergeschickt worden von der Familie um Geld nach Hause zu schicken, dann solltet ihr hier erstmal eine Ausbildung machen.

00:29:19: Die Familie fragt, wieso dauert denn das so lange?

00:29:22: Ja und die ist total sensibel und weiß auch Boah man müsste in die Schule gehen!

00:29:26: Man müsste mit Lehrkräft schaffen dass sie ihre Einstellungen verändern, dass die anders auf die Kinder eingehen können.

00:29:33: Man müsste anstelle staatliche Stellen mit den Menschen schaffen Bilder verändert und dass sie die Hintergründe mehr verstehen.

00:29:42: Da kommen wir immer wieder ran.

00:29:44: oder wie kommen man an die Menschen, die Entscheidungen treffen?

00:29:47: Ja unbedingt!

00:29:49: Oder ich habe lange in meiner Intersektionalität Seminar mit der frühere Leiterin von de Saint-Papier Anlaufstelle geschafft um Praxisbezug zu machen und sie hat geschildert wie ihr das Konzept hilft.

00:30:01: Und zum Beispiel hat sie gesagt Ich weiß genau oder man denkt immer Strukturen sind so fix Zu welcher Sachbearbeiterin auf dem Einwohneramt muss ich gehen, wenn die will, dass sich eine Tür uftut?

00:30:16: Und wo brauche ich erst gar nicht einen Klopfen für ein bestimmter Fall.

00:30:21: Das döhnt ja so kli, aber das ist total wichtig oder?

00:30:25: Ich weiß, da gibt es Strukturen, aber die warten offenbar unterschiedlich ausgelegt von Sachbearbeitenden.

00:30:35: kleiner als die Frage, wo du so riesig aufmacht hast.

00:30:38: Wie können wir mit uns am Buch die Welt retten?

00:30:43: Grundsätzlich finde ich immer wenn sich Menschen Gedanken machen wie kann man auch die Welt erklären und bei uns ist es dann halt die Welt von Anspruchsgruppen von Menschen im Unterstützungskontext also einfach jetzt aufgrund ihrer Lebenssituation ihr Leben nicht könnt eigenständige Bestritte bewältigen.

00:31:01: und da finde ich nichts Verwerfliches.

00:31:04: Und ich finde, wenn man sich solche Gedanken macht ... Dann kann man ja auch fragen.

00:31:08: Okay?

00:31:08: Was bedeutet das ganz eng für mich als sozialarbeiter Sozialpädagogin?

00:31:12: Ich habe Fragen, was bedeutet da für die Professionen?

00:31:15: Wo müssen wir der Profession noch ein bisschen Stuck in den Saug nehmen und jedenfalls weiterentwickeln oder neu denken?

00:31:22: Aber es hat auch etwas mit ihm zu tun.

00:31:24: Wo findet die Professionsstadt?

00:31:27: Und du hast natürlich recht.

00:31:29: Wenn ich so etwas, einen Ansatz aussetzen möchte, muss ich auch wissen, wer sind die Entscheidern?

00:31:33: Wer sind die, welche Ressourcen gehen und mich legitimieren, allenfalls ein Konzept in deren Nuss-Differenziertheit anzugehen?

00:31:40: Und da ist ja meine Frage.

00:31:42: Gibt es aus dem Ansatz für uns nicht einen Auftrag in diesen Kontexten mit den Entscheidern oder mit den politischen Grimmen?

00:31:50: Da können ja Kantonsparlamenten sein, Gemeinsparlamente sein, also mit diesen Entscheidern zu sagen ... Da ist nicht nur eine Frau, die psychisch krank ist.

00:31:57: Sondern es ist eine Frau in der Sozialhilfe empfängt und in ihrer Krankheit die Körperlichkeit mit sich bringt.

00:32:07: Das ist meine Frage.

00:32:09: Wo gibt's für uns dann auch eine Richtung?

00:32:11: Dass Sozialarbeit und Sozialpädagogik noch nicht auf den Fall keiner interziatisch

00:32:17: sind.

00:32:17: Aber das ist ja sowieso der Hinweis aufs politische Mandat.

00:32:24: oder und auf der Uftragssoziale Arbeit.

00:32:26: Und da

00:32:27: gibt es in der Sektionalität normal?

00:32:29: Ja, natürlich!

00:32:30: Also die Intersektionalität beruft sich... intersektionale soziale Arbeit beruft auch auf den Auftrag.

00:32:37: okay wenn wir den Auftragen zu mehr sozialer Gerechtigkeit zum mehr gesellschaftlicher Teilhabe beizutragen ist bei uns im fünften Kapitel zitiert aus dem Berufskontext und aus der internationalen Definition dann gehört das Genauso dazu wie für andere Sozialarbeiten der Moao.

00:32:56: Also ich glaube aber, dass viele... ...das oftmals in der Praxis auch vergessen wird oder?

00:33:01: Weil wie du sagst wir sind ja als Profession Aueibunde im gesellschaftlichen Verhältnis.

00:33:07: Wir haben ökonomische Druck, wir haben Leistungsdruck und wenn du in einer Einrichtung mit psychisch krank geschaffen bist dann bist du als Einrichtungen vielleicht ausstigmatisiert.

00:33:17: nicht nur die Menschen da drin und du musst ständig diese Arbeit leisten Ist auch die Frage, wieviel Ressourcer hast du als Einrichtung?

00:33:26: Wieviel ressourcer Hast Du als Mitarbeiter, Mitarbeiterin da drin um die Arbeit auch noch zu machen.

00:33:33: Aber da wird auf jeden Fall im Intersektionalitätskonzept Hinweise gäbe wo müsste ich da zusätzlich ansetzen parallel zur Fallarbeit.

00:33:43: Und da ist schon Spannende der erweiterte Denken, die zusätzliche, wie du gesagt hast oder wo man sie zusätzlich ansehen muss.

00:33:51: Wo müssen wir zusätzlich?

00:33:53: Vielleicht Unterstützung oder Ressourcen zu schreiben.

00:33:55: Ich möchte noch mal mit einem Fallbeispiel zwei Fragen aufnehmen.

00:34:01: Zwar kommt der Fallbeispiel aus einer Regelschule, Schulsozialpädagogik und diese haben dort in einer Klasseverbank mit einem neuerigen Bub.

00:34:09: Der hat Migrationshintergrund, nicht gut geredet ... Schlechtgerät hatte immer wieder auch sprachliche Abklärungen.

00:34:19: Aufgrund des sprachlichen Diffiziten, weil es in der Diagnose war, führte es zu Mobbingsequenzen.

00:34:32: Und die Mobbing Sequenz hat dazu geführt ... aufheilig geworden ist, gewalttätig geworden, ist grenzverletzend gesehen.

00:34:40: Der schulenfreien Fernblieben ist, Messer in die Schulzeit und so weiter.

00:34:45: Und ich habe mir den gefolgt, wer jetzt Intersektionalität im Klassenverband mit der Schulleiterin, bei der Schulsozialbewegung und Sozialarbeiter nicht einen wichtigen Punkt zu einmal anzuschauen?

00:34:57: Wie kann überhaupt diese Situation, die jetzt eskaliert ist, passieren?

00:35:01: Sicher!

00:35:02: Also ideal wäre es eigentlich ... wenn schon alle Menschen, die mit dem Boot dahin schon intersektional sensibilisiert werden.

00:35:13: Weil ich würde jetzt mal... Da könnte man sehr spannend genau hinzugucken wird der Wege sein Migrationsbezug auf das sprachliche reduziert?

00:35:22: Wird es nur mit dem im Zusammenhang gebracht?

00:35:24: Ja wo ist eigentlich der Anfang?

00:35:26: und da?

00:35:27: und wenn schon die Lehrkräfte intersectionalsensibilisiert werde vielleicht wird es dann gar nicht so weit kommen Und dann hätten die vielleicht auch Werkzeug zu mit ihrer Klasse auf früher schaffen, mit intersectionale Methoden um das aufzufangen.

00:35:45: Ist mein Fantasie?

00:35:49: Der Ansatz hätte jetzt in der Fallarbeit ... Ich würde lieber sagen in der Arbeit mit dem Bub!

00:35:57: Entweder zurückzubringen in den Klassenverband, wieder schauen wie man mit diesen Mobbing-Sequenzen oder auch mit diesen mobbing Dynamiken schon etwas aufhören.

00:36:05: Hätten wir viel früher ansetzen können?

00:36:08: Intersektionalität und Perspektiv von diesem würde viel früher präventiv wirken.

00:36:15: Würde ich denken also im Migrationsbereich Stefan passiert soviel dass die Menschen obwohl sie vielleicht schon in der zweiten, dritten Generation hier leben auf ihren Migrationsbezug reduziert werden.

00:36:26: Ich kenne jetzt den Fall nicht genau und was da sprachliches Problem war.

00:36:30: Aber es gibt sicher auch Schweizer Kinder, wo sprachliche Probleme hin.

00:36:36: Und wir sind wieder am Anfang.

00:36:39: Die Kinder in der Klasse bringen ja auch Bilder mit über vielleicht Migrationsburbe.

00:36:44: Ja?

00:36:45: Wenn die Lehrkraft das vorher nicht abfängt – vielleicht wenn das schon auffängt so dass das Mobimobbing auffingt.

00:36:54: Ich denke, die Schulsozialarbeit ist eine.

00:36:56: Aber das andere sind ja auch die Lehrkräfte, wo es eigentlich abfangen könnte.

00:37:04: Und so eine Theorie wäre für mich ein Wissenslag, in dem ich anders reagiere aufgrund von meinem Wissen, wenn ich solche Situationen in meinen präuflichen Alltag habe.

00:37:21: Du sagst, es geht ja gar nicht um eine Handlungsoption sondern um ein Grundlagenwissen, in dem ich Handlingsoptionen weiterentwickeln kann.

00:37:28: Die Intersektionalität.

00:37:30: Ich habe das Beispiel von deinem Buhrbruch zum Weglösen der Krankheit und die Behinderung oder vom klassischen diskriminierenden Bereich, wo man sagt, er trifft auch Kinder!

00:37:41: die mit einem kulturellen Rucksack oder auch mit einem rucksackten Herr kommen, den sie verbrechen hat.

00:37:47: Mit einer Situation, in der sie drin sind?

00:37:49: Ja, weiss schon ... Um das Beispiel gleich zu ergänzen, eine andere Masterstudentin, bei der wir Masterarbeit schreibt, die lebt hier in der zweiten Generation mit Migrationshintergrund.

00:38:00: Das heisst ihre Kinder in der dritten und ihr Sohn ist recht gut in der Schule!

00:38:04: Und der Lehrer hat neulich zu ihr gesagt, woher noch nie ein Kind mit Migrationshintergrund geht, wo es so gut ist in der Schul-.

00:38:12: Sie ist ja gesagt, sie hat es in der Situation gar nicht gemerkt.

00:38:14: Aber wo sie daheim war, dachte sie, was hat er mir gerade gesagt?

00:38:17: Und das meine ich, Stefan!

00:38:19: Wenn man das verhindern könnte ... Also wenn diese Lehrkräfte schon ein anderes Wissen mitbringen könnten, dann können sie auch anders handeln, anders mit den Kindern umgehen, die ihre Bilder wieder über Migrationsbezug mitbringen und so weiter.

00:38:36: Wenn du da erzählst, kommt man im Sinn Christoph Egli Der hat gesagt, in einem Interview hörte seine Behinderung mehr zu ihm als die Hauptfarbe.

00:38:48: Er wollte mit diesem Stück sagen, ich erfahre nicht um meine Hauptfarben jetzt Diskriminierung, sondern aufgrund meiner Behinderungen.

00:38:59: Man findet sich unter kulturellen Gruppen ... Menschen mit einer bestimmten Behinderung und Menschen mit der bestimmten Suchtkrankheit.

00:39:09: Und dass das dann wieder in sich so eine geschlossene Gesellschaft gibt?

00:39:15: Ja, natürlich!

00:39:17: Das ist ja der alte Ansatz von Selbsthilfegruppen oder?

00:39:20: Genau.

00:39:21: Und meine Frage ist, weisst du, ob die Bildung dieser inneren Gesellschaft überhaupt noch zulöscht wird, damit es daraus wieder eine gelebte Diversität gibt?

00:39:32: Ja, aber das denke ich schon.

00:39:33: Also ich denke es ist ein ganz wichtiger Bereich.

00:39:36: Hab' ich vorher eigentlich schon versucht anzudeuten bei dem Fall mit der Frauen-, mit der psychischen Erkrankung.

00:39:41: Das könnte in Kontext sein wo einfach viel Kraft gibt.

00:39:44: Wo aussieht, oh andere machen auch die Erfahrungen!

00:39:46: Das bin nicht nur i individuell und so weiter... Und wie man die grösste gesellschaftliche Veränderungen haben mir immer aus soziale Bewegungen raus.

00:39:55: Und net weil Politik auf einmal denkt, ah ja jetzt machen wir doch mal bisschen weniger rassistische Gesetze.

00:40:03: Das sind ja ganz wichtige Kontexte, die einem stärkig geben und wo man in anderen Kontexten wieder mitnehmen kann.

00:40:11: Ich merke wie es ist, dass ein Charakterpunkt der Intersektionalität nicht eine Selbstverständnis hat.

00:40:19: Es ist nicht so selbstständig wie Lösungsorientiertheit oder?

00:40:22: Wir müssen uns dieser Interseksionalität im Ansatz Stukrit anöchen und in deren Anäufe entstehen Fragen.

00:40:29: Und wie schaffen wir das, die Wissenslage der Intersektionalität als Verbindenselemente herzustellen?

00:40:36: Der erlebe ich natürlich im Alltag.

00:40:39: Ich treffe mich mit den anderen entlang von unserem Defizit oder sagen wir vermeintlichen Defiziten.

00:40:45: Oder ich treff mich entlang meiner Krankheit und dem, dass ich es halt nicht hatte.

00:40:51: Das ist ein sehr ausschliessender Charakter gegenüber denen, die diskriminieren.

00:40:59: Nein, ich würde sagen das ist ein sehr wichtiger Ressourcepool.

00:41:07: Ich komme aus dem Feminismus.

00:41:08: Für mich war es total wichtig im Studium der Feminismus zu entdecken und Frauengruppe zu haben um besser verstehen zu können.

00:41:20: wieso sind zum Beispiel manche Türen für mich zu?

00:41:24: Ah!

00:41:24: Das liegt nicht an mir dass der Prof.

00:41:26: mich nicht eistellt.

00:41:27: Es hat vielleicht auch Hintergrund, dass der halt eher Studenten einschält und nicht Studentinnen.

00:41:34: Und das kann ich besser verstehen mit dem theoretischen Hintergrund von Patriachat, sag' ich mal.

00:41:39: Ja?

00:41:41: Und deswegen ist doch ganz wichtig, dass ich auch meine Bubble hab, wo ich auch gestalkt war, wo es ja ganz diverse Erfahrungen gibt!

00:41:50: Also es gibt ja vielleicht Leute die machen positive Erfahrungen – das erzählen sie auch!

00:41:54: in dem Kreis von jetzt behinderten Menschen, wo du vorher erzählt hast und den Mann.

00:42:00: Und dass genau das auch stärker kann, dass man mal unter sich ist und nicht wieder die Menschen, die diskriminieren oder das kennen wir viel auch von People of Color, sagen nicht immer die weise Dominierende, wo jedes Gespräch wieder dominiert,

00:42:15: wo ihr

00:42:16: Machtgebahre mitbringen, sondern ja, das stärkt uns!

00:42:20: dass wir unter uns erst mal sind und nicht abgewertet sind?

00:42:25: Also die sich bildenden PIAS, diese Gruppe.

00:42:29: Die siehst du jetzt auch im Zusammenhang mit Intersektionalität als hohe Form von Ressourcen.

00:42:38: Und auch von schützenswertem, Entschuldigung, Biotop, also wo man so leben könnte wie man lebt.

00:42:44: Man versteht mich ich muss nicht immer erklären.

00:42:47: Jetzt mache ich noch einen Link zum dritten Beispiel.

00:42:51: Ich habe in einem Podcast zu Gastkat Sandra Mesmo.

00:42:54: Sie war Studentinbüß, sozialarbebühre studiert, ist Rollstuhlfahrerin und jetzt Leiterin der Muskelkrankheit Schweiz.

00:43:05: Ein Thema war, wie unglaublich schwierig es für sie war erstens als Frau mit Behinderung in eine Leitungsfunktion zu kommen.

00:43:16: Wenn ich jetzt das auch der Konzept nehme, dann müssen wir irgendwie sagen... Und jetzt müssen wir mal nachschauen, was verhindert denn berufig die Wahl in einer Leitungsfunktion?

00:43:28: Ist es Frau oder ist es Behinderte?

00:43:31: Oder ist es Kombination?

00:43:33: Kombination.

00:43:35: Würdest du sagen!

00:43:35: Ja also Intersektionalität, deswegen ja auch die Intersection, die Kreuzung und Stefan Paulus und ich haben ja das Bild der Kreuzungen durch den Kreisverkehr ersetzt und zu sagen, die fahren da immer umeinander.

00:43:50: Aber die Diskriminierungskategorie Frau, Behinderung oder?

00:43:54: Die fahren da... Und in welcher Situation wirken sie sich wie aus?

00:43:59: Das

00:44:00: ist sicher die Kombination!

00:44:02: Wir haben ja auch gewährweiss.

00:44:04: Oder ist es denn nicht eher einfach behindertig?

00:44:09: ein Stück mit Leitungsfunktion, Anforderungen ausschliessen.

00:44:16: Und jetzt ist es eine Frau, sondern es ist wirklich eine

00:44:19: Behinderung.".

00:44:20: Das müsste man genau wissen!

00:44:22: Von den Leuten, die sie anstellen, wer sind behindertem Mann?

00:44:25: Vielleicht wäre das einfacher gewesen.

00:44:27: Das wissen wir aber nicht.

00:44:28: Hennen die eine Genderquote und können gar kein Mami einstellen.

00:44:33: Das ist jetzt arg fantasiert oder dann hätte ihre Frau sein positive Auswirkungen können, aber das müssten wir ja wissen in der Situation.

00:44:40: Aber es ist sicher wenn man dann theoretisch zurückgeht vom theoretischer Wisser wo wir hin und von den Forschung ist sicher Frausein und Behinderung per se jetzt kontextunabhängig birgt mehr Diskriminierungsgefahr als Mannsein und Behinderung.

00:44:59: Weil Männer einfach in dieser Gesellschaft per se, jetzt nicht jeder, aber theoretisch, wenn man es anschaut, bessere Chancen haben.

00:45:07: Ja.

00:45:08: Wir haben uns ja noch gewundert ... Jetzt bewirbt sie sich für eine Organisation, die im behinderten Bereich sich positioniert.

00:45:19: Ganz klar seit schon der Namen, seit schon die Ausrichtung.

00:45:22: Und warum's denn so schwierig ist?

00:45:27: mit diesen beiden Dimensionen den Weg machen zu können.

00:45:31: Es wurde gestern gewählt, aber einfach der Weg nicht.

00:45:34: Die Kombination von diesen beiden Bereichen hat es sehr schwierig gemacht und meine Frage ist noch mal drin, da nehme ich jetzt einfach stark unter.

00:45:43: Was würde das bedeuten für Organisationen?

00:45:46: Hinsichtlich genau in solchen Situationen!

00:45:48: Und du hast vorhin mehrmals auch durchgeblickt, hey, das ist auch für mich als Frau eine aufklärte Organisation immer noch rausfährt und in der Kombination.

00:45:59: Man muss die Organisation ändern, die richtigen.

00:46:04: Die Organisationen müssen natürlich auch ihre Mitarbeitende intersectional schulen.

00:46:10: Es gibt Strukturen.

00:46:12: Aber diese Strukture sind ja nicht fix.

00:46:14: Sie werden ausgeführt von Menschen.

00:46:16: Das wäre ein Subjektebene.

00:46:18: Ich als Subjekt bin Dozentin.

00:46:21: Ich habe Strukturn hier aber die kann ich ... Mal habe ich mehr, mal habe ich weniger Macht zum die Strukturen ausdehnen.

00:46:30: Ja, Vorschriften das gibt und so weiter.

00:46:32: Da ist auch ein Prozess wie gesagt im Wahlprozesses, ein Anstellungsprozess.

00:46:37: Und dann müsste man natürlich Intersektionalität schulen würde auch heiß oder sensibilisieren.

00:46:44: also Die Menschen in der Organisation, die leben ja auch in dieser Gesellschaft, wo wir ständig auf der Symbolebene, das ist die dritte mit Bilder konfrontiert sind.

00:46:54: Überbehinderte über Geschlecht über Klass über Body psychische Krankheit und so weiter Und wir sind ja da nicht frei davon.

00:47:02: Ich sage immer zu meinen Studiers, es ist nicht das so, dass mir ein Tisch baut und den Baum an einem Abend gehen wir heim und vergessen, dass wir ständig auch in dieser Gesellschaft überflutet von diese Bilder oder Politik oder Medien transportieren.

00:47:17: Das heißt, es bräuchte eine hohe Kompetenz von den Menschen in der Organisation um sich selber immer wieder zu reflektieren.

00:47:25: Was macht es mit mir wenn ich einen Bewerbungsmarkt beaufmache?

00:47:29: Und ich sehe die Frau ist behindert!

00:47:31: Und wenn ich das nicht reflexiv präsent habe, sondern da Vorurteile habe und die wirken und zack leg ich die auf die Seite.

00:47:37: Ist jetzt angeplatzt aber ... Nein,

00:47:39: das ist nicht geplatzt!

00:47:39: Ja,

00:47:40: aber so läuft es, oder?

00:47:42: Also ich habe das schon erlebt im Zusammenhang mit dem Headhunterauftrag.

00:47:46: Da sind Bewerbungen von Frauen mit Kopf durch gar nicht in der nächsten Runde gekommen.

00:47:53: Man hat sie nicht mehr differenziert angeschaut.

00:47:54: Ich hatte niemand gesagt, hier wäre noch spannend,

00:47:57: oder?!

00:47:57: Aber das ist wie ... Und ich würde das einfach nicht nur negativ zuhören, sondern es hätte einen refleksartigen Grund, wo man sagt und da kommt gar noch die Frage.

00:48:07: Aber wenn die Diskussion ist ja auch alt?

00:48:10: Sollts überhaupt eine Foto geben – in einem USA, in dem Fall uns mal schon Jahrzehnte voraus -, solls überhaupt ein Foto gehen, soll es Geschlecht angeben, soll man das nicht alles anonymisieren?

00:48:24: Was würde dann passieren?

00:48:25: Dann würden die Menschen hier sitzen!

00:48:27: Und dann wird zum persönlichen Kontakt gehen.

00:48:30: Dann hast du aber immer noch die Gefahr, wenn jemand seine Vorurteile reflexiv präsent hat und seine Bilder ... Wie war der innergespräch?

00:48:39: Wenn da Eber wie jetzt Sandra eine Frau im Rollstuhl sitzt oder eine Person mit Behinderung, andere Behinderungen blind oder in die Cap oder eben schlechtermäßig oder

00:48:50: Person

00:48:51: auf Kalle usw.

00:48:52: Da schaue ich schon etwas, wo ich ... wenn Menschen, die eine Krankheit oder eine Behinderung mit sich mitbringen und noch selbstbewusst unterwegs sind.

00:49:05: Diese stellen dann Forderungen an.

00:49:07: Die Forderung könnte man sagen.

00:49:09: Aber willst du nicht?

00:49:10: Du musst eigentlich dankbar sein!

00:49:12: Und du musst eigentlich eher demütig unterwegs sein und nicht nur Erfahrung haben.

00:49:18: Dass du sagst, ich brauche dich noch das ... Ich brauche noch Rollstuhl-WC und so.

00:49:23: demütig da sind.

00:49:25: Da wäre ja wie so ein Teil von der Intersektionalität, wo sich etwas aufpassen muss, oder?

00:49:29: Sonst passiert genau die Hebelwirkung, was zum Schluss führt.

00:49:34: Wir sind fast am Schluss... Vielleicht

00:49:35: auch eine Chance sein könnte, wenn ich da auf der Subjektebene bin vom Bild als Subjekt Sandra sage jetzt mal im Fall zu bleiben, auch genau zu wissen, ich weiß um die Bilder, die kursieren und welche Argumenten müsste vielleicht anbringen.

00:49:53: Oder welche könnte auf mich zukommen?

00:49:55: Also als Frau zum Beispiel, die Behinderung habe ich jetzt nicht aber in meiner Karriere war mein Frau sein immer wieder wichtig wo genau vor Vorstellungsgespräch weiß, welche Frage könntet kommen?

00:50:06: Die berühmte Frage wollen sie Kinder, die man eigentlich nicht fragen darf, die aber immer kommt bei Frauen im gebärfähigen Alter oder und das ist ja dann auch, wo wir vor allem aus der Theorie über Glas kennt dieser Mehrfachaufwand, wo die Person auch leistet.

00:50:23: Den kann man nicht wegdiskutieren!

00:50:24: Da muss Sandra sicher viel sensibler sein und zu wissen was könnte auf mich zukommen?

00:50:31: Welche Argumenten müsste ich vorher mir vielleicht überlegen?

00:50:36: Ich schaue auf die Uhr und wir sind schon fast am Schluss.

00:50:40: Die Trigger ist natürlich mit der Antwort immer wieder eine neue Frage... Gleich noch eine Frage bevor ich zum Abschluss komme.

00:50:49: Resilienz ist Resilience, Resilenzförderung im Zusammenhang mit Intersektionalität das Thema?

00:50:55: Oder du hast es gerade vorhin gesagt oder Sandra heisst ja auch hey du bist etwas wert und du musst Bewältigungsstrategie mit deinen Wertigkeiten und nicht nur mit dem wo du diskriminiert wirst.

00:51:06: also Resilienten, Resilianzen ansetzen, Resilenzen instrumentieren.

00:51:11: Das ist das Thema.

00:51:13: Ja, das habe ich am Anfang schon versucht anzudeuten.

00:51:16: Stefan oder da durch diese Arbeit aufzuzeigen welche gesellschaftliche Bilder, Symbole wenn jetzt in der Sprache von der Grafik bleibt und Strukturen gibt es wo mit deiner Situation zusammenhängen?

00:51:33: Wo du gar nichts dafür kannst sage jetzt mal alltagssprachlich oder wo mit gesellschaftlichen Strukture und Bildern zusammen hängen?

00:51:42: Das ist ja ganz wichtig.

00:51:43: Das kann auf der Subjektebene wirklich ganz viele Ressourcen freisetzen, weil sie machen oft die Erfahrungsliege an mir oder

00:51:52: Schmeifersagen.

00:51:53: Genau.

00:51:54: Ihre Identität wird im Fragestellten genügend noch, bin ich es überhaupt noch wert?

00:51:59: Darf ich hier überhaupt noch teilnehmen?

00:52:01: Es geht bis zu den ganzen speziellen Frageställungen.

00:52:04: Was ist lebenswertes Leben?

00:52:07: Ich komme zum Abschluss.

00:52:09: Wir könnten ja immer wieder neue Themen nehmen und es gibt dann auch anschliessende Präferithemen, die entlang von diesem Ansatz oder dem Konzept ganz relevant wären.

00:52:19: Wir erleben jetzt gesellschaftliche Transformationen, mit denen wir nun keine Wüchte herkommen – also ökonomische Transformatione, globale und ich meine auch die digitale Transformation.

00:52:30: Und ich meine Diversität wie auch ... Intersektionalität ist doch kein Forderett.

00:52:37: Das ist für mich ein Grundsatz, das für mich eine Heeregrundsat ist.

00:52:41: Aber die Diversität steht ja wahnsinnig auf der Kippe!

00:52:46: Welche Diversitätsstätten stehen auf der Küppe?

00:52:47: Also so Diversitäten, dass man sagt, wir haben eine Regenbockergesellschaft und alle Formen von Lebensentwürfen und Entgültigkeit.

00:52:56: Da steht ja zur Kippie, oder?

00:52:58: Ja, ich finde tatsächlich ... Ja, ich finde das tatsächlich.

00:53:01: Da habe ich dir vorher schon widersprochen?

00:53:03: Ich finde es gibt Gleichzeitigkeiten.

00:53:07: Vielleicht sind sie einfach die Handlungsfelder, in denen man sich bewegt oder die Kontexte, wo man bewegt.

00:53:12: Ich würde jetzt sagen, in all diesen Transformationen erlebe ich aktuell ganz stark ... Die Diversität, die wir auch lange dafür gekämpft haben.

00:53:20: Ich glaube auch Soziale Arbeit für Dachkämpfe hat.

00:53:24: Diese steht zur Debatte ja!

00:53:26: Die ist nicht gleich... als Tragfähige in der Gesellschaft.

00:53:31: Da könnte ich für mich einen Einfluss haben auf die Intersektionität oder das Verstehen von der Intersectionität.

00:53:40: Ich sehe es einfach ein bisschen anders wie du.

00:53:41: Wunderbar!

00:53:42: Ja, Kersten, wunderbar!

00:53:44: Macht uns eine Höhe und unsere Zuseher mutig ...

00:53:49: Ich glaube, dass diese Transformationsprozesse immer so ist, dass es ganz viel Verunsicherung auslöst.

00:53:55: Und die Verunsicherungen erwirkt das Erstarke des Festhalte-Wolle und des Zurückgehen-Wollen.

00:54:00: Aber ich finde aber, dass das wirklich gleichzeitig passiert.

00:54:04: Ich weiß schon was zu Menschen machen, manche Sachen auch angst im Thema Rassismus oder so.

00:54:08: Gleichzeitig denke ich ja aber, wir müssen davor... Die Kunst ist der Fokus immer auf das Zulege.

00:54:14: Wo gibt's ganz viele Bewegung?

00:54:16: Wo gibt es Widerstand?

00:54:19: Es gibt ja ganz viele soziale Bewegungen, die andere Bedürfnisse laut machen und wo Diversität hochhaltet.

00:54:29: Und wo ganz mutig da andere Wege gehen.

00:54:33: Unbedingt!

00:54:33: Da würde ich dir nicht widersprechen.

00:54:35: Ich frage einfach, diese Dynamik, die man feststellt, müssen wir das jetzt in der Forschung weiterentwickeln?

00:54:42: von der Intersektionalität ... Nicht auch mitdenken.

00:54:45: Oder dass die Gegend ... Ich bin auch lieber in den Berbeln, wo es sehr aufgeschlossen ist und ich denke wahnsinnig liberal unterwegs ist.

00:54:54: Ich habe einfach den Gegenteil, der eine hoche Form von Alllegitimation hat, die ich nie gedacht hätte oder?

00:55:00: Ja, ich

00:55:00: habe ja nicht widersprochen.

00:55:01: Ich hab nur gesagt, das sei gleichzeitig.

00:55:04: Und natürlich wird das Intersektionalität angeschaut.

00:55:08: Wie kann man das erklären, dass es möglich ist?

00:55:13: Und dann zu überlegen, aber das ist eine große Frage Stefan.

00:55:18: Das war ja nicht die Frage, wo könnte man ansetzen?

00:55:20: Aber natürlich ist es auch intersectionale Forschung.

00:55:23: wie kann man das immerhin in Deutschland jetzt zum Beispiel Bundesländer, wo genderneutrale Sprache verbietet?

00:55:30: Sachsen verbietet das.

00:55:33: Es kann natürlich intersectionalität erklären, wo das herkommt und könnte auch Macht- und Herrschaftskritisches Konzept auch an Setze liefern.

00:55:43: Wo müsste man ansetzen?

00:55:44: Die Frage ist, wer hat die Macht da wieder anzusetzen.

00:55:48: Wenn ich noch eine ganze Platte frage, wenn du dieses Buch wieder schreiben würdest ... Miterkennend diese vier Auflagen.

00:55:54: Aber du würdest jetzt noch einmal sagen, was für ein Kapitel kommt noch dazu?

00:55:57: Gibt es noch einen Kapitel, der sagt, dass man das mal Platz haben muss?

00:56:03: oder im Sinn des letzten fünf und sechs Jahres müssen wir den Kapitel noch dazu nehmen?

00:56:10: Also nicht nur ... zu verifizieren von einzelnen Kapiteln.

00:56:15: Gibt es noch zusätzliches Kapitel?

00:56:16: Du sagst, nein hier wo eigentlich gesetzt ist, da ist so gesetzt und mit dem können wir weiter schaffen.

00:56:25: Also ich würde ... wenn dann würde ich am Ende bei einem Praxisbezug erweitern.

00:56:38: also nochmal oder was als Sätze vielleicht aber normaler.

00:56:44: Ich würde jetzt nicht Richtung Forschung oder mir wollte der Praxis nahe als Buch schreiben.

00:56:48: Ich würde eher am Ende nochmal mehr Leuten, wenn ich extra Leute aus der Praxis schreibe lassen und die Leute aus unserer Praxis den Nutzer vom Konzept beschreiben lasse.

00:57:00: Dann bräuchte man aber dann gleichzeitig wieder – sind wir wieder beim Eingang ein anderer Titel damit Praxis es überhaupt liest?

00:57:06: Ja!

00:57:07: Wobei ich ja hingeschrieben.

00:57:09: Theorie und Praxis.

00:57:11: Aber die Intersektionalität, der Begriff sagt halt viele immer noch nix.

00:57:14: Aber mehrfach Diskriminierung würde sie wahrscheinlich trotzdem auch nicht lesen?

00:57:18: Ist so!

00:57:19: Ich würde jetzt Intersekzonalität als wording nicht verändern aber ich würde Unterbau.

00:57:26: Der würde wie du sagst allenfalls noch ein wenig in einer gewissen Praxislogik.

00:57:31: Aber wir streiten ja nicht über den Erfolg von deinem Wort.

00:57:34: Aber

00:57:38: Zusatzkapitel aus Praxis Sicht.

00:57:40: Liebe Kerstin, danke vielmals, dass du Gast warst.

00:57:43: Ich habe das Thema unglaublich spannend gefunden weil ich eben auch tatsächlich finde die Spannung löse von einer gewissen hohen Relevanz aus sicher in diesen Feldern wo wir uns bewegen.

00:57:56: Ängste, die du Stuck in das Engste definiert hast.

00:57:59: Uns nicht überrollt und wir tatsächlich mit unseren Gegenbewegungen wirklich einen Gigapolsch schaffen können, wo diversität möglich ist und diese Intersektionalität auch in den Praxisalltag ankommt.

00:58:11: Danke, wie man das Gast gesehen

00:58:13: hat.

00:58:13: Danke für die Einladung, Stefan!

00:58:16: Da war das

00:58:16: Fachgespräch der Ostdepartement Soziale Arbeit.

00:58:20: Ihr findet die Fachgesproche auf dem YouTube-Kanal und ihr könnt es auch abonnieren, wenn ihr am nächsten Fachgespräch folgt.

00:58:28: Ihr könnt es als Podcast auf Apple-Podcast oder Spotify lassen und dort abonnieren für das nächste Fachgespiel.

00:58:36: Danke vielmals, dass ihr dabei war und bis zum nächsten Mal!

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