«Krisenhafte Zeiten (3/3): Eine Alternative leben» – Fachgespräch mit Eva Lauper und Sämi Nagel
Shownotes
Das dritte Fachgespräch in der Reihe «Krisenhafte Zeiten!? Ist die Zeit für Veränderung, auch für die Soziale Arbeit, gekommen?» gibt uns Einblick in die Lebensgemeinschaft von Eva Lauper und Sämi Nagel, die angesichts der offensichtlichen ökologischen und ökonomischen Herausforderungen für die (Welt-)Gesellschaft für sich beschlossen haben so zu leben, dass die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten werden und sich regenerieren können.
Im Gespräch erzählen sie von ihren Beweggründen, Anliegen und Herausforderungen, setzen sich dabei auch mit sozialen Fragestellungen auseinander und überlegen, inwieweit eine bewusste und nachhaltige Wirtschafts- und Lebensform weniger alternativ sein sollte, sondern eigentlich vielmehr alternativlos ist.
Mehr zu Matthias Weber: OST – Ostschweizer Fachhochschule
Mehr zur Eva Lauper und Sämi Nagel und ihrer Wohngemeinschaft: https://www.fliessgleichgewichte.ch/Handeln-und-Umsetzen/
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00:00:18: Herzlich Willkommen zum dritten Fachgespräch in der Reihe Krisenhafte Zeiten ist die Zeit für Veränderungen auch für die soziale Arbeit gekommen hier am Departement Soziale Arbeit an der Ost der Ostschweizer Fachhochschule.
00:00:32: Mein Name ist Matthias Weber.
00:00:33: ich freue mich sehr auf unsere heutigen Gäste Eva Lauper und Sami Nagel vom Rohrschacher Werk, die mit anderen zusammen eine alternative leben.
00:00:47: Ich möchte euch bitten, stellt euch und eure Lebensgemeinschaft doch ganz kurz selbst vor.
00:00:54: Ich bin der Semi-Nagel, bin in der Region aufgewachsen und habe den ETH Biologie studiert, Doktor abgemacht und bin viel Velo gefahren bis heute.
00:01:08: Er hat zehn Jahre lang in die Industrie geschafft und arbeitet jetzt im Altersheim als Pflegehelfer.
00:01:15: Und wir versuchen ein Modell zu leben, wenn elf Milliarden Menschen auf der Welt wären.
00:01:20: Das würde dann langen, ressourcemäßig und mit allem.
00:01:24: Wir versuchen das in der Schweiz, wo man tendenziell mehr Ressourcen verbraucht als anderen Orten.
00:01:31: So das Leben, dass wir in Gesellschaft integriert sind, aber dass es trotzdem funktioniert.
00:01:38: Und eine Ergänzung müsste ich noch machen?
00:01:40: Also quasi nicht nur das Einplanet langen für elf Milliarden Menschen, sondern jetzt wird es schwierig und auch herausfordernd.
00:01:48: Dass man gleichzeitig die Schäden, die wir schon gemacht haben reparieren kann in den nächsten hundert Jahren.
00:01:53: Könnt ihr wenn ich euch zurück erinnert als es für euch oder individuell zusammen gestartet hat wie es dazu kam gab's da wie so ein Schlüsselerlebnis?
00:02:06: war das ein Prozess gegen so eine Art, wir haben es im ersten Gespräch dieser Reihe thematisiert.
00:02:12: So ein utopisches Denken voraus oder einen Aktionismus oder vielleicht ganz was anderes?
00:02:17: Also wie kam es zu eurer Reise dorthin, wo ihr jetzt je für euch oder miteinander seid?
00:02:25: Also beim Sämen war es glaube ich der Welleumfalt gewesen.
00:02:28: Nicht nur!
00:02:29: Aber ist es bei dir gewesen?
00:02:32: Ich glaube, ich habe immer schon so gedacht der Auslöser, das wirklich umsetzen ist.
00:02:38: Dass ich eine kleine Erbschaft gemacht habe und wir gefunden haben, dass wir mit diesem Geld etwas machen.
00:02:43: Wir wollen nicht Profit für uns, sondern profit für die Erde.
00:02:49: Und gleichzeitig würde ich ergänzen, bevor ich zu mir komme, damit wir uns kennengelernt haben in einer so etwas utopischen ... In einem utopische Genossenschaftverein in der Stadt Zürich, wo es darum geht, dass man wieder nachbarschaftlich miteinander wohnt in der Stadt, wo es sehr anonym geworden ist und das ganze Quartierleben vergleichen mit vor hundert Jahren weniger geworden ist.
00:03:13: So haben wir uns kennengelernt.
00:03:16: Und zu mir selber bin ich als Landein aufgewachsen im Appenzellerland und bei den erst mit zwanzig Jahren durchs Studium in die Stadt gekommen.
00:03:25: Intuitiv ist da irgendwo schon immer bei mir drin gewesen, wahrscheinlich dedenken, geweckt worden oder quasi ausgelöst worden zum Gänsefüßchen Extremismus, Gänsefüßchen wieder.
00:03:41: Ich hatte im Jahr ein Veloumfall auf dem Weg zur Arbeit und bin knapp am Tod vorbei geschrampt und auch mit schweren Verletzungen oder Hirnverletzung.
00:03:53: Das habe ich nicht mehr dabei, wenn ich vorne war.
00:03:56: Ich habe mich super erholt und insofern ein zweites Leben geschenkt bekommen.
00:04:01: Bei mir hat es schon einen Auslöser.
00:04:03: geführt, dass ich mir auch gesellschaftlich ökologisch und ökonomisch als Naturwissenschaftler angefangen habe, Gedanken zu machen wie läuft unser System auf der Makro-Ebene.
00:04:15: Kann überhaupt die Zukunft so weiterlaufen?
00:04:18: Braucht es noch nicht gravierendste Änderungen?
00:04:21: Und da war es ab dem Jahr twoausigund acht bis zweitausigund fünfzehn, wo ich mich in diesen Themen eingeschafft habe und durchdenkte.
00:04:27: Auch mit sozialem Aspekt ganz viel!
00:04:29: Man kann vielleicht noch ergänzen, dass das eine sehr krasse Karriere gemacht hat.
00:04:36: Also du hast zehn Jahre in der Industrie geschaffen, in der Pharmaindustrie, kann man sagen?
00:04:40: Was
00:04:40: ist die Diagnostik?
00:04:42: Und
00:04:43: dann nach dem Veloumfall ... gesagt habe, ich lebe so nicht mehr weiter.
00:04:48: Ich mache es anders und dann etwa fünfzehn Jahre überhaupt keine Prüfstätik war.
00:04:52: Ist
00:04:53: das viel?
00:04:56: Sechs, sieben Jahre bevor ich angefangen habe wieder zu arbeiten.
00:04:58: Okay,
00:04:58: Entschuldigung!
00:04:59: Sechs-sieben Jahre gar nicht geschafft hat, nicht der Werbstätig war und sich eingeschafft hat in ... also nicht nur Ökologie, du hast ja eben auch Ökonomie gemacht und Geopolitik.
00:05:12: Und gleichzeitig mit meinen Vermögen, die ich nicht gewusst habe.
00:05:15: Als Studierend weitergelebt, das Konto ist immer gewachsen und gewachsen.
00:05:19: Jedes Mal hat er vom Boschkonto wieder angeläutet, wann man noch investieren könnte.
00:05:23: Nachhaltigkeit gab es hier zumal im Jahr zwutusig und zehn elf noch wenig.
00:05:28: Er schaffte dann fünf Jahre nach dem Wellenumfall
00:05:32: auf.
00:05:32: Es
00:05:33: klingt für mich wie zwei sehr unterschiedliche Arten und Weisen oder so biografische Wege zu dem, wie er heute lebt.
00:05:40: Zum einen ... einschneidendes Erlebnis möglicherweise verbunden mit Sinnfragen, dass dann aber rationale Überlegungen ausgelöst hat.
00:05:50: Wo komme ich her?
00:05:51: Wie will ich weiterleben?
00:05:53: und wie so eine Art bewusster Entscheid hört sich das für mich an Mit dieser Suchphase wo bestimmte Dinge miteinander verbunden wurden Das als einer Weg und der andere eher so dieses.
00:06:06: Ich war schon immer so habe ich gehört die Eva kleine Eva, die dann gröser werden, die schon immer die Welt vielleicht mit ein bisschen anderen Augen gesehen hat.
00:06:19: Ist es so in etwa richtig wie ich das gehört habe?
00:06:22: Ja, ich glaube, ich habe das so gesagt.
00:06:24: Meinen tun wir ... Es gibt bei mir keinen Punkt, den ich gesagt hätte.
00:06:29: Oh!
00:06:30: Es ist aber anders.
00:06:32: Oder ich muss es anders weiter machen.
00:06:34: Da sehe ich keinen Punkt.
00:06:36: Bei dir gibt's einen hinteren Punkt.
00:06:39: Was würdet ihr sagen, unterscheidet in eurer Art zum Leben schlussendlich von anderen Arten zu leben?
00:06:45: Also auch gern die Verbunden mit der Einladung und so ein bisschen mitzunehmen.
00:06:49: In eurem Alltag, in ihrer Vision, in euren Lebensgemeinschaften, in euer WG zusammenlebt.
00:06:58: Da gibt es eigentlich drei Antworten darauf.
00:07:00: Die erste wäre, dass wir aufzählen können, was wir alles anders machen aufgrund der Berechnungen.
00:07:06: Und die zweite Antwort ist meine Sicht.
00:07:10: Ich mache eigentlich gar nichts anderes als die grosse Masse und du sagst, ich passe überhaupt nicht in diese Gesellschaft, aber es ist eigentlich die gleiche Antwort.
00:07:20: Wir sind ja beide hier, wir arbeiten ja beide um mein Leben und nehmen teil.
00:07:25: Also wir fangen an mit ... Das
00:07:28: war nun dritte, oder?
00:07:29: Da waren die drei.
00:07:30: Es ist eigentlich wie der Naturwissenschaftliche Aspekt, es ist ein anderes Denkmuster.
00:07:38: Von aussen betrachtet unterscheidet sich vielleicht nicht immer so wahnsinnige Gefühle aber eigentlich sind es Neos in dem Denken, dass man sich unterscheiden will einen gigantischen Unterschied macht.
00:07:49: Ich sage mal so zu einem zukunftsfähigen Zivilisation auf diesem Planeten aus meiner Sicht.
00:07:57: Dann fangen wir an mit, was wir eigentlich anders machen.
00:08:01: Also angefangen hat es mit deinen Berechnungen.
00:08:05: Du hast berechnet, was man alles bis ins Detail und vor allem auch in den groben Aspekt... Was müssen wir anders machen?
00:08:14: Zum Wohne wieder zurückkommen oder eben zum die elf Milliarden Menschen zu überleben bringen
00:08:22: könnten?
00:08:22: In einem stabilen System ... Das heutige System ist ja nicht stabil.
00:08:27: Es hat verschiedene Krise, die hast du angetäunt.
00:08:29: Was hast du alles angeschaut?
00:08:31: Ich habe natürlich die Ökologie, also gehört natürlich Altenvielfalt dazu, Landverbrauch und Klima.
00:08:42: Es sind ganze chemische Entwicklungsplastik-Sachen.
00:08:48: Das ist im Grunde einfach alles.
00:08:49: Schwierig ist es, dass man unterscheidet, ob das wichtig ist oder nicht.
00:08:52: Was kann man jetzt wegholen?
00:08:53: Was spielt nicht so eine grosse Rolle?
00:08:55: Um am Schluss noch einige Massen in Übersicht zu haben und schlussendlich ist es recht einfach rauszukommen lustigerweise.
00:09:01: Und was wäre die Gewinnessenz, wenn du sagst, dass es doch einfacher ist als es am Anfang ausgeschaut hat?
00:09:08: Also um dann am Schluss herauszufinden, wo muss man wirklich an welchen grossen Stillschrauben trüllen?
00:09:15: Ist natürlich... Verschiedene Hierarchien gemacht.
00:09:18: Ich sage mir, keine FF-Kind-Anzahlkinder, aber da sind wir im Grunde noch in der Schweiz so tief, dass es nachhaltig wäre.
00:09:27: Aber wir haben dort den Wirtschaftssystem, darum bin ich auf die Wirtschaftenkobonie analysiert habe, Makroökonomie, dass man eine wachsende Gesellschaft brauchen, damit unsere Altersvorsorge überhaupt funktioniert mit den Pensionskassen hauptsächlich und AHAV.
00:09:39: Aber warum ist das nicht
00:09:42: nachhaltiger?
00:09:43: Genau wie waren bei eurem Alltag!
00:09:45: Genau.
00:09:46: Ja, genau!
00:09:46: Das ist natürlich auch mit dem Geld... Kein Flaschflügel habe ich angefangen.
00:09:50: Kinder sind eigentlich so... Darum habe ich überhaupt angefangen in der Makroökonomie wie auf den Heiner Flassbeck getroffen.
00:09:56: Brillant.
00:09:56: Er erklärt alles, wie das Geldsystem funktioniert hat bis jetzt.
00:10:01: Wie dort über das ökonomische Thema kommen.
00:10:04: Warum man wachsende Bevölkerung haben möchte?
00:10:07: Und
00:10:08: je mehr Menschen wir sind, um so mehr Ressourcen zu verbrauchen.
00:10:12: Ja auf dieser Fläche natürlich!
00:10:13: Wir probieren die Universität an und schauen, die gibt es auch in der Schweiz oder?
00:10:16: Jetzt fliegen – das zweite F ist fliegen.
00:10:19: Das ist durch den CO²-Ausstoß.
00:10:20: In der Schweiz ist da nicht zwei oder drei oder vier Prozent, wenn man hier immer gehört vom globalen CO².
00:10:25: Ausstoß vielleicht schon, aber in der Schweizer ist da immens.
00:10:28: Da ist jemand im Drittel oder irgendetwas in dieser Richtung.
00:10:30: Aber was heisst das für euch also für eure Art zu
00:10:33: leben?
00:10:34: Ich habe ihr auch schon mit Geweigerern zum Flügen.
00:10:36: Das waren irgendwo Sitzungen im Mannheim.
00:10:38: Man ist über die Kölnbahn zwischengelandet und man konnte mit dem Zug gehen, also nicht mehr fliegen.
00:10:43: Ich bin den letzten zwanzig Jahre einmal geflogen und werde es nicht machen.
00:10:47: Und dann bei der Kind... Da ist natürlich auch eine Lebensfasenfrage.
00:10:53: vor zwanziger Jahren mit einer entsprechenden Partnerin hat ja Familie gegründet.
00:10:56: Hat aber dann aber zwei Tausend und elf Zwölfe nach dem Wählerumfall.
00:11:01: gesagt, wo ich Bedenken habe und was man ändern müsste.
00:11:02: Ich habe auf mein Umfeld aus Feedback gelassen, dann habe ich gemerkt dort, ob ihr es belechelt.
00:11:07: Und so nach zwei oder drei Jahren habe ich mich nicht ganz bewusst, dass ich keine Kinder habe.
00:11:11: Genau.
00:11:11: Und danach sind wir noch beim Fleisch, das ist der Landflächenverbrauch.
00:11:14: Ein Kuchen frisst die C-Kalorie zu meiner Kalorien her, da können wir direkt über die Pflanzen die Aufnahme um mit zehn Milliarden Menschen in den Falkaliberwäldern weg.
00:11:21: In der Schweiz waren wir jetzt intensiv landwirtschaftbetrieben.
00:11:24: bei uns... verschwindet Fledermüsli, einfach alles ekel, alles verschwindets langsam.
00:11:30: Und da hat mit dieser intensiven Nutzung zu tun, wenn wir fünfmal so viel Landwirtschaftsfläche brauchen, Menschheit heute wegt den Nutztier.
00:11:38: Wenn du sagst Fleisch, musst du auch noch sagen das ist ein Überbegriff für tierische Nahrungsmittel?
00:11:43: Tierische Nährungsmittel, wenn natürlich Milch und Käse mit dem Kalbsfleisch zur Top-Schwierigkeit gehört, was dort der Faktor C ist bei den sausten Faktoren V und beim hohen Faktore Drei Kalorie gefressen zu Kalorien, die man selber als Mensch
00:11:56: hat.
00:11:57: Wenn ich euch zuhör, seid ihr es beschäftigt?
00:12:00: Ihr euch sehr stark mit v.a.
00:12:02: ökologischen Fragen verbunden mit ökonomischem Fragen kommen da soziale Aspekte also die Art und Weise wie wir miteinander leben wie mit Ungleichheit umgegangen wird.
00:12:16: Kommen sie auch zum Tragen?
00:12:18: Wir sind soziale Vermieter.
00:12:21: Wir haben hier, wo ich die Erbschaft gemacht habe, ein Haus gesucht, um die Modellgemeinschaft zu gründen.
00:12:30: Und wir haben gesagt, dass wir aus der Mietenden keinen Profit rausnehmen.
00:12:34: Das kann man in der Schweiz relativ weit suchen.
00:12:38: Die Mietende sind so berechnet und zahlen auch gleich in den Pool ein, damit man das Haus über dreißig Jahre lang ins Stand halten kann.
00:12:47: Dass wir nicht quasi ... Am Schluss haben wir nichts mehr, wenn es nach den Dreißigjahren gefallen wäre.
00:12:52: Darum sind die Mietenden günstig und wir sagen ... Unser Profit ist nicht finanzieller Art, sondern sozialer und ökologischer Art.
00:13:01: Wir wollen Menschen, die bei uns wohnen, die das teilen.
00:13:06: Ähnlich denken!
00:13:07: Wir haben fixe Ziele, zum Beispiel heute nur auf achtzehn Grad.
00:13:12: Und dann haben wir auch ... Wie heisst es die anderen Ziele?
00:13:16: Nicht fixe Ziele, wünschenswerte Ziele.
00:13:20: Es muss nie mehr vegan leben bei uns.
00:13:24: Genau und das ist ein Aspekt, der ganz viele Menschen, die als Schweizer Mietsystem gewöhnt sind nicht verstehen, dass für mich da etwas anderes wird als Geld.
00:13:35: Wobei ich würde sagen, es gibt zum Teil schon Mieten, die endlich höher sind wie bei uns.
00:13:42: Wie man jetzt überhaupt acht Leute wäre, wenn wir immer noch nicht sind.
00:13:46: Ist vielleicht ein Punkt nachher noch.
00:13:51: Die Beteilfdiefe der Miete auf die Zitte legen, um das Haus in den Stand zu halten.
00:13:54: Das ist ja nicht nur noch dreißig Jahre alt.
00:13:56: Unseres Haus ist zweihundertfünfzig bis dreihundertfünftig Jahre alt und wir wissen nicht genau wie alt es ist als Holzhaus.
00:14:01: Und dass aber einfach in den Stand gehalten wird, dass man da in dem Sinn auch nie abbrechen neu aufbauen muss.
00:14:06: Es sind eine ökologische Komponente.
00:14:08: Und das Geld, das wir dann auf die Zeit legen und es wäre vorgeblieben, dann dort mal etwas Schönes gestalten, wenn man früher noch heisserschöne angemalt hat und so, weil dann auch jetzt immer beim ökonomischen Aspekt wieder vom Ganzen.
00:14:19: dass wir ihnen auch Unternehmer und kleine Firmen anstellen können, damit sie sich Zeit für eine Arbeit machen können.
00:14:26: Nicht immer unter die Zeitdruck sind, wo vielleicht auch ein sozialer Aspekt ist, weil man den Abteil nicht für uns selbst gebrauchen würde, die übrig bleiben würde, sondern sagt dann nicht mehr, jetzt machen wir die Fassade besonders schön.
00:14:37: Wenn wir auf dem Konto, das ich für die Instandhaltung des Hauses bin, haben wir so viel, dass wir etwas ganz Grosszügiges mitmachen können.
00:14:43: Und einen weiteren sozialen Aspekt?
00:14:46: dass man natürlich am liebsten in mehr Generationen ein Haussystem leben würde, das man dann auch pflegt.
00:14:54: Ich glaube aber nicht, dass es realistisch ist mit so wenig Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern.
00:15:02: Für dich sind acht bis elf Leute vermutlich einfach ein krisches Setting, damit sie fast schon weiler oder so haben als etwas grössere Gemeinschaftsumdung händeln können?
00:15:12: Unser Gesprächszyklus findet ja statt unter der Überschrift Krisenhafte Zeiten.
00:15:18: Eure Art zu leben, wie würdet ihr die einordnen?
00:15:20: Ist das eine individuelle Krisenbewältigung oder möglicherweise eine Blaupause für manigfaltige gesellschaftliche oder globale Krisen?
00:15:31: Wie würde ich das einschätzen?
00:15:32: Oder machen diese Begrifflichkeiten überhaupt Sinn für euch?
00:15:35: Wir versuchen das Modellsleben und einfach zeigen dass es geht
00:15:41: Und
00:15:42: das Thema Verzicht ist gar kein Thema.
00:15:45: Wir leben einfach, wir machen es einfach.
00:15:48: Es gibt Leute, die sagen, ich würde nie auf mein Auto verzichten.
00:15:51: Ich bin in ein Auto gefahren und für mich ist es kein Verzichtet.
00:15:55: Es ist aber auch keine Aufnahmekriterium, dass man kein Auto hat.
00:16:00: Wir haben dort beim Auto gesagt, statt acht Leuten und acht Autos, mit maximal acht Leuten dort wieder.
00:16:08: Nachbarschaft aussieht, haben wir halt in zwei Maximalzeiten.
00:16:12: Und bis jetzt war noch nie jemand bei uns mit Autos gewohnt?
00:16:17: Wir waren
00:16:18: insgesamt vier
00:16:21: Leute.
00:16:21: Mit uns sieben.
00:16:23: Ja, wo wir gekommen sind und wieder gegangen sind und den zweiten, die dort wohnen.
00:16:27: Zum Modell habe ich noch etwas sagen wollen, so im Kleinen sieht man das.
00:16:30: es wirkt!
00:16:31: Wir müssen zuhundert Höhenmeter bewältigen jeden Tag, wenn wir arbeiten können.
00:16:36: Zu Fuss oder mit dem Velo.
00:16:38: Und Velo fahren ... Ich fahre nicht besonders gerne Velo, es bleibt mir einfach nichts anderes übrig und so nach einem Jahr oder so habe ich mich aufgekämpft und dann winkt man einen Bauer ab dem Traktor, den ich vorhin noch nicht mit dem Schwetztand habe.
00:16:52: Jetzt hast du ihn gerade geschafft!
00:16:54: Also die Leute, die rundherum wohnen, sie sehen, dass hier Leute wohnend was anders machen.
00:17:00: und freue sich ein bisschen mit.
00:17:02: Also euer Weg ist das Modellhafte, anderen zu zeigen es geht auch.
00:17:07: Verzicht ist nicht zwingend Plakerei sondern es ist möglicherweise auch so eine Befreiung oder eine Öffnung von neuen Möglichkeiten.
00:17:15: Das scheint Euer Weg zu sein.
00:17:17: wenn ich es richtig verstanden habe Und gleich könnt mir ja auch die Vorstellung haben Wenn sich grundsätzlich was verändern sollte bräuchts wahrscheinlich mehr von dem oder mehr anderes Leben als das, was vor einem System genannt, was im System passiert.
00:17:33: Würdet ihr euch manchmal wünschen, dass nicht nur eine Graswurzelbewegung von unten zum Beispiel bei euch Samen und Flänzchen austrägt, sondern dass von oben reguliert wird also politisch über
00:17:48: Entscheidungen.
00:17:49: Jetzt kommen wieder zwei sehr entgegengesetzte Antworten, die aber das beides gleiche meinen.
00:17:54: Fangen du an?
00:17:57: Wir haben gesagt, was wir im Mikro machen.
00:17:58: Jetzt kann ich sagen, dass ich im Jahr hier im Jahr ist.
00:18:01: Ich war einer der Unterstützer des Bernie-Senders in den USA und habe die durchschnittliche Spende bezahlt auf sein Konto, damit der Präsident wird.
00:18:13: Er hat unter anderem eine Besteuerungsform von Ökonomen bereits ausarbeiten lassen, die dazu geführt hätte, dass Milliardäre einfach wegbesteuert werden, dass innerhalb von zehn Jahren von dort zumal sind es noch etwa dreißig oder vierzehn oder hundert Milliarden waren.
00:18:33: Wo sie besessen, haben die irgendwo auf hundert Millionen unten sind mit einer progressiven Steuer, um überhaupt auch eine gewissene Gleichheit zu machen und überhaupt eine Demokratie ermöglichen.
00:18:42: So Sachen habe ich in diesem Sinn unterstützt ab und zu.
00:18:45: aber das muss natürlich von dieser Seite kommen.
00:18:49: aus meiner Sicht ist beweisen, dass es von unten auf nicht kommt Da wäre ich schon von oben runter, dass man natürlich das regeln müsste.
00:19:01: Bei all diesen Abstimmungen in den letzten fünfzehn Jahren, die wir direkt in der Schweiz über das abgestimmt haben, haben wir jedes Mal als Arbeiterklasse, also aber als die normalen Bürger eigentlich von diesem Land gegen unsere eigenen Interessen abgestimt.
00:19:18: Wo man natürlich dann schauen muss, warum kommt denn da?
00:19:21: Auf welcher Information, was sie diskutieren wir überhaupt.
00:19:26: Man wird geschwetzt und berichtet und beworben und lobbyiert.
00:19:30: Und dann ist natürlich hinten und vorne passt da nichts mehr zusammen, weil ich mich am Anfang noch gewundert habe, mittlerweile wundere es mir nicht mehr.
00:19:40: Das bleibt immer gegen die eigenen Interessen abgestimmt, weil sie das Gesamtbild gerne verständen
00:19:45: möchte.
00:19:45: Wenn die Frage ist ob von oben oder von unten ... Samy tut auch oft... drüber nachdenken, was zum Beispiel in China gemacht wird.
00:19:53: Hier kommt ja viel von oben und man kann auch viel schlecht sagen über China – das ist klar oder die chinesische Regierung – aber Punkt der Umweltschutz kommt eben auch viel Gutes von oben.
00:20:05: Und jetzt sage ich... Auch
00:20:06: ökonomisch?
00:20:07: Nicht nur umweltschutzt?
00:20:08: Ja!
00:20:08: Jetzt sage ich noch das Gegenteil.
00:20:10: Ich bin der Meinung Mit nicht demokratischen Mitteln erreichen wir gar nichts.
00:20:15: Ich will nicht in einer anderen Form leben als in einer Demokratie und ich glaube aber nicht, dass wir es mit der Demokratie arbeiten.
00:20:24: Was wäre die Alternative?
00:20:26: Protest, Militanz, Revolution...
00:20:29: Weltuntergang!
00:20:31: Das
00:20:32: grünen mich jetzt auch schon.
00:20:35: Es
00:20:38: ist das Zeichen von Extinction Rebellion.
00:20:44: Das Zeichen von Extinction Rebellion hat dort mal Roger Helm geründet in Großbritannien.
00:20:51: Er war auch Bio-Bauer, aber ursprünglich hatte er eine technische Ausbildung und sagte im Jahr zehnt sie, dass wir jetzt wieder über den Zivilunkorsam laufen müssen.
00:21:04: In dieser Zeit waren die Leimarte einmal grün gefärbt worden.
00:21:07: Nachdem ich noch über den Rinner meinte, es ist quasi nicht so viel ... Unkurs samm eigentlich an den Reihen oder dann ist halt der Untergang von dieser Zivilisation zuvorn.
00:21:21: Und jetzt war es zehn Jahre später
00:21:22: ca.,
00:21:23: ich denke mir das immer auch.
00:21:24: Dass das Experiment Menschheit gezeigt hat, wir funktionieren nicht?
00:21:29: Das Experiment muss abbrauchen werden?
00:21:31: Oder nicht in diesen Formen weitergeführt werden?
00:21:33: Ein Umbruch in welche Richtung auch immer natürlich?
00:21:36: Ja
00:21:37: also im durchaus auch so ein... Für mich hört sich das an als auch entlastenden Fatalismus oder eben revolutionäre... Nein, nein.
00:21:47: Das ist gut für mich.
00:21:48: Eben nicht fatalistisch!
00:21:49: Ich versuche alles zu machen, was ich habe.
00:21:54: Das sind meine Wege, etwas anderes kann ich nicht, aber ich verzweifle nicht.
00:21:58: Also auch eine Appell- oder diese Rückzug auf die Selbstverantwortung?
00:22:02: Genau.
00:22:02: Was
00:22:02: kann ich tun, dass es anders wird?
00:22:07: Was mich noch interessieren würde, ich habe vorher glaube, Sammy Duas gesagt das Wort Widerspruch oder Diskrepanzen angesprochen.
00:22:15: Als ihr eben geschildert habt wie ihr euch selber dazu in die Lage gebracht habt es zu leben wie ihr lebt ist mir spontan gekommen man muss sich die Alternative auch leisten können.
00:22:27: Also eben und das ist schlussendlich nicht nur Geld ist auch gebunden zum Teil an Boden Ein Besitz, aber auch in anderen Kapitalien.
00:22:36: Zeit, Kompetenz, Netzwerke... Wie geht ihr persönlich für euch?
00:22:42: Aber vielleicht auch als Gemeinschaft mit diesen Sinns überhaupt?
00:22:45: Für mich sind es Spannungen.
00:22:48: Wie geht ich mir denen um?
00:22:49: Man
00:22:50: muss sich das auch leisten können, was du sagst.
00:22:54: Wir versuchen ja sechs bis ... Das muss ich rechnen.
00:22:58: Sechs bis neun anderen Menschen, das auch sehr möglich ist.
00:23:01: Mit unserem Haus und ... Umschwung.
00:23:04: Es zeigt sich in den letzten viereinhalb Jahren, dass sich jemand dafür interessiert.
00:23:12: Und ja, soziale Vermieter gibt es halt wenig in der Schweiz?
00:23:19: Also eine Vermutung aus welchen Gründen das nicht verfängt und für mehr Leute attraktiv oder ein Weg sein kann?
00:23:28: Der innere Schweinehund ist es wahrscheinlich ...
00:23:31: Nicht nur, es gibt verschiedene Ideologien.
00:23:34: Wir haben in dem Sinn auch eine Ideologie, die wir hier leben.
00:23:38: Zum Beispiel wenn man den Ökobereich anschaut, dann gibt es ganz viele Leute oder einige Leute, die gesagt haben ja aber Holzhäuser müssen wir da schon haben.
00:23:47: Aber bei der ökologischen Abteilung ist das natürlich mit Geizli und Hündeli und Ökopussli und hat aus meiner Sicht mit Nachhaltigkeit hin und vorne nichts zu tun.
00:23:57: Und das ist jetzt so ein Knackpunkt bei den ökologistischen.
00:24:03: Dann kann man sagen, die sind vielleicht eher noch in der Stadt.
00:24:06: In Zürich werden diese Wege natürlich logischerweise innerhalb von zwei Tagen ausgebucht oder überbucht.
00:24:11: Und in Züri hat er uns auch nicht mehr geleistet.
00:24:16: Dort gab es mindestens null
00:24:18: mehr hin.
00:24:18: Also gibt es verschiedene Aspekte?
00:24:22: Es haben ganz viele Leute, aber das brauche ich!
00:24:28: Jemand habe ich getroffen und gesagt, er lebt vegan.
00:24:31: Dann kann ich schon viermal im Jahr auf Korea fliegen oder wohnen auch immer.
00:24:36: Es ist nicht so, dass wir sagen, nein, dann wem mir dich nicht aber wir empfinden das als seltsam.
00:24:44: Oder es sind alle ... Ich brauche, dass ich so streng arbeite.
00:24:47: Darum muss ich es allen ausreden und mache es darum nicht.
00:24:51: Bedeutet das jetzt für euch ganz konkret durch das, dass ihr quasi die Ressourcen zur Verfügung stellt?
00:24:57: Sowohl für euch als auch für Menschen, die allenfalls mitleben wollen.
00:25:01: Dass ihr für euch dann auch wie soll ich sagen, wie die Regeln, was ist gesagt, die ideologischen Blanken, wie setzt?
00:25:10: und dann auch, wie für euch entscheidet wer passt, wer passt nicht?
00:25:15: In meiner Vorstellung gehen ja eben alternative Lebensmodelle oft, nicht immer aber oft einher mit auch basisdemokratischen Gemeinschaften.
00:25:25: Wo ich jetzt höre bei euch, es läuft ein bisschen anders.
00:25:29: Wie Hand habt ihr das?
00:25:30: Wir haben einfach für uns zwei gesagt, wir wollen dieses Projekt starten.
00:25:36: Haben wir uns überlegt welche Grundlagen ... anstatt finanziellen Profitsoziale ökologische Grundlagen.
00:25:44: Und die haben wir fix gemacht und sind unumströsslich, das ist unser Profit.
00:25:50: Es ist nicht so, dass wir sagen, du musst ... Aber Leute, die bei uns wohnen, sollten das auch gut finden?
00:25:59: Soll ich ein Beispiel erzählen?
00:26:02: Ja gerne!
00:26:03: Wir haben seit viereinhalb Jahren unseren Rat besucht.
00:26:07: Blablabla, steht immer auch unsere Homepage dabei.
00:26:09: Mit allen Punkten, die wir gerne hätten.
00:26:13: Das ist wirklich das beste Beispiel.
00:26:15: Ein Mensch gemeldet, der ein günstiges Zimmer braucht, weil er seine Ausbildung, die er schon abgeschlossen hat, die Schulden von dort noch finanzieren muss.
00:26:25: und das ist ein Privatpilot- und Fluglehrer.
00:26:29: Und das funktioniert für mich nicht.
00:26:31: Ich verzichte nicht auf meinen finanziellen Profit, um über anderem eine Flugausbildung zu finanzieren.
00:26:38: Das ist etwas, das für mich sehr unwohlt.
00:26:42: Der wissenschaftliche Überbau dazu zu sagen, weil schlussendlich, dass in dem Sinn die Lebensgrundlagen sind, haben wir alle miteinander?
00:26:51: Gibt es jetzt Recht von gewissenen Leuten meine Lebensgrundlage zu zerstören?
00:26:56: Ja, ihre Zerstörung, das ist mir ja auch gleich oder?
00:26:58: Ja, aber meine sind schlussendlich auch.
00:27:00: Also wo dort die Grenze und vielleicht jetzt irgendwo den Alpen ... Die Einsteine in der heutigen Zeit hat vielleicht irgendetwas gesagt.
00:27:06: Physik verhandelt halt nicht mit Menschheit.
00:27:09: Da werden wir jetzt schmerzhaft.
00:27:12: Ich arbeite im Altersheim mittlerweile auch die nächsten paar Tage wieder.
00:27:14: Wo es jetzt wieder so eine Hitze gibt.
00:27:16: Und zu Hause ist so halbwegs kühlbar.
00:27:20: Bin ja noch ein bisschen projekten gemacht, damit das besser wird!
00:27:24: Mit diesen Mitteln, die es da oben gibt... Aber man muss schon sagen, dass die Physik verhandelt mit den Menschen nicht.
00:27:29: Also warum ist das so?
00:27:31: Wie kann man da wirklich etwas ändern, schlussendlich... Und da ist vielleicht noch ein Grundsatzknackpunkt, wo drinnen ist eigentlich... Das sind jetzt meine Analysen natürlich auch für das gesamte.
00:27:42: Es ist irgendwie eine Verknotung im Hirn, dass das Hirn lässt sich unserer Gesellschaft in der Messe nicht bewegen.
00:27:48: Weil es natürlich sehr bequemisch und alles gut läuft, vermeintlich auf die kurzfristige Sicht.
00:27:55: Das ist ein grosses Hindernis, das aus meiner Sicht in einer Demokratie mehr oder weniger überwindbar ist.
00:28:02: Wie
00:28:02: begegnet ihr Menschen die zum Beispiel euch persönlich oder in eure Richtung Vorwürfe artikulieren?
00:28:10: Ihr würdet moralisch überhöhte Positionen vertreten und anderen vorschreiben wollen wie sie zu leben haben, wie viel sie fliegen dürfen was sie zu essen haben etc... zumindest von mir wahrgenommen.
00:28:25: oft gehörter Vorwurf an Menschen, die alternativen Leben und Propagieren.
00:28:29: Unseres Gesichtes sagt das niemals.
00:28:32: Grundsätzlich, unser Freundes- und Bekannterkreis merkt ja, dass wir nicht missionieren, dass man niemandem sagen muss, was du solltest.
00:28:43: Wir hatten vor einigen Jahren eine Reportage von SRF I radio zu solchen Projekten.
00:28:50: Und dort unten in den Kommentaren kommen dann genauso Vorwürfe.
00:28:54: Ich lasse mir doch nicht vorschreiben oder so, und das verletzt extrem, weil wir sie ja niemandem vorschreiten.
00:29:00: Es
00:29:01: ist auch eine ethisch-philosophische Frage.
00:29:03: Soll jeder selber entscheiden können, was man jetzt gerade macht ohne Rücksicht auf Verluste?
00:29:07: Ohne Rücksichts auf die nachfolgenden Generationen, wo er mittlerweile offensichtlich ist – und man verleugnet es logischerweise bis heute an die wissenschaftliche Seite bei gewissenen Kreisen.
00:29:17: Diese Diskussionen haben wir irgendwann auch in der Wege.
00:29:19: Das ist natürlich auch mein Stil, wenn ich sage, wie hätte mir eine Schweiz vorstellen können, die nachhaltig würde?
00:29:29: Wenn jetzt den Kontext von den letzten dreißigvierzig Jahren anschauen.
00:29:32: Da muss irgendwo eine Institution gegründet werden.
00:29:36: Gehen Sie für sich das Wahrheitsministerium?
00:29:41: Was aber natürlich auf wissenschaftliche Erkenntnisse sagt, nach bestem Wissen und Gewissen.
00:29:47: Wo man aktuell weiss mit der Risikoabschätzung für die Zukunft.
00:29:52: Das ist ein Bildungsauftrag auch ganz klar drin, das in der Bevölkerung laufen muss über Radio-Fernsehe, wo wir eigentlich Gebühren zahlen müssen.
00:30:07: Aber auch wenn man sagt, man hätte neue Erkenntnisse, die gewisse Vorgaben widersprechen.
00:30:11: Dass man das korrigiert.
00:30:12: Also nicht dass sich dann einfach neue Freunde in irgendwohin Bildern an dem Fest gehalten werden.
00:30:17: Aber langfristig denke ich, jetzt bin ich bei der chinesischen Regierung.
00:30:20: Die sind jetzt beim Fünfzehnten-Fivejahresplan.
00:30:24: Was gesagt hat ... Wir wollen hier aufholen und sich vorstellen.
00:30:28: Die westlichen Wohlstände wollen wir auch in einem gewissen Rahmen haben aber da kann es fünf bis hundert Jahre gehen oder ... bis fünfe siebenzehn Jahre, jetzt sind wir bei fünfen siebzehn Jahren und jetzt hat China geschafft.
00:30:39: Also die langfristige Denkweise, wo unserer Demokratie völlig fehlt?
00:30:43: Gut!
00:30:44: Mit Blick auch auf die Zeit würde ich gerne den Bogen schließen und euch noch zum Abschluss fragen wollen was würdet ihr wem gern mit auf den Weg geben mit Blick auf die für euch wichtigen und notwendigen Veränderungen
00:31:04: und schaut auf unsere Homepage.
00:31:06: Und können wir uns besuchen?
00:31:09: Das
00:31:10: hört sich an wie eine Einladung!
00:31:12: Ja, also ... Wir waren Studierende und hatten keine schlaue Aussage im Sinn.
00:31:18: Außer diese ist meine naturwissenschaftliche Sicht für den Homo sapiens.
00:31:24: Die restlichen Zeit noch kurz zu nutzen, die man noch hat.
00:31:30: Sie kann vorbereiten, dass das gravierendste ... Hier kommen nicht unbedingt von der Ökologie, sondern wir und die Top noch schneller beschleunigen die ganze Technologien-Entwicklung.
00:31:43: Oder sind man diejenigen, die uns als Hobons Abends in den Rampendeigungen eingebettet haben?
00:31:50: Auch in der Biosphäre, wo ein Lebensnetzwerk ist, wenn wir dort versuchen, das zu erhalten?
00:31:57: Ich erzähl mich jetzt zu Terraner ganz klar!
00:32:00: die sagen, man sollte hier schützen, wo wir haben und nicht irgendwo von etwas abgelöst werden.
00:32:06: Da bin ich ganz egoistisch.
00:32:08: Wo wir noch überhaupt keine Einflussung, keine Kontrolle mehr haben darüber, was natürlich auch nicht entwickelt oder ist eine Devolution, die halt so etwas stattfinden lässt?
00:32:16: Die Zeit, in der wir als Menschheit nutzen und sich positiv versuchen können mit positiven Veränderungen auf all diesen Ebenen, die ich anspreche im sozialen auch ökologischen Ökonomischen ... Vielleicht auch technologisch, dass wir da eigentlich bewusster werden, wenn man im Moment gerade veranstaltet.
00:32:34: Würde ich gerne als Schlusswort nehmen!
00:32:37: Vielen Dank euch beiden, vielen Dank Eva und Semi für den Einblick, den ihr uns gewährt habt zum Abschluss dieser Reihe krisenhafte Zeiten.
00:32:48: Vielen Dank!
00:32:50: Danke!
00:32:52: Damit schließt diese Reihe von Fachgesprächen zum Thema Krisenhaftezeiten.
00:32:59: Und Nina, wenn du die Fachgespräche so Revue passieren lässt.
00:33:03: Was ist dir insbesondere hängen geblieben?
00:33:06: Gibt es was mit dem du dich noch nachgängig beschäftigen willst?
00:33:10: Ausrufezeichen und Fragezeichen – was nimmst du mit?
00:33:13: Eigentlich ganz viel.
00:33:14: Ich glaube ich habe einen ganz vielen Eindrück können sammeln.
00:33:18: Ich glaub auch ich habe viele Fragen.
00:33:21: die in der nächsten Zeit mitschwingen werden.
00:33:24: Aber etwas, das mir aufgefallen ist oder was mich beidrückt hat ... Wir sind bei Utopia gestartet und haben doch auch ein Stück weit ... Wirklichkeit, aber auch hoffnungsvolle Blicke geworfen auf die sozialen Arbeit und haben aber festgestellt, wie schnell Utopien, also etwas Dystopisches annehmen können.
00:33:49: Die Ambivalenz oder diese Zweiseitigkeit von Zukunftsentwürfes schwingt zwischen ...
00:33:57: Hoffnung
00:33:58: und vielleicht auch ein Stück weit Angst vor der Zukunft, oder mindestens eine Sorge vor den Zukunft.
00:34:06: Ein Stück weit die Ambivalenz zwischen dem Wirklichkeitssinn und der Möglichkeitssinn.
00:34:13: Ich weiss nicht, wie es dir gegangen ist?
00:34:15: Ambivalenz ist schon etwas, was mir auch geblieben ist.
00:34:18: Auch diese Uneinteutigkeit zwischen was braucht man denn?
00:34:23: Eine systemische Veränderung, Entwicklung
00:34:26: ...
00:34:27: Versus Revolution.
00:34:29: Wenn man den Begriff von dem System gehört, ist das reformierbar und wenn ja wie?
00:34:38: Also auch vielleicht das Ambivalenz nicht der richtige Begriff aber so eine Unklarheit oder vielleicht auch verschiedene Perspektiven.
00:34:46: braucht jetzt mehr Gemeinschaftssinn, von dem wir immer wieder gehört haben eben im Sinn von so einer Graswurzelbewegung?
00:34:54: oder braucht es auch in einem betrachterträngenden Zeit bei den angesprochenen ökologischen Herausforderungen, durchaus auch Regie der Regularien die eine Berechtigung haben könnten.
00:35:08: Also auch da viele Möglichkeiten, viele Perspektiven je nach Standpunkt, die wir da gehört haben bis hin eben die Utopie eben sehr, wie du sagst gestartet mit einem hoffnungsvollen Konzept dahinter.
00:35:25: Aber ich habe ab und zu auch so dieses den allgemeinen Sprachgebrauch gehört naja Utopie schön denken aber das wird nie Realität.
00:35:35: Und vielleicht ist es soziale Arbeit ja auch da ein Stück behaftet.
00:35:40: Wie hat der Kollege Matthias Lindner auch gesagt sich das utopische Denken unbedingt so halten, auch wenn die realen Zeiten durchaus hart sind.
00:35:52: Etwas, was mich auf alle Fall beeindruckt hat bei all unseren Gästen ist Ernsthaftigkeit.
00:35:58: Mit denen sie sich auseinandersetzen mit der heutigen Zeit aber eben auch mit möglicher
00:36:05: Zukunft.
00:36:07: und was mir schon noch mal immer wieder entgegen gekommen ist und vielleicht auch nochmal für mich ein Link zur sozialen Arbeit Darstellt über den ich gerne noch weiter nachdenken und auch gern diskutieren wollen würde, ist so dieses... Was schulden wir uns gegenseitig mit Blick auf die Zukunft?
00:36:28: Also ist Fleischkonsum, ist zum Beispiel bestimmte Mobilität, ist es Privatsache oder ist es etwas das wir im Diskurs aushandeln müssen in Regeln packen müssen.
00:36:41: Wo wir in der sozialen Arbeit immer wieder entlangdiskutieren Das finde ich sehr eindrücklich, dass es offensichtlich immer wieder so ein Thema ist, das mitschwingt.
00:36:51: Damit verbunden vielleicht auch die Frage, wer bin ich in diesem Ganzen?
00:36:54: Und wer ist quasi mein sozialarbeiterisch in dem Gefüge?
00:36:59: und wem schulde eigentlich was?
00:37:02: oder was ist eigentlich die Aufgabe von wem?
00:37:06: und wo müssen wir auch Grenzen erkennen, schlussendlich vielleicht
00:37:11: auch?
00:37:12: Das wäre vielleicht auch noch mal an weiterführenden Diskussionen genau zu schauen.
00:37:16: Wer ist denn die soziale Arbeit?
00:37:18: Wer wird denn da adressiert und wer wird mit welchen Erwartungen belegt?
00:37:24: Genau, für den Moment würde ich einen Vorschlag danken.
00:37:28: Es ist noch Anbrach, nämlich dank unserer Gäste, die sich dem Gespräch oder unseren Fragen viel mehr ausgesetzt haben.
00:37:39: Wir würden auch gerne danken ... Tanja und Samantha, unsere Kolleginnen im Hintergrund schliesslich.
00:37:47: Wir wollen danken, die Fokusformat im Film- und Tonteam.
00:37:52: Schliessendlich danken wir auch am Departement soziale Arbeit für die Ermöglichung
00:37:57: dieser Fachgespräche.
00:38:00: Damit beschließen wir doch gerne diese Fachgesprechreihe.
00:38:05: unter dem Titel Krisenhafte Zeiten ist die Zeit für Veränderungen auch von der soziale Arbeit gekommen.
00:38:13: Und ich für meinen Teil freue mich sehr auf weitere Fachgespräche.
00:38:17: rein!
00:38:18: Ich ebenso und bis dahin, gute
00:38:22: Zeit!
00:38:22: Bis dahin.
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